Politik

Weltbester Tennisspieler darf nicht an Miami Open teilnehmen

Die USA verweigern Novak Djokovic die Einreise, da er die Corona-Spritze weiter ablehnt. Daher kann der Serbe nächste Woche nicht an der Miami Open teilnehmen.
Autor
18.03.2023 15:43
Aktualisiert: 18.03.2023 15:43
Lesezeit: 1 min

Novak Djokovic wird die Miami Open nächste Woche verpassen. Dem Serben, der als der beste Tennisspieler der Welt gilt, wurde von der US-Regierung eine Ausnahmegenehmigung verweigert, die es ihm erlaubt hätte, auch ohne Corona-Spritze in die USA einzureisen. Die USA verbieten ungeimpften Ausländern noch immer die Einreise in das Land. Das Verbot wird aber voraussichtlich aufgehoben, wenn die US-Regierung am 11. Mai ihre Covid-19-Notstandserklärungen beendet.

"Wir haben versucht, Novak Djokovic eine Ausnahmegenehmigung zu verschaffen, aber das war nicht möglich", sagte Turnierdirektor James Blake am Freitag gegenüber dem Tennis Channel. "Natürlich sind wir eines der wichtigsten Turniere der Welt, wir möchten die besten Spieler haben, die spielen können. Wir haben alles getan, was wir konnten. Wir haben versucht, mit der Regierung zu sprechen, aber das liegt nicht in unserer Hand."

Der Gouverneur von Florida, Ron DeSantis, und die beiden US-Senatoren des Bundesstaates gehörten zu denjenigen, die die US-Regierung Joe Biden aufforderten, dem Weltranglistenersten Djokovic die Einreise in die USA zu gestatten und bei dem Turnier anzutreten, das er bereits sechsmal gewonnen hat, berichtet Reuters. Weil er keine Ausnahmegenehmigung erhalten hat, verpasst Djokovic auch das laufende Masters-Turnier im kalifornischen Indian Wells.

Der 35-jährige Djokovic, der die Australian Open im letzten Jahr verpasste, nachdem er aufgrund seines Impfstatus aus dem Land ausgewiesen worden war, hat gesagt, dass er lieber auf Grand-Slam-Turniere verzichten würde, als sich eine Corona-Spritze geben zu lassen. Bei den Australian Open im Januar gewann er sein 22. Grand-Slam-Turnier und stellte damit einen Rekord auf. Seit 2019 hat er weder in Indian Wells noch bei den Miami Open gespielt.

Ein Vertreter von Djokovic sagte, dass der Spieler keinen weiteren Kommentar zu seiner Abwesenheit beim Turnier in Miami abgeben werde und dass er plane, beim Sandplatzturnier Monte Carlo Masters, das am 9. April beginnt, wieder dabei zu sein. Danach wird Djokovic seine Vorbereitungen auf die French Open im Mai mit der Teilnahme an den Srpska Open im bosnischen Banja Luka fortsetzen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Cum-Ex-Skandal: Kronzeuge Steck im DWN-Interview – der Betrug, den Politik und Banken gemeinsam möglich machten
17.03.2026

Zehn Milliarden Euro Schaden, tausende Beschuldigte – und bis heute keine politische Verantwortung. Der Cum-Ex-Kronzeuge und Autor Dr....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Straße von Hormus im Krisenmodus: Globale Lieferketten geraten unter Druck
17.03.2026

Die faktische Blockade der Straße von Hormus bringt zentrale Handelsströme ins Stocken und treibt Energie- sowie Transportkosten weltweit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Entwurf zur EnWG-Reform bringt Reiche unter Druck – was das Netzpaket-Aus konkret bedeutet
17.03.2026

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche plant, den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien mit neuen Bedingungen zu versehen. Sie...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ende der Zitterpartie: EU und USA einigen sich auf neuen Zoll-Pakt
17.03.2026

Hinter den Kulissen von Brüssel und Washington wurde lange gepokert, doch jetzt steht der Kurs fest: Die EU-Parlamentspräsidentin Roberta...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lichtblick am Ende des Tunnels: Autoindustrie nimmt 2026 wieder Fahrt auf
17.03.2026

Die Schockwellen der ersten Gewinnwarnungen verrauchen langsam. Dank eines starken Schlussspurts der Audi-Gruppe zeigt das Barometer für...

DWN
Politik
Politik Sondervermögen Schulden: Milliarden werden zur Stopfung von Haushaltslöchern missbraucht
17.03.2026

Etikettenschwindel bei den Staatsfinanzen? Das Münchner Ifo-Institut wirft der Bundesregierung vor, neue Milliardenschulden massiv...

DWN
Politik
Politik Nach Iran und Venezuela: Trump erhöht massiv den Druck auf Kuba
17.03.2026

US-Präsident Donald Trump nimmt nach Teheran und Caracas nun offenbar das nächste Ziel in den Fokus: Kuba. Mit einer offen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Brennende Tanker, blockierte Routen: Wie gelangt das Golf-Öl jetzt noch zum Kunden?
17.03.2026

Die Schlagader der Weltwirtschaft ist fast zum Erliegen gekommen: Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs wagen nur noch wenige Schiffe die...