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Deutsche Bahn: Generalsanierung soll vier Jahre länger dauern

Die geplante Sanierung Dutzender wichtiger Bahnstrecken soll nach den Vorstellungen der Deutschen Bahn bis 2035 und damit vier Jahre länger dauern als bisher geplant. Nach und nach soll die Pünktlichkeit im Fernverkehr damit wieder steigen, die im vergangenen Jahr so schlecht war wie noch nie seit der Bahnreform 1994.
25.06.2025 13:18
Lesezeit: 2 min

Die geplante Sanierung wichtiger Bahnstrecken könnte sich noch bis 2035 hinziehen und damit vier Jahre länger dauern als bisher geplant. Diesen Vorschlag hat die Deutsche Bahn auf einer Info-Veranstaltung für die Branche unterbreitet.

Bahn schlägt Verlängerung der Generalsanierung bis 2035 vor

„Ziel des Branchenforums ist die Erarbeitung eines angepassten Vorschlags für eine zeitliche Streckung der Korridorsanierungen bis 2035“, teilte der bundeseigene Konzern mit. Ein weiterer Termin ist für Juli geplant.

Sobald die Hinweise und Positionen der anderen Verkehrsunternehmen und Verbände eingeflossen sind, will die zuständige Bahn-Tochter DB InfraGo ein finales Konzept mit der Bundesregierung abstimmen und verabschieden.

Der bisherige Zeitplan stieß insbesondere bei Bahn-Wettbewerbern im Güterverkehr auf Kritik. Er sei zu ambitioniert, die Umleiterstrecken seien nicht ausreichend vorbereitet und geplant.

Zudem war insbesondere die Union skeptisch, was das Konzept angeht. Im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung ist vereinbart, die Strategie zu überprüfen und möglicherweise anzupassen.

Generalsanierung soll Bahn pünktlicher machen

Mit der sogenannten Generalsanierung will die Bahn in den kommenden Jahren mehr als 40 vielbefahrene und als überaltert geltende Streckenkorridore grundlegend modernisieren und für den digitalen Ausbau vorbereiten. Nach und nach soll die Pünktlichkeit im Fernverkehr damit wieder steigen, die im vergangenen Jahr so schlecht war wie noch nie seit der Bahnreform 1994.

Als Hauptgrund für die miese Zuverlässigkeit gilt das marode und überlastete Netz. Zahlreiche Baustellen bremsen den Schienenverkehr täglich aus. Nach der umfassenden Sanierung der Strecken sollen diese für mindestens fünf Jahre baufrei bleiben.

Start war im vergangenen Jahr auf der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. In diesem Jahr ist unter anderem die Strecke Hamburg-Berlin dran. Die Korridore werden für die Dauer der Sanierung vollständig gesperrt, um in dem Zeitraum möglichst alle Arbeiten abschließen zu können.

Die konkreten Vorschläge

Der Vorschlag der Bahn hält an den bisherigen Sanierungsplänen bis einschließlich 2026 fest, wie es aus Teilnehmerkreisen hieß. Zu ersten Verschiebungen käme es demnach dann im Jahr darauf. So soll die Strecke Frankfurt-Heidelberg statt im Jahr 2027 erst 2030 saniert werden. Die Sanierung Lübeck-Hamburg würde sich um ein Jahr auf 2028 verschieben.

Im Jahr 2028 sollen dann nur vier statt wie bisher geplant neun Strecken saniert werden. Verschoben würden nach den Vorstellungen der Bahn die Sanierungen Würzburg-Ansbach-Treuchtlingen (neu: 2029), Aachen-Köln (2029), Forbach-Ludwigshafen (2029), Minden-Wunstorf (2034) und Weddel-Magdeburg (2032).

Die letzte und einzige Sanierung im Jahr 2035 wäre demnach die Strecke Flensburg-Hamburg.

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