Unternehmen

Piloten bei Lufthansa-Tochter Discover im Warnstreik

Fluggäste des Lufthansa-Ferienfliegers Discover mussten um ihren Weihnachtsurlaub bangen. Doch die Airline federte die Folgen eines fünfstündigen Warnstreiks ihrer Piloten ab.
23.12.2023 14:34
Aktualisiert: 23.12.2023 14:34
Lesezeit: 1 min
Piloten bei Lufthansa-Tochter Discover im Warnstreik
Am Check-In-Bereich vom Rhein-Main-Flughafen sind zahlreiche Passagiere unterwegs. Einen Tag vor Weihnachten hat die Pilotengewerkschaft Cockpit (VC) zu einem Pilotenstreik beim Lufthansa-Ferienflieger Discover Airlines aufgerufen. (Foto: dpa) Foto: Helmut Fricke

Einen Tag vor Heiligabend hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) die Lufthansa-Tochter Discover Airlines bestreikt. Der auf fünf Stunden beschränkte Warnstreik blieb am Samstag aber für die meisten Passagiere ohne schwerwiegende Folgen: Das Unternehmen hatte nach der Streikankündigung einen alternativen Flugplan gestrickt.

In dem Arbeitskampf geht es um den ersten Tarifvertrag für Piloten der vor gut zwei Jahren gegründeten Fluggesellschaft, die aus den Lufthansa-Drehkreuzen Frankfurt und München operiert. Die VC hatte zuvor eine Hinhaltettaktik des Arbeitgebers beklagt.

Lufthansa will einspringen

In Frankfurt wurden am Morgen einige Kurz- und Mittelstreckenflüge vor die Streikzeit verlegt, was auch zu früheren Rückflügen aus den Ferienzielen führte. Die Flüge in München sollten von der Muttergesellschaft Lufthansa erledigt werden.

«Durch Anpassungen im Flugplan und die Vorverlegung sowie Verspätung von einzelnen Flügen, mussten keine Flüge von Discover Airlines streikbedingt abgesagt werden», teilte Discover nach dem Warnstreik mit. Die Airline bat betroffene Fluggäste um Entschuldigung. Man arbeite mit Hochdruck daran, einzelne Gäste umzubuchen und alle betroffenen Passagiere rechtzeitig in den Weihnachtsurlaub oder nach Hause zu bringen.

Anlass für den Warnstreik waren laut Gewerkschaft die festgefahrenen Verhandlungen um den ersten Tarifvertrag bei dem Flugbetrieb. Arbeitgeber und Gewerkschaft seien zwischenzeitlich auf einem guten Weg gewesen, zumindest eine Teileinigung erzielen zu können, hatte die VC erklärt. Die Arbeitgeber hätten aber bis zuletzt «eine Hinhaltetaktik angewandt, indem sie Zugeständnisse wieder vom Tisch zogen und gleichzeitig neue Bedingungen für eine Tarifierung forderten», kritisierte die VC. Man brauche sichere Rahmenbedingungen für das Cockpit-Personal.

Das Unternehmen hatte hingegen von «sehr guten fortgeschrittenen Gesprächen» berichtet. Man sei auf der Zielgeraden zum Abschluss eines Tarifvertrages. «Es lagen bereits Teileinigungen vor und die klare Intention, zeitnah im Januar weiter zu verhandeln und rasch zum Abschluss zu kommen», sagte eine Sprecherin. Lösungen könnten nur am Verhandlungstisch gefunden werden und man sei jederzeit zur Fortsetzung der gemeinsamen Gespräche bereit. (dpa)

 

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Immobilien
Immobilien 95 Jahre Empire State Building: Eine Ikone feiert Jubiläum
01.05.2026

Seit Jahrzehnten prägt das Empire State Building die Skyline von New York. Millionen Besucher strömen jedes Jahr dorthin. Zum 95....

DWN
Politik
Politik Tankrabatt startet am 1. Mai: Das sparen Autofahrer wirklich
01.05.2026

Am 1. Mai sinken die Steuern auf Benzin und Diesel. Dann gilt der Tankrabatt, mit dem die Bundesregierung die Steuern auf Kraftstoffe...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Souveräne Cloud: Warum Unternehmen die Kontrolle über ihre Daten zurückholen
01.05.2026

Die souveräne Cloud bringt mehr Kontrolle über die Daten, aber auch neue Fragen zu Kosten, Architektur und Abhängigkeit von Anbietern.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street beendet den Monat auf einem Hoch
30.04.2026

Was hinter der außergewöhnlichen Rallye steckt und warum dieser Börsenmonat in Erinnerung bleiben wird.

DWN
Politik
Politik Deutschland rüstet auf: Merz setzt auf europäische Führungsrolle
30.04.2026

Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben massiv und stellt damit die Machtbalance in Europas Sicherheitspolitik neu zur Disposition....

DWN
Politik
Politik Rente als Basisabsicherung? Rente nicht mehr sicher - Altersarmut auf Ansage
30.04.2026

Der Bundeskanzler löst mit seiner Aussage, dass die staatliche Rente als eine „Basisabsicherung“ nicht mehr reichen wird, große...

DWN
Politik
Politik Moskau droht mit Konsequenzen: Selenskyj provoziere Atomkrieg
30.04.2026

Das russische Außenministerium hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj das Heraufbeschwören eines Atomkriegs vorgeworfen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisschock vor der Entlastung: Historischer Sprung an den Zapfsäulen
30.04.2026

Eigentlich sollten Autofahrer ab Mitternacht durch den neuen Tankrabatt aufatmen können – doch kurz vor dem Start der Steuersenkung...