Finanzen

Goldpreis nähert sich Allzeit-Höchststand

Der Preis für Gold klettert deutlich über die Marke von 2.000 Dollar und nähert sich seinem Allzeit-Höchststand.
27.11.2023 09:45
Aktualisiert: 27.11.2023 09:45
Lesezeit: 1 min
Goldpreis nähert sich Allzeit-Höchststand
Der Goldpreis nähert sich wieder seinem Allzeit-Hoch. (Foto: dpa) Foto: Heraeus

Der Goldpreis ist am Montag weiter über 2000 US-Dollar gestiegen und hat den höchsten Stand seit einem halben Jahr erreicht. Am frühen Morgen wurde eine Feinunze (31,1 Gramm) an der Börse in London bei 2014 US-Dollar gehandelt. So teuer war das Edelmetall seit dem vergangenen Mai nicht mehr. Am Markt wurde der jüngste Anstieg des Goldpreises mit Konjunktursorgen erklärt.

Der Anstieg des Goldpreises unterstreiche die "Markterwartungen auf schwächere Konjunkturdaten", heißt es in einer Einschätzung der Dekabank. In der Eurozone gilt die Sorge vieler Anleger vor allem der deutschen Wirtschaft, die nicht aus der Flaute herausfindet. Zudem hat das Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts für zusätzliche Unsicherheit gesorgt.

Antreiber Anleihemarkt

Auch am Anleihemarkt sehen Beobachter Faktoren, die hinter dem Preisanstieg stehen. Marktbeobachter verwiesen aber auch auf die jüngste Entwicklung für Renditen von Staatsanleihen. Seit Oktober sind die Renditen spürbar gesunken, nachdem sich das Ende der Zinserhöhungen führender Notenbanken abgezeichnet hat und am Markt verstärkt auf Zinssenkungen im kommenden Jahr spekuliert wird. Fallende Renditen für Staatsanleihen sorgen für eine geringere Nachfrage nach den festverzinslichen Papieren. Viele Anleger setzen daher verstärkt auf Anlagen in Gold.

Mit dem aktuellen Kursanstieg bewegt sich der Goldpreis weiter in Richtung Rekordhoch. Den höchsten Stand hatte die Notierung im Sommer 2020 erreicht, bei 2075 Dollar je Unze.

"Die Edelmetalle feiern gerade ein beeindruckendes Comeback", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. "Das liegt allerdings nicht nur an der Nachfrage, sondern vor allem am aktuell schwächeren Dollar."

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien steigen kräftig, während die Ölpreise sinken
21.09.2026

Ein ereignisreicher Handelstag bringt überraschende Bewegungen in die globalen Finanzmärkte.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
21.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Politik
Politik Blackrock-Vize: Europa braucht vier Schlüssel gegen die USA-Abhängigkeit
21.09.2026

Philipp Hildebrand, Vizechef von Blackrock und früherer Schweizer Notenbankchef, sieht in der KI-Entwicklung eine historische Chance. Der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nestlé Russland: Kreml übernimmt Kontrolle über deutsche Beteiligungen
21.09.2026

Putin greift erneut auf das Vermögen eines westlichen Großkonzerns zu. Diesmal trifft es Nestlé und auch Beteiligungen der Nestlé...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ruhestand vorbereiten: Warum Männer nach der Karriere in die Krise geraten
21.09.2026

34 Jahre lang bestimmte der Terminkalender sein Leben. Dann war Anders Kretzschmar plötzlich Rentner und musste erst lernen, selbst über...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Holyvolt: Was das Batterie-Startup von Elon Musk gelernt hat
21.09.2026

Holyvolt will schaffen, woran andere Batterieprojekte gescheitert sind: Produktion skalieren, Kosten beherrschen und zugleich eine neue...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ifo-Umfrage: Bürokratie ist Standortproblem Nummer eins in Deutschland
21.09.2026

Bürokratie gilt für deutsche Unternehmen als größtes Standortproblem und übertrifft Energie- sowie Arbeitskosten deutlich. Eine...

DWN
Politik
Politik AfD vorn, CDU draußen: Wie es jetzt in Mecklenburg-Vorpommern weitergeht
21.09.2026

Ein dramatischer Wahlabend stellt Mecklenburg-Vorpommern politisch neu auf. Während AfD und SPD das Rennen bestimmen, entscheiden...