Politik

Unser neues Magazin ist da: Kann Brüssel die Konflikte der EU überwinden?

Nächsten Juni finden wieder EU-Wahlen statt. Alle fünf Jahre haben rund 400 Millionen Europäer die Möglichkeit, die Zusammensetzung im Parlament zu bestimmen. Und diese Wahl wird eine entscheidende sein, da Europa mehrere Krisen gleichzeitig managen muss. In der neuesten Ausgabe unseres Magazins werden wir genau darauf eingehen, wo Europa als Einheit derzeit steht – und wie lange diese noch andauert.
14.09.2023 09:22
Lesezeit: 2 min
Unser neues Magazin ist da: Kann Brüssel die Konflikte der EU überwinden?
Wie stark ist der Zusammenhalt in Europa noch? (Foto: dpa) Foto: Virginia Mayo

Nächsten Juni finden wieder EU-Wahlen statt. Alle fünf Jahre haben rund 400 Millionen Europäer die Möglichkeit, die Zusammensetzung im Parlament zu bestimmen. Und diese Wahl wird eine entscheidende sein, da Europa mehrere Krisen gleichzeitig managen muss. Wir werden in diesem Magazin auf einige davon eingehen.

Das, was Europa stark gemacht hat, war der Zusammenhalt, der an mehreren Fronten zu bröckeln beginnt. Vor allem die Achse Berlin-Paris gilt als Herzstück der EU – und das nicht nur aus geografischen Gründen. Doch seit einigen Jahren driften beide Partner immer weiter auseinander. Momentan scheinen beide Länder so entfremdet wie schon ewig nicht mehr. Wir zeigen die Gründe auf.

Statt der gewünschten Einigkeit in Europa werden jedoch immer öfter tiefe Gräben sichtbar. Nach der Eurokrise, die die zum Teil erheblichen ökonomischen Unterschiede zwischen Nord und Süd in Europa zutage brachte, ist ein weiterer Riss offenbar geworden. Ein Riss, der weit tiefer geht und viel weitreichendere Unterschiede offenlegt. Es ist der Riss zwischen Ost und West.

Um die Stabilität des Euros ist es in letzter Zeit etwas ruhiger geworden, doch ein genauer Blick lohnt sich. Dieser offenbart Beunruhigendes: Eigentlich können nur noch Regelbrüche den Euro retten. Denn das Eurosystem kann der wachsenden Verschuldung nicht mehr standhalten. Nur eine verstärkte Umverteilung in den Süden unter Umgehung der Maastricht-Regeln kann den Euro noch eine Zeitlang über Wasser halten.

Was uns zu den wirtschaftlichen Sorgenkindern Europas führt. Hätte man das vor einigen Jahren vorausgesagt, es hätte einem wohl schwer jemand geglaubt. Doch aktuell ist Deutschland wieder der „kranke Mann Europas“ – und auch Ungarn steckt in großen Schwierigkeiten. Die Probleme beider Länder sind total unterschiedlich – und doch sehr ähnlich zugleich.

Obwohl die EU – einst mit sechs Gründungsmitgliedern gestartet – mittlerweile 27 Mitglieder hat, gibt es noch immer einen weißen Fleck auf der europäischen Landkarte: den Balkan. Gerade deswegen hat das jüngste EU-Mitglied Kroatien eine besondere geostrategische Bedeutung für Brüssel .

Doch es gibt auch gute Nachrichten: Der Brexit – und der einhergehende Streit beider Parteien – beschäftigte Europa lange Zeit. Doch drei Jahre nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU und einer darauffolgenden Phase tiefer Verunsicherung gibt es jetzt neue Hoffnung in den deutsch-britischen Handelsbeziehungen. Das hat mehrere Gründe: neuer Realismus in London und auch in Brüssel.

Die gesamte DWN-Redaktion wünscht Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.

Jennifer Bendele

Chefredakteurin

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft: Industrie hebt Wachstumsprognose deutlich an
18.09.2026

Die Hoffnungen auf eine wirtschaftliche Erholung in Deutschland wachsen. Der BDI hebt seine Prognose für 2026 deutlich an, warnt zugleich...

DWN
Immobilien
Immobilien Wohnungsbau in Deutschland: Baugenehmigungen legen weiter zu
18.09.2026

Beim Wohnungsbau gibt es neue Anzeichen für eine Erholung. Seit Jahresbeginn werden deutlich mehr Wohnungen genehmigt, doch für Bauherren...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft 25 Milliarden Euro bis 2030: Bundesregierung und KfW fordern mehr Wagniskapital für Start-ups
18.09.2026

Die schwarz-rote Koalition schaltet gemeinsam mit der Förderbank KfW bei der WIN-Initiative einen Gang höher. Durch bessere...

DWN
Politik
Politik Deutschland vergreist: Kinderwunsch sinkt – das sind die Folgen
18.09.2026

In Deutschland sinkt nicht nur kontinuierlich die Geburtenrate, sondern erstmals seit vielen Jahren sogar auch der Wunsch nach eigenen...

DWN
Politik
Politik Ursula von der Leyen Rede: Europas neuer Kurs ohne Trump
18.09.2026

Donald Trump kommt nicht einmal vor, dafür kündigt Ursula von der Leyen weitreichende Pläne für Kanada, China und Europas Sicherheit...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Wall Street erholt sich nach Fed-Zinserhöhung
17.09.2026

Nach turbulenten Tagen fassen die Anleger wieder Mut – das sind die wichtigsten Treiber der jüngsten Kursbewegung.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Landgericht Frankfurt entscheidet: Meta muss für betrügerische Social-Media-Anzeigen haften
17.09.2026

Fake-Werbung auf Plattformen wie Facebook und Instagram bleibt für Meta nicht länger ohne rechtliche Folgen. Nach einer Entscheidung des...

DWN
Politik
Politik Unerwartete Wende: Russland behält Kontrolle über wichtige Basen am Mittelmeer
17.09.2026

Nach dem Sturz von Bashar al-Assad schien Russlands militärische Präsenz in Syrien infrage zu stehen. Doch nun zeigt sich eine...