Wirtschaft

Deutsche Autobauer dank Exportaussichten wieder optimistischer

Die Stimmung in der deutschen Autoindustrie hellt sich langsam wieder auf. Die Autobauer blicken weniger düster in die Zukunft als noch vor einigen Monaten.
03.04.2024 11:01
Aktualisiert: 03.04.2024 13:36
Lesezeit: 2 min
Deutsche Autobauer dank Exportaussichten wieder optimistischer
Die Zukuntserwartungen der deutschen Autobauer bessern sich - vor allem dank des Exportgeschäfts. (Foto: dpa)

Bessere Exportaussichten heben die Stimmung in der deutschen Autoindustrie. Der entsprechende Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts stieg im März auf den höchsten Wert seit vergangenem Mai. Mit minus 5,8 Punkten lag er um 4,1 höher als im Februar, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Mittwoch mitteilten.

„Die deutsche Automobilbranche scheint nun endgültig das konjunkturelle Tief vom zweiten Halbjahr 2023 verlassen zu haben und sieht wieder zuversichtlicher in die Zukunft“, kommentiert Ifo-Expertin Anita Wölfl.

Geschäftsaussichten weiter negativ, Exporte machen Hoffnung

Nachhaltiger Optimismus sieht jedoch anders aus, wie ein Blick auf die nachfolgende Grafik verdeutlicht.



Die Geschäftserwartungen für den Autosektor haben sich zwar mit minus 18,7 deutlich von den vorherigen minus 29,5 verbessert, aber unterm Strich bleiben die Zukunftserwartungen deutlich negativ. Zudem verschlechterte sich die Beurteilung der aktuellen Lage leicht von 11,9 auf 8,1 Punkte. Gleichzeitig gibt es Entlassungswellen bei den Zulieferbetrieben.

Besonders positiv fielen die Exportaussichten aus, die um 23,7 auf plus 13,8 Punkte zulegten und damit den negativen Bereich verließen. Es handelt sich um den besten Wert seit April 2023. Ein Grund dafür dürfte die positive Entwicklung in den USA und China sein, den zwei wichtigsten Absatzmärkten der deutschen Autoindustrie, so die Ifo-Forscher.

Lieferketten robuster

Außerdem macht eine bessere Versorgung mit Vorprodukten Hoffnung für die Zukunft. Die Lieferketten seien zuletzt erheblich stabiler geworden. „Hier scheinen sich die Anstrengungen bezahlt zu machen, die die deutsche Automobilindustrie seit der Pandemie unternommen hat, um die Lieferketten widerstandsfähiger zu gestalten“, sagt Wölfl.

Vergangenes Jahr war die Stimmung in der deutschen Autoindustrie deutlich abgesackt. Vor allem die Geschäftserwartungen hatten sich stark eingetrübt und lagen zeitweise negativer als auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Seit Ende 2023 weist der Trend allerdings wieder nach oben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Die wirtschaftlichen Aspekte von kostenlosen Testversionen und wiederkehrenden Zahlungen

Kostenlose Testversionen sind der erste Schritt im Marketing. Damit können Nutzer einen Dienst ausprobieren, bevor Geld fließt und die...

DWN
Finanzen
Finanzen Frankreich zieht Goldreserven aus den USA ab: Welche Folgen hat das für Europa?
08.04.2026

Frankreich ordnet seine Goldreserven neu und verlagert zentrale Bestände aus den USA nach Europa. Steht Europa damit vor einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Energiepreis-Entlastung: Streit in der Koalition verschärft sich
08.04.2026

Die Hoffnung auf sinkende Energiepreise nach geopolitischer Entspannung erfüllt sich bislang nicht. Stattdessen rückt die...

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis aktuell unter Druck: Märkte reagieren auf Feuerpause
08.04.2026

Nach politischen Signalen der Entspannung fällt der Ölpreis aktuell deutlich. Anleger reagieren nervös, während Unsicherheiten weiter...

DWN
Politik
Politik Trump droht mit 50-Prozent-Zöllen gegen Iran-Partner – das könnten die Folgen sein
08.04.2026

Mit drastischen 50-Prozent-Zöllen erhöht Donald Trump den Druck auf Irans Unterstützer. Gleichzeitig kündigt er weitreichende...

DWN
Politik
Politik Ungarn vor entscheidenden Wahlen: Orbán setzt gleichzeitig auf die USA und Russland
08.04.2026

Viktor Orbán verschärft im Wahlkampf seinen außenpolitischen Kurs und setzt zugleich auf Unterstützung aus Washington und Moskau....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Netflix verliert Verfahren in Italien: Drohen Milliarden-Rückforderungen?
08.04.2026

Das Urteil eines italienischen Gerichts setzt Netflix in Europa unter juristischen Druck. Könnte der Fall eine Welle neuer Verfahren...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto-Wallet-Vergleich: So verwalten Sie Bitcoin & Co. sicher – die besten digitalen Geldbörsen
08.04.2026

In digitalen Geldbörsen verwalten Nutzer Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ether und bewahren sie sicher auf. Doch welches Krypto-Wallet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Exporteure: Wachstum erwartet – doch Risiken für Exporte steigen
08.04.2026

Die deutsche Exportwirtschaft trotzt internationalen Konflikten und blickt weiterhin nach vorn. Doch steigende Risiken in Lieferketten und...