Finanzen

Finanz-Investoren verstärken Einsatz im Lebensmittel-Geschäft

Lesezeit: 1 min
12.01.2014 00:22
US-Finanzinvestor Brynwood Partners übernimmt von Nestlé das Tiefkühl-Pasta-Segment in den USA. Der Schweizer Lebensmittelhersteller hat in den vergangenen Monaten mehrfach unrentable Produktlinien abgestoßen. Käufer waren jeweils Finanzinvestoren.
Finanz-Investoren verstärken Einsatz im Lebensmittel-Geschäft

Die genaue Höhe der Übernahme zwischen Nestlé und Brynwood Partners ist nicht bekannt, üblicherweise investiert das US-Unternehmen aber erst ab einer Summe von 100 Millionen Dollar. Brynwood Partners hat bereits zuvor bei Nestlé eingekauft. Sowohl 2004 als auch 2007 verkaufte Nestlé Schokoladenhersteller an den Investor. Im Mai übernahm Brynwood die Süßigkeiten-Marke „Bit-O-Honey“.

Nestlé untersucht momentan 1800 Produktlinien auf ihre Rentabilität, so Nestlé CEO Paul Bulcke zum WSJ. Allein in den vergangenen Monaten wurden eine US-Diät-Sparte, eine dänisches Speise-Eis-Marke, eine französische Mineralwasserfirma, und „Bit-O-Honey“ abgestoßen. Käufer waren jedes Mal Finanzinvestoren.

Im Februar 2013 wechselte die berühmteste Ketchup-Marke der Welt den Besitzer. Warren Buffet und Finanzinvestor 3G Capital war Heinz-Ketchup 23 Milliarden Dollar wert. Es war die größte Übernahme in der Lebensmittelbranche überhaupt. Wenige Monate nach dem Deal wollen die Investoren drei Firmen in den USA und Kanada schließen, 1350 Menschen verlieren so ihre Arbeit.

Der deutsche Suppenhersteller Erasco, momentan im Besitz der US-amerikanischen Campbell Soup Company, rückte im Sommer 2013 in das Interesse des Finanzinvestors CVC Capital, wie das Handelsblatt berichtete. Bereits im Jahr 2010 ging die Bäckereikette Kamps vom italienischen Nudelhersteller Barilla an den Frankfurter Finanzinvestor ECM.

Die großen Finanz-Investoren scheinen ein neues Betätigungsfeld gefunden haben. Allein 2012 flossen 350 Milliarden Dollar in junge Start-ups, die sich mit neuen Technologien im Lebensmittelbereich beschäftigen (mehr hier).

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mittelstandsumfrage: Betriebssoftware ist das Herzstück der Digitalisierung in Unternehmen
18.06.2024

Ein neuer Report zeigt: ERP-Systeme sind entscheidend für die Digitalisierung im Mittelstand. Während KI und Cloud weniger wichtig sind,...

DWN
Finanzen
Finanzen DAX-Erholung auf wackligen Beinen, US-Dollar im Aufwind, Gold leidet - der DWN-Marktreport
18.06.2024

Die DAX-Erholung hat sich im frühen Dienstagshandel zunächst fortgesetzt, alles bleibt aber eine wacklige Angelegenheit. Am Gesamtmarkt...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsausgaben Deutschland 2024: Nato-Ziele erreicht
18.06.2024

Deutschland hat der Nato für das aktuelle Jahr geschätzte Verteidigungsausgaben von 90,6 Milliarden Euro gemeldet und würde damit klar...

DWN
Politik
Politik Selenskyj lobt Friedensbemühungen in der Schweiz - Russland verstärkt Angriffe
18.06.2024

Nach der internationalen Ukraine-Friedenskonferenz in der Schweiz zog der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag eine...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Liquidität: Baubranche leidet unter übler Zahlungsmoral der Behörden
18.06.2024

Die deutsche Baubranche kämpft neben der Wohnungsbau-Krise vor allem mit der schlechten Zahlungsmoral der öffentlichen Hand. Ausgerechnet...

DWN
Politik
Politik EU-Spitzenposten: Keine Einigung - von der Leyen braucht Geduld
18.06.2024

Der Poker um die Besetzung der EU-Spitzenposten nach der Europawahl geht in die Verlängerung: Die Staats- und Regierungschefs der...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie passives Investieren den Markt für Vermögensverwalter in Deutschland verändert
18.06.2024

In den letzten Jahren hat sich die Landschaft der Vermögensverwaltung in Europa und Deutschland grundlegend verändert. Ein wesentlicher...

DWN
Politik
Politik Neuer Kampfpanzer Leopard 2: Das Ziel ist die Überlegenheit
18.06.2024

Bleibt der Kampfpanzer Leopard 2 das Rückgrat von Landstreitkräften? Der Hersteller des neuen Leo präsentierte in Frankreich auf einer...