Unternehmen

Abschwung lastet auf Hamburger Hafenkonzern

Die hohen Energiekosten und der heraufziehende Konjunkturabschwung bremsen den Hafenlogistik-Konzern HHLA.
14.11.2022 09:47
Aktualisiert: 14.11.2022 09:47
Lesezeit: 1 min

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrumpfte im dritten Quartal im Hafengeschäft um gut ein Fünftel auf rund knapp 54 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Montag in Hamburg mitteilte. Gedämpft wurde der Rückgang dadurch, dass die HHLA von weiter steigenden Lagergeldern für Container profitierte, da die Reedereien wegen der stockenden Lieferketten Stahlboxen im Hafen länger stehenlassen.

Vorstand bestätigt Ausblick für Gesamtjahr

Im Konzern, zu dem neben der börsennotierten Hafenlogistik und dem Intermodalgeschäft mit Transporten über die Schiene und Lastwagen auch die kleinere Immobiliensparte zählt, sank der Betriebsgewinn um rund 18 Prozent auf knapp 59 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um gut sechs Prozent auf 393 Millionen Euro.

"Der Krieg in der Ukraine, die hohen Energiepreise, steigende Personal- und Beschaffungskosten, die Störungen in den globalen Lieferketten sowie die zunehmenden Tendenzen einer Rezession wirken sich auch auf unser Geschäft aus", erklärte Konzernchefin Angela Titzrath.

Auf den Streit um die Beteiligung der chinesischen Großreederei Cosco an der Betreibergesellschaft eines HHLA-Terminals ging sie nicht ein. Die Bundesregierung hatte nach längerem Tauziehen beschlossen, Cosco einen Anteil am Terminal von höchstens 24,9 Prozent zu erlauben anstatt der ursprünglich angestrebten 35 Prozent. Damit bleibt dem chinesischen Konzern ein Einfluss auf die Führung der Betreibergesellschaft des Terminals verwehrt. (Reuters)

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen XRP-Ledger-Transaktionsvolumen überschreitet die Marke von 1 Million

Analysten erwarten ein Aufwärtspotenzial von 100%. XRP Wie können Inhaber neue passive Einkommensquellen schaffen?

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: SpaceX steigt weiter, Händler zögern vor Zinsentscheidung der Fed
16.06.2026

Ein turbulenter Handelstag birgt Überraschungen – erfahren Sie, warum Investoren gerade jetzt besonders aufmerksam die Entwicklungen...

DWN
Technologie
Technologie Batterie-Boom treibt Deutschland in neue China-Abhängigkeit
16.06.2026

Deutschlands Batterieproduktion erreicht einen Rekordwert – doch mit dem Boom wächst zugleich die Abhängigkeit von China. Die Branche...

DWN
Politik
Politik Der EU-Waffenchef warnt eindringlich: "Wir produzieren die falschen Waffen!"
16.06.2026

Der EU-Verteidigungskommissar warnt vor einem gefährlichen Missverhältnis in Europas Rüstungsstrategie. Während Donald Trumps...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bund lehnt Unicredit-Angebot für Commerzbank ab
16.06.2026

Der Bund stellt sich offen gegen die Übernahme der Commerzbank durch die Unicredit und verschärft damit den Machtkampf um Deutschlands...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankrabatt verpufft: Millionen bleiben bei den Konzernen
16.06.2026

Der Tankrabatt sollte Autofahrer entlasten – doch nach Einschätzung von Experten kam ein Teil der Milliarden gar nicht bei ihnen an.

DWN
Politik
Politik EU stimmt US-Zolldeal zu – und droht mit Gegenzöllen
16.06.2026

Die EU macht den Weg für das Zollabkommen mit den USA frei, baut aber ein Sicherheitsnetz gegen neue Alleingänge aus Washington ein....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Kostenfalle Deutschland: Was Betriebe heute wirklich zahlen
16.06.2026

Energie doppelt so teuer wie in den USA, Lohnstückkosten 22 Prozent über globalem Schnitt, Bürokratie bindet 7 Prozent der Arbeitszeit,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Autokrise in China setzt VW und Mercedes unter Druck
16.06.2026

China galt jahrelang als Wachstumsmotor der Autoindustrie – doch nun brechen die Verkäufe massiv ein und setzen auch deutsche Hersteller...