Finanzen

Dänemark: Bargeld-Abschaffung bringt Ende der Banküberfälle

Die Zahl der Banküberfälle in Dänemark ist erstmals auf Null gesunken. Denn es lohnt nicht. In den Bank-Filialen des Landes ist kein Bargeld mehr verfügbar.
Autor
03.01.2023 15:01
Lesezeit: 1 min
Dänemark: Bargeld-Abschaffung bringt Ende der Banküberfälle
Münzen aus der Zeit der Wikinger. In Dänemark wird kaum noch Bargeld verwendet. (Foto: dpa) Foto: Dänisches_Nationalmuseum

Banküberfälle gehören im bargeldlosen Dänemark der Vergangenheit an. Das nordische Land im Jahr 2022 erstmals keinen einzigen Überall mehr verzeichnet. Vor nur zwei Jahrzehnten verzeichnete Dänemark noch 222 Banküberfälle in einem Jahr, wie Bloomberg berichtet.

Hintergrund der verschwundenen Banküberfälle ist, dass die Banken die Bargeldversorgung in den meisten dänischen Filialen eingestellt haben. Dies war wegen der sinkenden Nutzung von Bargeld möglich und spart nun zudem erheblich Kosten.

Im Jahr 2021 gab es in Dänemark immerhin noch einen einzigen Banküberfall, wie aus den Daten von Finance Denmark hervorgeht, der größten Branchengruppe für Kreditgeber im Land.

Demnach nutzen die Dänen für ihre Transaktionen zunehmend Karten und Zahlungs-Apps auf ihren Smartphones. Bargeldabhebungen hingegen sind laut Daten der Zentralbank in den letzten sechs Jahren um etwa drei Viertel zurückgegangen.

Nach Angaben der dänischen Finanzbehörde verfügen aktuell insgesamt nur noch etwa 20 Bankfilialen in ganz Dänemark über Bargeldbestände.

Als das Bargeld aus den Banken verschwand, konzentrierten sich Kriminelle auf Geldautomaten. Diese Angriffe erreichten im Jahr 2016 mit 18 ihren Höhepunkt. Dank stärkerer Überwachung und besserer Technik sind nun aber auch diese Angriffe auf Null zurückgegangen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street gibt wegen schwacher Chip-Aktien nach
13.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Wall Street heute bewegt haben.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Russland erzielt mit Europas Energiekäufen Einnahmen von rund 322 Milliarden Euro
13.10.2026

Europa will seine Energieabhängigkeit von Russland beenden. Doch trotz Sanktionen fließt weiterhin eine große Menge Kapital nach Moskau....

DWN
Finanzen
Finanzen Rente 2026: Fast 2.000 Euro? Für die meisten ein Traum – 5 Zahlen zeigen die Realität
13.10.2026

Die Politik verweist auf ein stabiles Rentenniveau und knapp 2.000 Euro Standardrente. Doch amtliche Zahlen zeigen: Das ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschland baut neue Bahnstrecke von Hamburg nach Hannover – aber erst 2050
13.10.2026

Überlastete Strecke: Zwischen Hamburg und Hannover fahren täglich rund 200 Güterzüge, dazu ICE- und Regionalzüge. Staus und...

DWN
Politik
Politik Iran-Krieg: Hat Trump den größten Fehler der USA begangen?
13.10.2026

Donald Trump wollte Iran in die Knie zwingen. Stattdessen gerät die amerikanische Supermacht selbst unter Druck. Der Krieg verschlingt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Präsentismus: Wenn Mitarbeiter trotz Krankheit arbeiten 
13.10.2026

Mit Halskratzen aufgewacht und dennoch zur Arbeit gegangen, „weil es ja nicht so schlimm ist“. Viele Beschäftigte neigen dazu, trotz...

DWN
Finanzen
Finanzen Nel ASA-Aktie hebt ab: Kooperation mit Rheinmetall bei E-Fuels treibt Pennystock nach oben
13.10.2026

Nel ASA und Rheinmetall wollen bei dezentraler Produktion synthetischer Kraftstoffe zusammenarbeiten. Die norwegische Wasserstoff-Aktie...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau in Deutschland: Angebot an Zeitarbeit schrumpft
13.10.2026

Früher war Zeitarbeit ein boomendes Geschäft: 2017 arbeiteten noch mehr als eine Million Deutsche als Zeitarbeiter. Heute kämpft...