Wirtschaft

Deutsche kaufen immer mehr Immobilien in Griechenland

Griechenland registriert ein deutlich gestiegenes Interesse von Deutschen auf dem Immobilienmarkt.
13.10.2022 16:00
Aktualisiert: 13.10.2022 16:29
Lesezeit: 1 min

Das Interesse der Bundesbürger an Immobilien in Griechenland nimmt derzeit stark zu. Es übersteige mittlerweile sogar das Interesse der zuvor erstplatzierten Chinesen, berichtete am Donnerstag die Tageszeitung Kathimerini. Im Vergleich zum Vorjahr seien die Investitionen der Deutschen um 25 Prozent angestiegen, im Vergleich zu 2020 sogar um 40 Prozent, hieß es unter Berufung auf das Branchenportal Ferimmo. Die Online-Plattform mit rund 40 000 Objekten vereint dem Bericht zufolge mehr als 200 Makler und richtet sich gezielt an Interessenten aus dem deutschsprachigen Raum.

Den Anstieg belegen auch Zahlen der griechischen Zentralbank: Demnach stiegen die Investitionen von Ausländern in den griechischen Immobilienmarkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf rund 788 Millionen Euro.

Analysten schätzten die potenzielle Zahl deutscher Immobilienkäufer in Griechenland auf mehr als 250 000, berichtete die Zeitung weiter. Das ergebe ein potenzielles Volumen von bis zu 5 Milliarden Euro. Griechische Banken richteten sich bereits darauf ein und ermöglichten deutschen Immobilienkäufern Finanzierungen, bei denen die Immobilie selbst als Sicherheit dient. Das war bisher nicht möglich.

Gefragt sind demnach vor allem Einfamilienhäuser im Wert von 250 000 bis 400 000 Euro in traditionellen Touristenregionen wie auf der Halbinsel Peloponnes, Kreta, den Kykladen und der Halbinsel Chalkidiki. Verantwortlich für das gestiegene Interesse seien nicht zuletzt die sehr hohen Immobilienpreise in Deutschland, hieß es. Für die Menschen sei es attraktiver und erschwinglicher, eine Immobilie in Griechenland zu erwerben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Panorama
Panorama Cartier Tank oder Santos – welche ist zeitloser?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht: Design-Kenner sehen in der klar reduzierten Tank das zeitlosere Statement, während die vielseitigere...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs springt über 85.000 Dollar. Was hat die Erholung ausgelöst?
22.09.2026

Der Bitcoin-Kurs ist wieder deutlich gestiegen und kletterte über 85.000 Dollar. Bemerkenswert ist der Rebound, da kurz zuvor zwei...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Insolvenz: So schützen Unternehmer ihr Privatvermögen
22.09.2026

Gerät die Firma ins Wanken, kann es schnell um mehr gehen als das Unternehmen. Plötzlich stehen auch Haus, Depot und Ersparnisse auf dem...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes-Benz-Aktie: Arbeitszeit in der Diskussion – Konzern setzt deutsche Werke unter Druck
22.09.2026

Mercedes hält seine deutschen Werke für zu teuer und fordert mehr Arbeit für das gleiche Geld. Um den Druck zu erhöhen, legt der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie unter Druck: Enteignungsdebatte kehrt zurück
22.09.2026

Die Vonovia-Aktie gerät nach der Berlin-Wahl erneut unter Druck und fällt auf den niedrigsten Stand seit Sommer 2023. Der Wahlsieg der...

DWN
Technologie
Technologie Datendurst: Rechenzentren verschärfen Deutschlands Wasserproblem
22.09.2026

Deutschlands Rechenzentrumskapazitäten sollen bis 2030 massiv wachsen, sich mindestens verdoppeln – und brauchen dafür nicht nur immer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU und Philippinen einigen sich auf Freihandelsabkommen
22.09.2026

Neue Chancen für Maschinen, Arzneimittel und Schweinefleisch: Die Europäische Union und die Philippinen haben sich auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Evonik-Aktie: Chemiekonzern streicht 3.200 Stellen
22.09.2026

Evonik streicht 3.200 Stellen und will allein in Deutschland 2.150 Jobs abbauen. Der Chemiekonzern setzt zugleich auf Wachstum in Asien und...