Finanzen

Investieren in die Zukunftsthemen KI, Biotechnologie und Elektromobilität

In den Bereichen Künstliche Intelligenz, Biotechnologie und Elektromobilität vollziehen sich gerade enorme Fortschritte. Wie können Privatanleger davon profitieren? Und welche Risiken birgt das?
04.07.2023 15:37
Lesezeit: 3 min
Investieren in die Zukunftsthemen KI, Biotechnologie und Elektromobilität
Ein Mitarbeiter des Biotechnologieunternehmen Miltenyi Biotec erklärt Olaf Scholz einen Zellprozessor «CliniMACS Prodigy», der menschliche Zellen gentechnisch so verändern kann, dass diese Krebs im menschlichen Körper bekämpfen können. (Foto: dpa) Foto: Bernd Wüstneck

Aktuell halten Künstliche Intelligenz (KI), Biotechnologie und Elektromobilität Einzug in unser tägliches Leben und definieren die Grenzen des Möglichen neu. Als Zukunftsthemen schlechthin stellen sie eine Vielzahl potenzieller Investitionsmöglichkeiten dar, die in den kommenden Jahren entscheidenden Einfluss auf die globalen Märkte haben könnten. In diesem Artikel werden wir diese drei Bereiche genauer betrachten, ihr Potenzial analysieren und untersuchen, wie man in diese vielversprechenden Technologien investieren kann.

Die unbegrenzten Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz

In der heutigen digitalisierten Welt ist Künstliche Intelligenz (KI) kein Fremdwort mehr. Sie hat sich längst aus den Laboren der Forschungseinrichtungen in unsere alltägliche Realität ausgebreitet. Von den personalisierten Empfehlungen, die wir auf Streaming-Plattformen bekommen, bis hin zu den Sprachassistenten in unseren Smartphones – KI ist überall.

Aber die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz gehen weit über diese alltäglichen Anwendungen hinaus. Sie revolutioniert zahlreiche Branchen und hat das Potenzial, unser Leben grundlegend zu verändern. Im Gesundheitswesen ermöglicht KI zum Beispiel die Früherkennung von Krankheiten durch die Analyse riesiger Mengen an Patientendaten. In der Produktion optimiert sie Abläufe und trägt zur Automatisierung bei. Und in der Logistik ermöglicht sie vorausschauende Planungen und effizientere Lieferketten.

Doch welches Potenzial bietet Künstliche Intelligenz für Investoren? Eines ist sicher: Die KI- Industrie wächst rasant. Laut einer Prognose von PwC könnte KI bis 2030 das globale BIP um 14 Prozent steigern, was rund 15,7 Billionen US-Dollar entspricht. Dieses Wachstum bietet natürlich auch Chancen für Investoren.

Es gibt verschiedene Wege, wie man in KI investieren kann. Dazu gehören direkte Investitionen in börsennotierte Unternehmen, die KI-Technologie entwickeln oder anwenden, sowie indirekte Investitionen durch Fonds oder ETFs, die sich auf KI konzentrieren. Zu den führenden Unternehmen in diesem Bereich gehören Tech-Giganten wie Google, Microsoft und Amazon, die erhebliche Investitionen in KI-Forschung und -Entwicklung tätigen. Aber auch kleinere Start-ups und Spezialunternehmen bieten interessante Möglichkeiten.

Trotz des enormen Potenzials gibt es jedoch auch Risiken. Technologische Veränderungen finden in der KI-Branche in rasendem Tempo statt, was zu erhöhter Volatilität führen kann. Zudem ist die Regulierung von KI ein wichtiges Thema, das zukünftige Entwicklungen beeinflussen könnte. Nicht zuletzt ist es wichtig, ethische Überlegungen zu berücksichtigen, da KI-Technologien auch Missbrauchspotenzial haben.

Biotechnologie: Der Schlüssel zu neuer Gesundheitsversorgung und Nachhaltigkeit

Die Biotechnologie befindet sich an der Schnittstelle von Naturwissenschaften und Ingenieurwesen und nutzt die lebende Materie, um Produkte zu entwickeln, die unser Leben verbessern. Sie hat das Potenzial, eine Reihe globaler Herausforderungen zu bewältigen, von Gesundheitsproblemen bis hin zu Umweltfragen. Vor allem in den Bereichen Gesundheitsversorgung und Nachhaltigkeit spielt die Biotechnologie eine zunehmend wichtige Rolle.

Im Gesundheitsbereich ist die Biotechnologie von entscheidender Bedeutung. Mithilfe modernster Technologien und einem besseren Verständnis der menschlichen Genetik tragen Biotechnologieunternehmen zur Entwicklung neuer Therapien und Medikamente bei. Genomik, personalisierte Medizin, Stammzellforschung und die Entwicklung von Biopharmazeutika sind nur einige der Bereiche, in denen die Biotechnologie entscheidende Fortschritte erzielt.

Darüber hinaus ist die Biotechnologie ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Lösungen. Sie trägt zur Entwicklung von Bioenergie und Biokraftstoffen bei, verbessert die Wasseraufbereitung und Abfallentsorgung und hilft bei der Entwicklung von umweltfreundlicheren industriellen Prozessen. Darüber hinaus ermöglicht die Biotechnologie auch Innovationen in der Landwirtschaft, wie zum Beispiel die Entwicklung von genetisch veränderten Pflanzen, die widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Umweltbedingungen sind.

