Politik

Polizei nimmt IS-Unterstützer in Nordrhein-Westfalen fest

Die Polizei hat in Nordrhein-Westfalen sieben Festnahmen aus dem islamistischen Milieu vermeldet. Die Männer seien Unterstützer des Islamischen Staats (IS). Auch über mögliche Anschlagspläne der Männer äußerten sich die Behörden.
06.07.2023 15:07
Aktualisiert: 06.07.2023 15:07
Lesezeit: 1 min

Wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Extremistenorganisation Islamischer Staat (IS) sind in Nordrhein-Westfalen sieben Personen festgenommen worden. Bei den Männern handelt es sich um Staatsangehörige Turkmenistans, Kirgistans und Tadschikistans, wie der Generalbundesanwalt in Karlsruhe am Donnerstag mitteilte.

IS-Unterstützer in NRW festgenommen

„Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, eine terroristische Vereinigung im Inland gegründet und sich an dieser mitgliedschaftlich beteiligt zu haben“, erklärte die Bundesanwaltschaft weiter. Zudem werde ihnen die Unterstützung des IS vorgeworfen.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser sprach in Berlin von einem „bedeutenden Schlag gegen den islamistischen Terrorismus“. Diese Bedrohung „bleibt sehr akut“, die Sicherheitsbehörden hätten dies aber „fest im Blick“.

Die Festnahmen erfolgten laut Bundesanwaltschaft durch Beamte des Bundeskriminalamts, unter Beteiligung des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen. Der Zugriff sei an verschiedenen Orten in dem Bundesland erfolgt.

Verfassungsschutz half Polizei bei Ermittlungen

Die Ermittlungen seien in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Verfassungsschutz und mit Behörden in den Niederlanden geführt worden. Dort seien zeitgleich zwei weitere Personen festgenommen worden.

Die sieben in Deutschland Festgenommenen seien kurz nach Beginn des Ukrainekriegs im Februar 2022 eingereist. Sie sollen „in Deutschland öffentlichkeitswirksame Anschläge“ geplant haben. Dazu hätten die Beschuldigten in Kontakt gestanden mit Mitgliedern des regionalen IS-Ablegers „Islamischer Staat Provinz Khorasan“ (ISPK).

Zur Verübung von Anschlägen hätten sie bereits Zielobjekte in Deutschland ins Auge gefasst. „Ein konkreter Anschlagsplan bestand allerdings zum Zeitpunkt der heutigen Festnahme noch nicht“, erklärte die Bundesanwaltschaft. Die Beschuldigten sollten noch im Lauf des Tages dem Haftrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie reagiert die EZB? Inflationsrate in Eurozone steigt im Oktober auf 4,0 Prozent
04.11.2026

Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Damit entfernt sich die Teuerung...

DWN
Politik
Politik Midterms 2026: Doppelniederlage für Trumps Republikaner
04.11.2026

Zwanzig Jahre hat es gedauert, jetzt ist es wieder passiert: Trumps Republikaner verlieren Repräsentantenhaus und Senat zugleich. Selbst...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto und Finanzamt: Wo Anleger in Steuerfallen geraten – und wann Steuerhinterziehung droht
04.11.2026

Ab 2027 melden Krypto-Anbieter erstmals automatisch Transaktionsdaten an das Bundeszentralamt für Steuern – und zwar für das gesamte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Aktie: Gewinn von BMW schrumpft - Jobabbau wird ausgeweitet
04.11.2026

Am Dienstagabend erschreckt der Autobauer die Märkte mit der zweiten Gewinnwarnung im laufenden Jahr. Das liegt auch daran, dass die...

DWN
Politik
Politik Machtkampf in Polen: Warum Investoren nervös werden könnten
04.11.2026

Polizisten vor dem Verfassungsgericht, eine aufgebrochene Absperrung und ein Präsident, der sich mitten in einer nächtlichen...

DWN
Finanzen
Finanzen Continental-Aktie steigt: Conti hebt nach starkem Quartal Gewinnprognose an
04.11.2026

Große Reifen für E-Autos sorgen bei Continental für Rückenwind, teurere Rohstoffe bremsen. Nun hat der Hersteller im dritten Quartal...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo: Stimmung in der Autoindustrie springt nach oben
04.11.2026

Der Index springt um fast 30 Punkte. Zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren dreht die Einschätzung der aktuellen Lage ins Plus. Grund...

DWN
Politik
Politik Neue Angriffe auf Iran: Europas Rechnung ist bereits um 127 Milliarden Euro höher
04.11.2026

Die geschlossene Straße von Hormus wird für Europa immer teurer. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen haben...