Panorama

Milliardäre Forbes-Liste: Immer mehr Superreiche - wie Reiche trotz Krisen profitieren

Superreiche trotz Inflation und Krisen noch reicher: Die Zahl der Superreichen ist in den vergangenen 20 Jahren steil angestiegen. Sogar das Gesamtvermögen russischer Milliardäre ist gewachsen. Einige Deutsche stehen auch auf der Forbes-Rangliste, einer ist der jüngste Milliardär der Welt. Lesen Sie, in welchen Ländern es die meisten Milliardäre gibt.
07.04.2025 10:53
Lesezeit: 3 min
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Forbes-Liste: Elon Musk laut Forbes-Liste der reichste Mensch der Welt

Jedes Jahr veröffentlicht das Magazin Forbes eine Liste mit dem geschätzten Vermögen der reichsten Menschen der Welt. Fazit: Es gibt immer mehr Milliardäre und sie sind auch reicher denn je, mit einem Gesamtvermögen von 16,1 Billionen Dollar – fast 2 Billionen Dollar mehr als 2024. So sieht die Forbes-Liste in diesem Jahr aus: die Reichsten im Jahr 2025

Techmilliardär Elon Musk hat sein Vermögen als reichster Mensch der Welt seit vergangenem Jahr nahezu verdoppelt. Der aktuellen Forbes-Schätzung zufolge besitzt der 53 Jahre alte Berater von US-Präsident Donald Trump 342 Milliarden US-Dollar: Ausgeschrieben sind das 342'000'000'000 US-Dollar. Das sind 147 Milliarden Dollar mehr als noch im Frühjahr 2024. Und das, obwohl der Aktienkurs seines E-Auto-Herstellers Tesla in den vergangenen Wochen stark gesunken ist – im Vorjahresvergleich ist er immer noch im Plus.

Meta-Chef Mark Zuckerberg (40) kommt mit 216 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei der bekannten Forbes-Liste, nur knapp vor Amazon-Chef Jeff Bezos (61), dessen Vermögen auf 215 Milliarden US-Dollar geschätzt wird.

Erstmals mehr als 3000 Milliardäre

Insgesamt ist die Zahl der Superreichen in den vergangenen 20 Jahren steil angestiegen. Im Jahr 2005 gab es weltweit 587 Milliardäre. In diesem Jahr wurden erstmals mehr als 3000 Dollar-Milliardäre gezählt, mit einem gemeinsamen Vermögen von 16,1 Billionen US-Dollar. Die USA und China sind die einzigen Länder der Welt, deren Bruttoinlandsprodukt diesen Wert übersteigt. Vor 20 Jahren hatten die Superreichen gemeinsam „nur“ rund 2,2 Billionen.

Die USA und China führen auch die Rangliste der Länder mit den meisten Milliardären an – mit 902 und 450 Superreichen. Auf Platz drei liegt Indien mit 205 Milliardären und Deutschland auf Platz vier mit 171.

Russlands Superreiche spüren nichts von der Wirtschaftskrise

Eigentlich wollte der Westen mit seinen Sanktionen Russland schwächen. Doch laut Forbes-Magazin ist die Liste russischer Milliardäre noch gewachsen auf 146 - 15 Superreiche sind neu dazu gekommen. Damit steht Russland auf der Liste der Länder mit den meisten Milliardären auf Platz fünf. Das Gesamtvermögen der russischen Milliardäre beläuft sich auf 625,5 Milliarden US-Dollar.

Der reichste Russe ist laut Forbes Wagit Alekperow mit einem Vermögen von etwa 28,7 Milliarden US-Dollar. Unter den 3.000 reichsten Menschen der Welt belegt er damit Platz 62. Sein Vermögen hat der 74-Jährige in der russischen Ölindustrie gemacht. Wagit Alekperow ist einer von 14 russischen Milliardären, die auf westlichen Sanktionslisten stehen.

Deutschland: Das sind die superreichsten Deutschen

Der reichste Deutsche ist der Liste zufolge Dieter Schwarz, dem unter anderem die Supermarktketten Lidl und Kaufland gehören. Mit einem Vermögen von circa 41 Milliarden US-Dollar schafft er es auf Platz 37. An zweiter Stelle steht Klaus-Michael Kuehne, Ehrenvorsitzender des Logistik-Imperiums Kuehne & Nagel.

Als jüngster Milliardär der Welt gilt 2025 der 19 Jahre alte Johannes von Baumbach aus Deutschland, der laut Forbes Anteile im Wert von 5,4 Milliarden US-Dollar am familieneigenen Pharma-Unternehmen Boehringer Ingelheim hält. Das reicht für Rang 650 von 2933 auf der Forbes-Liste.

Pharmakonzern aus Ingelheim: Boehringer-Erbe ist jüngster Milliardär

Die Forbes-Liste führt zudem fünf weitere von Baumbachs und neun Boehringers, allesamt sind Teilhaber des 1885 gegründeten Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim. Der Pharmariese ist ansässig in Ingelheim am Rhein in Rheinland-Pfalz.

Das Kerngeschäft von Boehringer Ingelheim, ist das Erforschen, Entwickeln, Herstellen und Vertreiben von Arzneimitteln für Mensch und Tier. 66 Millionen Patienten weltweit hat Boehringer Ingelheim nach eigenen Angaben mit seinen Präparaten im vergangenen Jahr erreicht – das ist ein neuer Rekord.

Außerdem hat das Familienunternehmen seinen Umsatz (währungsbereinigt) 2024 um mehr als 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. In Zahlen ausgedrückt sind das 26,8 Milliarden Euro. Das zeigt die Bilanz für 2024, die das Unternehmen am Mittwoch vorgestellt hat. Mehr als 8 Milliarden davon wurden mit einem einzigen Medikament erlöst: Jardiance gegen Diabetes Typ 2, Herzinsuffizienz sowie gegen chronische Nierenerkrankungen.

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