Politik

Baerbock wirbt um Regionen, die „unsere Werte teilen“

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock will beim G7-Treffen Ende der Woche in Münster die Zusammenarbeit mit Regionen vorantreiben, die „unsere Werte teilen“.
02.11.2022 11:04
Aktualisiert: 02.11.2022 11:04
Lesezeit: 1 min

Im Zentrum des G7-Außenministertreffens in Münster wird nach Angaben von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock auch der Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen mit anderen Demokratien in der Welt stehen. Man werde darüber sprechen, was man aus der Abhängigkeit von Russland lernen könne, sagte Baerbock am Mittwoch zum Abschluss ihres Besuchs in Usbekistan.

Man dürfe sich nicht mehr "von einem Land so fundamental abhängig machen, das unser Werte nicht teilt, dass wir am Ende erpressbar werden", fügte sie hinzu. Deshalb werde auf dem G7-Treffen die Diversifizierung und Zusammenarbeit mit Regionen, die "unsere Werte teilen", eines der Hauptthemen sein. Dazu zähle auch Afrika, wo Milliardeninvestitionen in eine grüne Energieversorgung nötig seien. Hintergrund sind Warnungen, sich nach Russland nun von China abhängig zu machen.

Das Treffen der Außenminister der sieben führenden Industriestaaten (G7) findet am Donnerstag und Freitag in Münster statt. Derzeit hat Deutschland die G7-Präsidentschaft inne. Zur G7 gehören neben der Bundesrepublik die USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich und Italien.

Baerbock hatte Kasachstan und Usbekistan besucht und dort die Reformanstrengungen gelobt. Sie bot beiden Ländern an, die Zusammenarbeit etwa beim Bezug von Energie und Rohstoffen auszubauen. Dabei wollen man "Angebote auf Augenhöhe" machen, sagte sie in Anspielung auf die Kontakte zentralasiatischer Länder mit China und Russland. Diese Geschäftsbeziehungen mit Europa würden keine komplette Abkehr der Staaten von China und Russland bedeuten, schränkte sie ein.

Frühere Bundesregierungen haben sich mit Zentralasien-Strategien immer wieder um stärkere Kontakte mit den ehemaligen Sowjetrepubliken bemüht. Vor allem das rohstoffreiche Kasachstan verfolgt seit Jahren eine Politik, die eine Balance zwischen dem Nachbarn Russland im Norden, China und dem Westen versucht. (Reuters)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
28.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Technologie
Technologie RWE baut Mega-Speicher im Tagebau Hambach
28.07.2026

RWE verwandelt den Tagebau Hambach zunehmend in einen Standort für erneuerbare Energien. Ein neuer Großbatteriespeicher soll künftig...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Edelmetall fällt vor Fed-Entscheid Richtung 4.000 Dollar – wie geht es weiter?
28.07.2026

Der Goldpreis steht am Dienstag unter Druck. Vor der Fed-Zinsentscheidung rückt er wieder näher an die Marke von 4.000 Dollar. Anleger...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Warum der Ausverkauf für Anleger zur großen Chance werden könnte
28.07.2026

Billionen Dollar Börsenwert sind verschwunden, Technologiekonzerne stürzen ab und die Angst vor einer platzenden KI-Blase wächst. Doch...

DWN
Finanzen
Finanzen Mehr Ertrag, weniger Blindflug: Was Anleger über Risiko wissen sollten
28.07.2026

Hohe Rendite gilt vielen Anlegern automatisch als gefährlich – doch die wahre Gefahr kann ganz woanders liegen. Wer versteht, wie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Fünf Punkte: Was Sie über Trumps neue Zölle wissen müssen
28.07.2026

Der US-Präsident kündigte Ende letzter Woche neue Zölle für eine Vielzahl von Volkswirtschaften an, darunter auch die EU. Hier finden...

DWN
Finanzen
Finanzen Mercedes-Aktie: Konzern senkt Prognose
28.07.2026

Die Mercedes-Aktie steht nach neuen Zahlen im Fokus: Der Konzern steigert zwar seinen Gewinn, doch das schwache China-Geschäft belastet...

DWN
Technologie
Technologie Neuer E-Lkw rollt mit China-Technik aus Österreich
28.07.2026

Ein neuer E-Lkw verbindet chinesische Antriebstechnik mit europäischer Fertigung – und rollt nun aus Österreich auf die Straße.