Unternehmen

Eine Geldfrage: Was kann ich tun, wenn ich bei einer Gehaltserhöhung übergangen werde?

Strategische Verhandlungen sind der Schlüssel zum Erfolg – erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Gehaltserhöhung erfolgreich durchsetzen.
13.04.2025 13:01
Lesezeit: 2 min

Keine Spielräume im Budget? Von wegen!

Diesen Satz hört man im Gespräch immer wieder: "Seit nunmehr zehn Jahren habe ich keine Gehaltserhöhung erhalten. Obwohl ich immer wieder darum gebeten habe, wurde mir stets erklärt, dass es im Budget keine Spielräume gibt. Dabei höre ich von Kollegen, die signifikante Erhöhungen bekommen haben." Gibt es eine Lösung aus diesem Dilemma?

Vorgesetzte können nicht alles wissen

Behandeln Sie Ihre Gehaltsverhandlungen wie ein Geschäftsmeeting. Es ist entscheidend, dass Sie eine klare und nachvollziehbare Begründung für die gewünschte Gehaltserhöhung liefern. Stellen Sie konkret dar, wie Sie über Ihre regulären Aufgaben hinaus zum Erfolg des Unternehmens beigetragen haben und welche messbaren Erfolge Sie erzielt haben. Hierzu gehört auch, dass Sie dokumentieren, in welchen Bereichen Sie Verantwortung übernommen und maßgeblich zum Erreichen der Unternehmensziele beigetragen haben.

Vergessen Sie nicht, dass Ihr Vorgesetzter möglicherweise nicht immer genau weiß, woran Sie gerade arbeiten, insbesondere wenn Sie Ihre Leistungen nicht von selbst hervorheben. Kommunizieren Sie deshalb klar, dass Sie bereit sind, auch in Zukunft mehr zu leisten und dass Ihre Gehaltserhöhung eine Investition in den weiteren Erfolg des Unternehmens darstellt. Der Schlüssel ist, eine Win-Win-Situation zu schaffen, die sowohl Ihrem Arbeitgeber als auch Ihnen zugutekommt.

Gute Vorbereitung ist alles

Für die konkrete Gehaltsforderung sollten Sie sich gut vorbereiten und wissen, wie viel Kollegen in ähnlichen Positionen und mit vergleichbarer Berufserfahrung verdienen. Nutzen Sie Gehaltsumfragen und Online-Gehaltsportale, um sich ein realistisches Bild von den aktuellen Marktwerten zu machen. Denken Sie dabei auch an den Standort Ihres Unternehmens und die Branche, in der Sie tätig sind. Ein realistisches Verständnis des Marktes hilft Ihnen, Ihre Forderung fundiert und sachlich zu untermauern.

Vermeiden Sie es, das Gehalt von Kollegen in Ihre Verhandlungen einzubringen, auch wenn Ihnen diese Informationen zufällig bekannt sind. Stellen Sie stattdessen Ihre eigenen Leistungen und Erfolge in den Vordergrund. Bleiben Sie während der Verhandlungen höflich und professionell, um Ihre Beziehung zum Vorgesetzten nicht zu belasten.

Private finanzielle Probleme oder steigende Lebenshaltungskosten sollten keine Rolle in Ihren Gehaltsverhandlungen spielen. Fordern Sie eine Erhöhung nicht aufgrund persönlicher Umstände, wie beispielsweise einer gestiegenen Miete oder finanziellen Schwierigkeiten. Stattdessen sollten Sie die Gehaltserhöhung als geschäftliche Notwendigkeit und als Belohnung für Ihre Leistungen und Erfolge positionieren.

Flexibel bleiben und auch andere Lösungen in Betracht ziehen

Seien Sie bereit, Kompromisse einzugehen. Wenn Ihr Chef Ihnen nicht sofort die gewünschte Summe anbieten kann, versuchen Sie, die Verhandlungen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben oder andere Vorteile zu vereinbaren, wie etwa flexiblere Arbeitszeiten oder zusätzliche Leistungen. In einigen Fällen kann eine solche Lösung ebenso wertvoll sein.

Nutzen Sie auch die Möglichkeit, Ihre Qualifikationen zu erweitern, um Ihre Gehalts- und Aufstiegschancen langfristig zu verbessern. Eine gezielte Weiterbildung oder ein zusätzlicher Abschluss kann Ihre Verhandlungsposition erheblich stärken.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Gehaltsverhandlungen sind kein Glücksspiel, sondern erfordern eine gute Vorbereitung, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, sachlich und professionell zu argumentieren. Wer dies beherzigt, kann sich eine Gehaltserhöhung sichern – und das ohne dabei die Beziehung zum Arbeitgeber zu gefährden.

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