Immobilien

Zensus 2022: Die Mehrheit der Familien lebt im eigenen Zuhause

Wie wohnen die Deutschen? Der Zensus 2022 liefert umfassende Daten zu Eigentum, Wohnfläche und der Situation allein lebender Seniorinnen und Senioren.
16.08.2024 10:20
Lesezeit: 2 min

Eine große Anzahl der Familien in Deutschland lebt in ihrem eigenen Zuhause. Laut den Erhebungen des Zensus 2022 wohnten zum Stichtag 15. Mai 2022 etwa 12,4 Millionen Familien (57 Prozent) im selbst genutzten Eigentum. Zum Vergleich: 2011 lag dieser Anteil bei 56 Prozent. "Zu Familien zählen im Zensus 2022 Paare ohne und mit Kindern sowie alleinerziehende Elternteile mit Kindern", erläuterten die Statistiker. Bei Paaren mit Kindern betrug der Anteil jener, die in einem eigenen Heim lebten, 62 Prozent.

Regionale Unterschiede sind hier deutlich erkennbar: So lebten Paare mit Kindern im Saarland besonders häufig (74 Prozent) im Eigenheim, während in Berlin lediglich 25 Prozent der Paare in ihren eigenen vier Wänden wohnten.

Sechs Prozent der Familien nutzen mehr als 200 Quadratmeter Wohnfläche

Der Zensus 2022 bietet auch Einblicke in die genutzte Wohnfläche, unabhängig davon, ob es sich um Eigentum oder Mietobjekte handelt. Zum Stichtag lebten sieben Prozent der Familien auf 40 bis 59 Quadratmetern. Jeweils 19 Prozent verfügten über 60 bis 79 Quadratmeter oder 80 bis 99 Quadratmeter. 15 Prozent der Familien bewohnten 100 bis 119 Quadratmeter, und weitere 15 Prozent lebten auf 120 bis 139 Quadratmetern.

Zehn Prozent hatten 140 bis 159 Quadratmeter zur Verfügung, fünf Prozent lebten auf 160 bis 179 Quadratmetern. Drei Prozent nutzten 180 bis 199 Quadratmeter Wohnfläche. Sechs Prozent der Familien lebten auf 200 Quadratmetern oder mehr.

Mehr allein lebende Senioren im Osten Deutschlands

Fast jeder siebte Haushalt (15,1 Prozent) in Deutschland wurde laut dem Zensus 2022 von allein lebenden Seniorinnen oder Senioren bewohnt. 2011 lag dieser Anteil bei nur 12,5 Prozent der Haushalte (4,7 Millionen). Senioren sind im Zensus 2022 als Personen definiert, die bis zum Stichtag das 65. Lebensjahr erreicht hatten.

In den östlichen Bundesländern Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Thüringen lag der Anteil mit jeweils 17 Prozent über dem Durchschnitt. Niedriger war dieser Wert in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, wo etwa 14 Prozent aller Haushalte allein lebende Senioren zählten. In kreisfreien Städten wie Suhl bewohnte fast jeder fünfte Haushalt (21 Prozent) eine allein lebende Seniorin oder ein allein lebender Senior. In Mainz und Heidelberg lag der Anteil jedoch nur bei 12 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ölreserven unter Druck: Wie lange reichen die globalen Vorräte noch?
26.05.2026

Die Märkte bleiben ruhig, obwohl ein erheblicher Teil der globalen Ölproduktion ausfällt. Der Grund sind die Ölreserven, doch dieser...

DWN
Finanzen
Finanzen Morningstar nennt 5 Favoriten: US-Aktien für geduldige Anleger
26.05.2026

Der US-Marktstratege David Sekera nennt fünf Unternehmen, in die sich aus seiner Sicht langfristig investieren lässt. Einige...

DWN
Finanzen
Finanzen Leitzins: EZB bereitet offenbar Erhöhung vor
26.05.2026

Der Iran-Krieg treibt Energiepreise und Inflation im Euroraum weiter nach oben. Nun signalisiert die EZB höhere Prognosen und bereitet die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Warum Deutschland seine besten Start-ups zu früh verliert
26.05.2026

Technologische Exzellenz allein reicht nicht aus: Entscheidend ist ein frühes Zusammenspiel von Kapital, Marktkenntnis und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kritische Rohstoffe: Europas unterschätzter Machtfaktor
26.05.2026

Lange Zeit galt die Globalisierung als Garant für Wohlstand und Stabilität. In einer vernetzten Welt, so die Theorie, würde der freie...

DWN
Politik
Politik Trump-Strategie zerlegt Amerikas Macht in Echtzeit
26.05.2026

Donald Trump sendet an China ein Signal, das kaum gefährlicher sein könnte. In der Taiwan-Frage rückt er von jener Abschreckung ab, auf...

DWN
Panorama
Panorama Pflegeversichung: Kinderlose sollen höheren Pflegebeitrag zahlen
26.05.2026

Die Finanzlage der Pflegeversicherung spitzt sich dramatisch zu. Jetzt prüft die Bundesregierung höhere Beiträge für Kinderlose – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn der EURIBOR steigt, wird die Mathematik weniger freundlich
26.05.2026

Der EURIBOR steigt wieder und signalisiert, dass die Zeit des billigen Geldes nicht zurückkehrt. Für Immobilienkäufer, Unternehmen und...