Wirtschaft

Shell: Asien als Haupttreiber des LNG-Wachstums bis 2040

Shell prognostiziert einen Anstieg des globalen LNG-Verbrauchs um 60 Prozent bis 2040, vor allem getrieben durch die steigende Nachfrage in Asien. Insbesondere China und Indien investieren massiv in LNG-Infrastrukturen, während auch Europa weiterhin auf Flüssigerdgas angewiesen sein wird, um die Energieversorgung zu sichern.
20.04.2025 09:44
Lesezeit: 1 min

Der weltweite Absatz von Flüssigerdgas (LNG) wird bis 2040 um 60 Prozent steigen, so die Prognose von Shell. Der wichtigste Wachstumsfaktor: Asien, wo der steigende Energiebedarf vor allem durch das Wirtschaftswachstum und den Übergang zu umweltfreundlicheren Energiequellen, insbesondere in der Schifffahrt, angeheizt wird.

Laut Shell wird der weltweite LNG-Verbrauch bis 2040 auf 630 bis 718 Millionen Tonnen jährlich ansteigen – eine markante Erhöhung im Vergleich zu früheren Schätzungen. Im Jahr 2024 stieg der LNG-Handel lediglich um 2 Millionen Tonnen auf 407 Millionen Tonnen, der geringste Anstieg seit zehn Jahren. Doch bis 2030 sollen zusätzliche 170 Millionen Tonnen LNG zur Verfügung stehen, um den steigenden Bedarf in Asien zu decken.

Asien treibt den LNG-Wachstum an

China spielt dabei eine Schlüsselrolle: Das Land baut seine LNG-Importkapazitäten massiv aus und plant, bis 2030 Gasanschlüsse für 150 Millionen Menschen zu schaffen. Auch Indien investiert stark in seine Erdgasinfrastruktur und will 30 Millionen Haushalte innerhalb der nächsten fünf Jahre mit Gas versorgen.

Trotz des Wachstums in Asien wird auch Europa weiterhin auf LNG angewiesen sein, um den zunehmenden Anteil erneuerbarer Energien zu integrieren und die Energiesicherheit zu gewährleisten. Bis 2030 wird Flüssigerdgas weiterhin eine zentrale Rolle im europäischen Energiemix spielen.

„Die aktualisierten Prognosen zeigen, dass der weltweite Bedarf an Gas für Stromerzeugung, Industrie, Heizung und Transport steigen wird, um sowohl Entwicklungsziele als auch Dekarbonisierungsstrategien zu erreichen“, erklärte Tom Summers, Senior Vice President bei Shell.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kappa Rus: Wie Putin einen Unternehmer um sein Lebenswerk bringt
20.10.2026

Jahrelang baute ein schwedischer Unternehmer in Russland ein millionenschweres Geschäft auf. Nun nimmt ihm Wladimir Putin per Dekret die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Leere Lager, stockende Bänder: Die deutsche Industrie im Würgegriff neuer Materialengpässe
20.10.2026

Elektronikkomponenten und chemische Rohstoffe werden zur Mangelware. Die neuesten ifo-Daten zeigen, wie fragil der Standort Deutschland im...

DWN
Finanzen
Finanzen Altersvorsorgedepot: Sozialverband warnt vor staatlich geförderter Kostenfalle
20.10.2026

Maximal ein Prozent Gebühren pro Jahr darf das neue Altersvorsorgedepot ab dem 1. Januar 2027 kosten. Dennoch warnt der Sozialverband vor...

DWN
Finanzen
Finanzen SpaceX-Aktie: Musk verspricht jedem US-Kind eine Aktie seiner Weltraumfirma
20.10.2026

Jedes Kind in den USA soll von Elon Musk eine Aktie seiner Weltraumfirma SpaceX bekommen. Wie genau das passieren soll, ist noch unklar....

DWN
Finanzen
Finanzen Staatsverschuldung: Wie teuer Deutschlands Schulden jetzt werden
20.10.2026

Deutschlands Staatsschulden wachsen, während die Zinsen an den Anleihemärkten steigen. Der Bund muss immer mehr Geld aufnehmen und...

DWN
Politik
Politik Sonntagsumfrage: AfD bleibt stärkste Kraft
20.10.2026

Die AfD liegt in der YouGov-Umfrage weiter vorn, während sich bei mehreren Parteien kaum etwas bewegt. Welche Verschiebungen es im...

DWN
Finanzen
Finanzen Vier Jahre Kursentwicklung an der Wall Street: Jetzt wird der Aufschwung auf die Probe gestellt
20.10.2026

Der US-Aktienmarkt hat sich in vier Jahren mehr als verdoppelt. Doch hohe Zinsen und Finanzierungssorgen für den KI-Boom haben nun für...

DWN
Finanzen
Finanzen Buffer-ETFs: Warum der Airbag fürs Depot vor allem Rendite kostet
20.10.2026

Buffer-ETFs versprechen Aktienrenditen ohne die schlaflosen Nächte. In den USA ist daraus ein 78-Milliarden-Dollar-Business geworden, in...