Politik

Grönlands Regierungschef bei Fox-News: "Möchten kein Teil der USA werden"

Donald Trump hat ein Auge auf Grönland geworfen. Im Interview mit Fox News äußerte sich Grönlands Regierungschef Múte B. Egede nun zu den Begehrlichkeiten des künftigen US-Präsidenten.
17.01.2025 11:54
Aktualisiert: 17.01.2025 11:54
Lesezeit: 1 min

Grönlands Regierungschef Múte B. Egede hat in einem Interview mit dem US-Sender Fox News die Perspektive Grönlands zu den geäußerten Begehrlichkeiten des designierten US-Präsidenten Donald Trump dargelegt. Egede betonte, dass die Grönländer selbst über ihre Zukunft entscheiden und kein Teil der USA werden möchten. Gleichzeitig zeigte er sich offen für eine vertiefte Zusammenarbeit, besonders im Bereich des Abbaus von Bodenschätzen.

Regierungschef Múte B. Egede: "Grönland möchte nicht Teil der USA sein"

„Wir wollen keine Dänen sein. Wir wollen auch keine Amerikaner sein. Wir wollen Grönländer sein“, erklärte Egede. Es gebe jedoch zahlreiche Bereiche, in denen man mit den USA zusammenarbeiten könne, insbesondere bei Themen wie Verteidigung und Sicherheit. Zudem sei man offen für US-Investitionen im Bereich des Mineralienabbaus auf Grönland, sagte er im Hinblick auf die großen Mengen unerschlossener Rohstoffe, die die Insel besitzt.

Zum Ende des Interviews stellte Egede noch einmal klar: „Ich denke, es ist wichtig zu betonen: Grönland möchte Kooperationen, Grönland möchte eine starke Partnerschaft. Aber Grönland möchte nicht Teil der USA sein."

Grönland geopolitisch wichtig für die USA

Grönland genießt weitgehende Autonomie, gehört jedoch offiziell zum Königreich Dänemark. Die größte Insel der Erde, die aufgrund ihrer strategischen Lage in der Arktis von Bedeutung ist, hatte bei Trump Begehrlichkeiten geweckt, die dieser in den letzten Monaten immer wieder mit drastischen Aussagen unterstrichen hatte. Trump hatte auch militärische und wirtschaftliche Maßnahmen nicht ausgeschlossen, um Kontrolle über Grönland zu erlangen.

In Dänemark wird versucht, die Spannungen mit dem Nato-Partner USA diplomatisch zu lösen. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hatte in einem Telefonat mit Trump in dieser Woche auf die Aussagen von Egede verwiesen, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe und dass die Insel selbst über ihre Unabhängigkeit entscheiden werde.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Der wachsende Trend zu flexiblen Konsumausgaben bei deutschen Verbrauchern

Deutsche Haushalte verändern ihr Ausgabeverhalten grundlegend. Wo früher feste Sparpläne und monatliche Budgets den Alltag bestimmten,...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Sandisk und SK Hynix unter den zulegenden Chip-Aktien, während S&P 500 Rekordhoch erreicht
13.08.2026

Spannung an den US-Börsen: Erfahren Sie, welche überraschenden Entwicklungen die Märkte am Donnerstag bewegten.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft vor der Wende: Warum ausgerechnet Saab neue Hoffnung macht
13.08.2026

Deutschlands Autobauer bauen Stellen ab, doch gleichzeitig wächst die Wirtschaft stärker als erwartet. Neue Startups, mehr Kapitalmarkt...

DWN
Technologie
Technologie Elon Musk und die KI: Wer regiert bald die Welt?
13.08.2026

Elon Musk warnt vor KI, Bürgerkrieg und dem Aufstieg neuer Supermächte – doch zugleich verkörpert er selbst die beispiellose Macht der...

DWN
Politik
Politik NATO-Reform: Saluschnyj erklärt das mächtigste Militärbündnis der Welt für überholt
13.08.2026

Die Ukraine wollte jahrelang von der NATO lernen. Nun erklärt ihr früherer Oberbefehlshaber das Bündnis für militärisch überholt und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trockenheit kostet Landwirte 600 Millionen Euro
13.08.2026

Die Dürre hinterlässt auf deutschen Feldern deutliche Spuren: Millionen Tonnen Getreide und Raps sind bereits verloren. Für Verbraucher...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien unter Druck: Milliardenverlust zeigt die verborgene Gefahr
13.08.2026

Ein gefeierter Tech-Investor setzte mit gewaltigem Hebel auf KI-Aktien und verlor innerhalb weniger Wochen rund 35 Milliarden US-Dollar....

DWN
Politik
Politik Rentensplitting statt Witwenrente: Steht die Hinterbliebenenrente vor dem Aus?
13.08.2026

Im Rahmen der Rentenreform steht plötzlich auch die Witwenrente zur Diskussion. Ein Expertenvorschlag: Ein verpflichtendes Rentensplitting...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo ES90 im Test: Ein guter Grund, den Deutschen Lebewohl zu sagen?
13.08.2026

Der Volvo ES90 ist kein Elektroauto für Käufer, die möglichst günstig in die Premiumklasse einsteigen wollen. Doch wer Komfort,...