Finanzen

Initiative treibt digitales Bezahlen in Deutschland voran

Beim Einkaufen gewinnen digitale Bezahlverfahren zunehmend an Beliebtheit. Doch nicht alle Händler in Deutschland bieten bereits digitales Bezahlen an. Eine neue Initiative möchte das ändern.
29.03.2025 13:53
Lesezeit: 1 min
Initiative treibt digitales Bezahlen in Deutschland voran
Eine VISA-Debit Karte wird vor ein Lesegerät gehalten - digitales Bezahlen soll in Deutschland vorangetrieben werden (Foto: dpa). Foto: Julian Stratenschulte

Kontaktloses digitales Bezahlen im Fokus

Kunden wünschen sich immer häufiger, kontaktlos und digital bezahlen zu können – per Karte, Smartphone oder Smartwatch. Bisher ist dies jedoch nicht flächendeckend möglich. Die Initiative "Deutschland zahlt digital", gegründet von führenden Zahlungsdienstleistern, will digitale Bezahlverfahren fördern und deren Akzeptanz steigern. Zu den Partnern zählen Commerz Globalpay, Deutsche Bank, Flatpay, Mastercard, SumUp, Unzer, Visa und VR Payment. Weitere Unternehmen sind eingeladen, sich anzuschließen.

Mit Unterstützung der Initiative können kleine Händler ein Jahr lang testen, wie ihre Kunden digitales Bezahlen nutzen. Die Partner übernehmen in diesem Zeitraum die Kosten für Zahlungsterminals, Installation und Transaktionen.

Europäische Vorbilder inspirieren

Teilnahmevoraussetzung ist, dass die Unternehmen in den letzten zwölf Monaten keine bargeldlosen Bezahlmethoden anboten. Gefördert werden Betriebe mit bis zu 50.000 Euro Umsatz durch digitales Bezahlen und maximal fünf Verkaufsstellen pro Marke. Automaten sind ausgeschlossen.

Die Initiative orientiert sich an erfolgreichen europäischen Projekten. In Polen stieg die Zahl der Terminals pro 1.000 Einwohner auf 36 – in Deutschland liegt sie bei nur 18.

"Digitale Bezahllösungen stärken Wahlfreiheit"

"Ohne den Ausbau digitaler Bezahllösungen am Point of Sale gibt es in Deutschland keine echte Wahlfreiheit für Verbraucher", sagt Payment-Experte Marcus Mosen. Die Initiative soll auch den Wirtschaftsstandort Deutschland fördern. Kontaktloses Bezahlen per Karte ist mit NFC-fähigen Girocards und Kreditkarten möglich. Auch Smartphones und Smartwatches mit Diensten wie Apple Pay oder Google Pay ermöglichen digitales Bezahlen.

Die verschlüsselte Datenübertragung erfolgt, wenn Kunden ihre Karte oder ihr Gerät in Terminal-Nähe halten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien im Fokus, während die Wall Street im Minus bleibt
23.10.2026

Spannung an den Finanzmärkten: Warum Technologiewerte und Rohstoffe die Anleger derzeit in Atem halten.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum Frankreich weniger Schulden hat als die USA, dafür aber härter bestraft wird
23.10.2026

Die neuesten Eurostat-Daten für das zweite Quartal zeigen, dass die französische Staatsverschuldung im Verhältnis zur...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Dann droht ein Bußgeld
23.10.2026

Seit Januar werden in Deutschland junge Menschen ab 18 von der Bundeswehr zu ihrer Bereitschaft eines möglichen Wehrdiensts angeschrieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DWN-Podcast Folge 48: Die Woche im Rückblick – KW 43
23.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...