Politik

US-Regierung droht Shutdown – Schumer warnt vor parteipolitischer Blockade

Der US-Senat steht vor einer wegweisenden Abstimmung, die das Risiko eines Regierungsstillstands birgt. Laut dem Minderheitsführer der Demokraten, Chuck Schumer, fehlt es in den Reihen der Demokraten an ausreichender Unterstützung, um den vom Repräsentantenhaus verabschiedeten Finanzierungsvorschlag – der den Staat bis zum 30. September finanziell absichern soll – auch im Senat zu verabschieden.
13.03.2025 15:32
Lesezeit: 1 min
US-Regierung droht Shutdown – Schumer warnt vor parteipolitischer Blockade
Déjà-vu im US-Kapitol? Der US-Kongress hat im Oktober 2023 einen befürchteten Stillstand der Regierungsgeschäfte kurz vor Ablauf der Frist abgewendet. (Foto: dpa) Foto: Branden Camp

Demokraten stellen sich quer

Der Minderheitsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, deutete an, dass ein Stillstand der Regierungsgeschäfte am Samstag kaum noch abzuwenden sei. Das renommierte Wall Street Journal berichtet, dass unter den Demokraten nicht genügend Unterstützung vorhanden sei, um den Vorschlag aus dem Repräsentantenhaus durch den Senat zu bringen.

Das Gesetz würde die Finanzierung des Staates bis zum 30. September sicherstellen – doch Schumer erklärte, dass die Republikaner „nicht genügend Stimmen im Senat“ hätten, um den Vorschlag durchzusetzen. Mit dieser Äußerung machte er deutlich, dass die Demokraten den Gesetzesentwurf blockieren werden.

Statt eine parteiübergreifende Lösung anzustreben, werfen die Demokraten den Republikanern vor, einen „parteipolitischen Weg“ gewählt zu haben, ohne auf ihre Forderungen einzugehen.

Schumers Alternativplan: Eine Verzögerung statt einer Lösung

Anstelle des verabschiedeten Finanzierungsgesetzes schlägt Schumer lediglich eine kurzfristige Lösung vor, die den Staat lediglich für einen Monat weiter finanzieren würde. „Ich hoffe, dass meine republikanischen Kollegen sich uns anschließen, um einen Shutdown zu verhindern“, erklärte er.

Doch während die Demokraten eine schnelle Einigung verhindern, haben die Republikaner im Repräsentantenhaus ihren Teil der Arbeit bereits erledigt. Am Dienstag verabschiedeten sie ihren Finanzierungsvorschlag und verließen daraufhin Washington. Damit blieb dem Senat die Wahl, das Gesetz entweder anzunehmen oder einen Regierungsstillstand zu riskieren.

Die Zeit drängt: Sollte der Kongress nicht rechtzeitig handeln, tritt der Shutdown am Samstag, dem 15. März, eine Minute nach Mitternacht in Kraft – mit weitreichenden Folgen für Bürger, Sicherheitsbehörden und die Wirtschaft.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Bundesbank: Mini-Wachstum im Frühjahr trotz Iran-Krieg
28.07.2026

Trotz des Iran-Kriegs und steigender Energiepreise bleibt die deutsche Wirtschaft stabil. Wie Verbraucher und Industrie dem Gegenwind...

DWN
Finanzen
Finanzen 20.000 Euro für Loyalität: Warum ASML Mitarbeiter halten will
28.07.2026

Das niederländische Unternehmen ASML spielt eine entscheidende Rolle für die weltweite Chip-Produktion, seine Aktie ist jedoch bereits...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Firmen streichen Ausbildungsplätze
28.07.2026

Immer weniger Ausbildungsplätze treffen auf immer weniger Bewerber. Das ist aber sowohl für Betriebe als auch für junge Menschen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Wirtschaft schlägt Alarm: Hohe Energiekosten treiben Unternehmen ins Ausland
28.07.2026

Deutschlands Unternehmen kämpfen weiter mit hohen Energiekosten. Was zunächst wie ein kurzfristiges Problem erschien, entwickelt sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
28.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Technologie
Technologie RWE baut Mega-Speicher im Tagebau Hambach
28.07.2026

RWE verwandelt den Tagebau Hambach zunehmend in einen Standort für erneuerbare Energien. Ein neuer Großbatteriespeicher soll künftig...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Edelmetall fällt vor Fed-Entscheid Richtung 4.000 Dollar – wie geht es weiter?
28.07.2026

Der Goldpreis steht am Dienstag unter Druck. Vor der Fed-Zinsentscheidung rückt er wieder näher an die Marke von 4.000 Dollar. Anleger...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Warum der Ausverkauf für Anleger zur großen Chance werden könnte
28.07.2026

Billionen Dollar Börsenwert sind verschwunden, Technologiekonzerne stürzen ab und die Angst vor einer platzenden KI-Blase wächst. Doch...