Politik

Rentenerhöhung 2025: Um so viel Prozent sollen die Renten steigen

Die Renten in Deutschland steigen zum 1. Juli und folgen damit den gestiegenen Löhnen. Vor den anstehenden Sondierungen mit der CDU/CSU betonte Sozialminister Hubertus Heil zudem die Notwendigkeit, das Rentensystem zu modernisieren.
06.03.2025 14:09
Aktualisiert: 06.03.2025 14:09
Lesezeit: 1 min
Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Rentenerhöhung 2025: Rentenanpassungen orientieren sich an der Entwicklung der Löhne und Gehälter

Die Löhne in Deutschland sind in den vergangenen Monaten deutlich gestiegen, und dieser Trend wirkt sich auch auf die Renten aus. Ab dem 1. Juli dieses Jahres sollen die Renten erhöht werden, wie Sozialminister Hubertus Heil mitteilte. Der SPD-Politiker bestätigte eine Rentenerhöhung 2025 um 3,74 Prozent mit der Süddeutschen Zeitung. Die Erhöhung liegt über der aktuellen Inflationsrate. „Voriges Jahr ist der Arbeitsmarkt trotz aller Krisen stabil geblieben, und es hat ordentliche Lohnabschlüsse gegeben“, erklärte Heil. „Die Rentnerinnen und Rentner haben sich das verdient.“

Grundsätzlich orientieren sich die Rentenanpassungen an der Entwicklung der Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer aus dem Vorjahr – ein Mechanismus, der gesetzlich festgelegt ist.

Renten als Thema in den Sondierungen

Als Mitglied des SPD-Sondierungsteams sieht Heil die Rente als zentrales Gesprächsthema. „Ich habe dem CDU-Wahlprogramm entnommen, dass es ein gemeinsames Anliegen ist, Menschen nach einem Leben voller Arbeit im Alter ordentlich abzusichern“, sagte er.

Die SPD setzt sich dafür ein, das Rentenniveau langfristig bei 48 Prozent gesetzlich zu verankern, was eine mögliche Erhöhung der Rentenbeiträge zur Folge haben könnte. Die Union hingegen verfolgt das Ziel, die Sozialbeiträge insgesamt nicht weiter steigen zu lassen. Derzeit betragen sie für Rente, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung rund 42 Prozent, die Union strebt eine Senkung auf etwa 40 Prozent an.

Lob für Infrastruktur-Finanzierung

Zudem äußerte sich Heil positiv über die Vereinbarungen mit der Union zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten. „Mit dem Sondervermögen Infrastruktur können wir den Ausbau von Ganztagsbetreuung, Ganztagsschulen und Kitas unterstützen“, erklärte er.

Mit Blick auf die weiteren Sondierungsgespräche betonte Heil, dass noch viel Arbeit vor den Verhandlungsteams liege. „Wir müssen Einwanderung und Migration vernünftig sortieren, das Land modernisieren, Bürokratie abbauen, schneller und digitaler werden“, so Heil. Geld allein reiche nicht aus, vielmehr müssten auch Strukturen angepasst werden. „Das werden noch harte Verhandlungen.“ Dennoch zeigte sich Heil optimistisch: „Aber ich werbe dafür, dass es gelinge.“

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
X

DWN Telegramm

Verzichten Sie nicht auf unseren kostenlosen Newsletter. Registrieren Sie sich jetzt und erhalten Sie jeden Morgen die aktuellesten Nachrichten aus Wirtschaft und Politik.
E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und erkläre mich einverstanden.
Ich habe die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

Ihre Informationen sind sicher. Die Deutschen Wirtschafts Nachrichten verpflichten sich, Ihre Informationen sorgfältig aufzubewahren und ausschließlich zum Zweck der Übermittlung des Schreibens an den Herausgeber zu verwenden. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht. Der Link zum Abbestellen befindet sich am Ende jedes Newsletters.

DWN
Finanzen
Finanzen Saab-Aktie: Neue Drohnenkiller-Rakete Nimbrix soll den Markt revolutionieren
31.08.2025

Saab hat eine neue Waffe entwickelt, die Drohnen und ganze Schwärme zerstören soll. Mit dem Projekt „Nimbrix“ hofft der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Zwischen Stagnation und Rezession: Was es konkret heißt, dass die deutsche Wirtschaft schrumpft
31.08.2025

Deutschlands Wirtschaft steckt weiter fest: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpft stärker als erwartet, die Rezession dauert an. Während...

DWN
Immobilien
Immobilien House Flipping: Wie Sie mit sanierungsbedürftigen Objekten Geld machen können
31.08.2025

Der USA-Trend findet auch hierzulande immer mehr Anklang: Beim House Flipping geht es darum, möglichst günstig Immobilien zu erwerben,...

DWN
Technologie
Technologie Fachkräftemangel? Roboter bauen schon heute Häuser – schneller, günstiger, sicherer
31.08.2025

Die Baustelle der Zukunft: Roboter, Drohnen und autonome Helfer übernehmen Aufgaben rund um den Bau – präzise, effizient und 24 Stunden...

DWN
Politik
Politik Was will Trump, der „amerikanische Erdogan“?
31.08.2025

Donald Trump greift die Fed und Amerikas Institutionen frontal an – mit Folgen, die weit über die USA hinausreichen. Droht Europa ein...

DWN
Politik
Politik Trump-Krise: Rebellion im Herzen der MAGA-Bewegung
31.08.2025

Donald Trump sieht sich mit der größten internen Rebellion seiner Amtszeit konfrontiert. Der Epstein-Skandal droht, seine Machtbasis in...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienerwerb: Umfrage offenbart Wissenslücken beim Immobilienkauf
31.08.2025

Der Kauf eines Hauses oder einer Wohnung kann schnell Hunderttausende Euro kosten, doch viele Menschen kennen wichtige Bedingungen nicht....

DWN
Finanzen
Finanzen Polen setzt auf Atomenergie: Orlen verspricht den Bau des ersten SMR-Reaktor Europas
31.08.2025

Polen baut Europas ersten Small Modular Reactor (SMR) vom Typ BWRX-300. Während Warschau auf Kernkraft setzt, könnte Deutschland bald...