Panorama

Einwanderungsland Deutschland: Jeder vierte Mensch hat einen Migrationshintergrund

Rund 21,2 Millionen Menschen mit Einwanderungsgeschichte haben im vergangenen Jahr in Deutschland gelebt. Das sind vier Prozent mehr als im Vorjahr. Was sind die Hauptherkunftsländer? Und in welcher Altersgruppe ist der Anteil der Einwanderer besonders hoch?
22.05.2025 12:48
Lesezeit: 1 min

Seit 2024 leben rund 21,2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland.

Jeder vierte Mensch in Deutschland hat Einwanderungsgeschichte

Das sind etwa vier Prozent mehr als im Vorjahr (2023), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Ihr Anteil stieg auf 25,6 Prozent. „Damit hatte gut jede vierte Person in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte“, hieß es.

Laut den Angaben zählen zu Menschen mit Einwanderungsgeschichte solche, die entweder selbst (erste Generation) oder deren beide Elternteile (zweite Generation) seit 1950 nach Deutschland eingewandert sind.

Fast jeder fünfte Mensch in Deutschland ist selbst eingewandert

Die Zahl der selbst Eingewanderten stieg um 4 Prozent auf knapp 16,1 Millionen Menschen, ihr Anteil an der Bevölkerung lag bei 19,6 Prozent.

Zudem waren knapp 5,2 Millionen Menschen (plus 6 Prozent) direkte Nachkommen – also in Deutschland geborene Kinder von zwei seit 1950 eingewanderten Elternteilen. Bei weiteren 4,1 Millionen der in Deutschland Geborenen war nur einer der beiden Elternteile eingewandert. Sie werden der Definition nach nicht zur Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte gerechnet.

Auffällig ist das vergleichsweise junge Alter: So hat in der Gruppe der 20- bis 39-Jährigen etwa jeder Dritte (34 Prozent) eine Einwanderungsgeschichte. In der Gruppe der über 65-Jährigen waren es nur 14 Prozent.

Und – so erklärten die Statistiker: „Die Bevölkerung mit Einwanderungsgeschichte war 2024 mit einem Durchschnittsalter von 38,2 Jahren etwa 9 Jahre jünger als die Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte (47,4 Jahre).“

Hauptherkunftsländer sind Syrien und Ukraine

Im Jahr 2024 lebten in Deutschland knapp 6,5 Millionen Menschen, die seit 2015 nach Deutschland eingewandert sind. Die Hauptherkunftsländer waren die Ukraine und Syrien.

Die Gründe waren nach Angaben der Befragten vor allem Flucht, Asyl und internationaler Schutz (31 Prozent), Erwerbstätigkeit (23 Prozent) sowie Familienzusammenführung (21 Prozent).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik USA verschärfen Ton gegenüber Teheran: Diplomatie unter maximalem Druck
26.03.2026

Washington droht dem Iran mit einer massiven Ausweitung der Militärschläge, falls die Führung in Teheran nicht einlenkt....

DWN
Politik
Politik EU und Ungarn: Spionageverdacht erschüttert Vertrauen in Europa
26.03.2026

Misstrauen breitet sich in der Europäischen Union aus und trifft einen ihrer eigenen Mitgliedstaaten. Der Verdacht, dass Ungarn...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienmarkt in Gefahr: Investoren warnen vor Eskalation im Iran-Konflikt
25.03.2026

Die Märkte geraten ins Wanken, während geopolitische Spannungen eskalieren. Investoren befürchten nach den Drohungen eines eskalierenden...

DWN
Politik
Politik Russlands Ölexport unter Beschuss: Energiekrieg erreicht neue Stufe
25.03.2026

Explosionen in russischen Ostseehäfen lassen den Ölfluss abrupt versiegen. Die Angriffe treffen Moskaus Energieinfrastruktur empfindlich...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tarif-Durchbruch in der Chemie: Mehr Geld und Jobgarantie für 585.000 Beschäftigte
25.03.2026

Lohnplus trotz Krise: Die rund 585.000 Beschäftigten der deutschen Chemie- und Pharmabranche erhalten künftig deutlich mehr Geld. Nach...

DWN
Politik
Politik Turbo für die Verteidigung: EU plant Millionen-Spritze für Militär-Innovationen
25.03.2026

Die EU-Kommission will die militärische Schlagkraft Europas durch schnellere Innovationszyklen sichern. Ein neues Förderinstrument namens...

DWN
Politik
Politik Digitale Gewalt: Was die Regierung jetzt plant
25.03.2026

Deepfakes, Überwachung, intime Bilder – digitale Gewalt nimmt zu, und der politische Druck wächst. Die Bundesregierung arbeitet an...

DWN
Politik
Politik Recht auf Reparatur: So sparen Sie künftig Geld bei Handy, Waschmaschine & Co.
25.03.2026

Schluss mit der Wegwerf-Kultur: Das neue „Recht auf Reparatur“ soll die Lebensdauer von Haushaltsgeräten und Smartphones deutlich...