All diese Fortschritte eröffnen zahlreiche Investitionsmöglichkeiten. Investoren können direkt in Biotechnologieunternehmen investieren oder sich für Fonds oder ETFs entscheiden, die auf Biotechnologie ausgerichtet sind. Dabei gibt es sowohl etablierte Unternehmen wie Amgen und Gilead Sciences, die sich durch eine stabile Performance auszeichnen, als auch neuere, wachstumsorientierte Unternehmen, die eine höhere Rendite, aber auch ein höheres Risiko bieten.

Es ist jedoch zu beachten, dass Investitionen in die Biotechnologie ihre eigenen Herausforderungen mit sich bringen. Der Sektor ist stark von regulatorischen Genehmigungen abhängig und oft ist der Erfolg eines Unternehmens eng mit dem Erfolg seiner Forschung und Entwicklung verbunden. Das bedeutet, dass Investitionen in die Biotechnologie oft ein hohes Risiko beinhalten, das aber durch das enorme Potenzial für hohe Renditen ausgeglichen werden kann.

Elektromobilität: Beschleunigung in eine nachhaltige Zukunft

Elektromobilität ist nicht nur eine technologische Innovation; sie ist eine transformative Bewegung, die das Potenzial hat, die Art und Weise, wie wir uns bewegen, grundlegend zu verändern. Mit der dringenden Notwendigkeit, die CO₂-Emissionen zu reduzieren und den Klimawandel zu bekämpfen, ist die Elektromobilität eine der führenden Technologien, die uns in eine nachhaltigere Zukunft führen können.

Die Elektromobilität hat in den letzten Jahren beachtliche Fortschritte gemacht. Die Reichweite der Fahrzeuge hat sich verbessert, die Ladeinfrastruktur hat sich ausgeweitet und die Kosten für Elektrofahrzeuge (EVs) sind gesunken. Diese Fortschritte haben zu einem starken Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge geführt. Laut einer Studie von Bloomberg New Energy Finance könnte der Anteil von EVs an den weltweit auf den Straßen zugelassenen Fahrzeugen bis 2040 bei 45 Prozent liegen.

Investitionen in die Elektromobilität bieten also große Chancen. Unternehmen wie Tesla haben sich bereits als führende Akteure auf dem Markt für Elektrofahrzeuge etabliert, aber auch traditionelle Autohersteller wie Volkswagen und General Motors sind in den Markt eingedrungen und investieren massiv in die Elektromobilität. Außerdem gibt es zahlreiche andere Unternehmen, die in verschiedenen Bereichen der Elektromobilitätskette tätig sind, wie zum Beispiel Batteriehersteller und Anbieter von Ladeinfrastruktur.

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.
Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Edelmetalle in einer neuen Marktphase

Gold über 5.500 US-Dollar, Silber über 100 US-Dollar pro Unze

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt und Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Patryk Donocik

                                                                            ***

Patryk Donocik ist ein Wirtschaftsredakteur, spezialisiert auf ETFs, Kryptowährungen und zukunftsweisende Anlagestrategien. Er verbindet analytische Tiefe mit leserfreundlicher Darstellung, um komplexe Finanzthemen verständlich zu vermitteln. Als Autor zahlreicher Fachartikel unterstützt er Anleger dabei, fundierte Entscheidungen in einer sich ständig verändernden Welt zu treffen.

DWN
Finanzen
Finanzen Trump setzt auf Kevin Warsh als Fed-Chef: Neuer Kurs für die US-Notenbank?
30.01.2026

US-Präsident Donald Trump bringt mit Kevin Warsh einen möglichen neuen Fed-Chef ins Spiel. Doch kann ein Machtwechsel die Geldpolitik...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Inflation in Deutschland steigt wieder über zwei Prozent: Lebensmittelpreise steigen
30.01.2026

Die Inflation in Deutschland zieht zu Jahresbeginn wieder an und belastet viele Verbraucher spürbar. Besonders bei Lebensmitteln steigen...

DWN
Politik
Politik Tarifverhandlungen: Verdi ruft bundesweit zu Warnstreiks im Nahverkehr auf
30.01.2026

Die Gewerkschaft ver.di hat für Montag bundesweite Streiks im kommunalen Nahverkehr angekündigt. Vielerorts dürften Busse und Bahnen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dollar unter Druck: Neue Risiken für Finanzmärkte und Weltwirtschaft
30.01.2026

Der Wertverlust des Dollars verschiebt globale Preisrelationen und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für Unternehmen und Verbraucher....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch-Gewinneinbruch: Operatives Ergebnis fast halbiert
30.01.2026

Bosch verdient so wenig wie seit Jahren nicht. Insbesondere die horrenden Kosten für die Stellenabbau-Pläne belasten den Gewinn. Der...

DWN
Finanzen
Finanzen Geldanlage: Warum Aktien langfristig keine Rendite bringen – und was Investoren tun können
30.01.2026

An den Börsen hält sich die Vorstellung, dass Geduld langfristig zum Erfolg führt. Doch was, Aktien langfristig keine Rendite bringen...

DWN
Politik
Politik US-Iran-Konflikt: Steigende Spannungen wirken sich auf den Ölpreis aus
30.01.2026

Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise spürbar steigen lassen und die geopolitischen Risiken am Energiemarkt neu in...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konjunktur: Deutsche Wirtschaft wächst Ende 2025 stärker als gedacht
30.01.2026

Nach zwei Jahren Rezession wächst die deutsche Wirtschaft 2025 wieder leicht. Das Schlussquartal fällt sogar positiver aus als erwartet....