Finanzen

Deutschland: Erbschaft- und Schenkungsteuer erreicht Rekordwert

Wenn Vermögen vererbt oder verschenkt wird, fallen Steuern an. Die dafür festgesetzten Summen steigen - vor allem beim Verschenken.
04.09.2025 07:34
Lesezeit: 1 min
Deutschland: Erbschaft- und Schenkungsteuer erreicht Rekordwert
Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, wurden 2024 Erbschaft- und Schenkungsteuern in Höhe von 13,3 Milliarden Euro festgesetzt. (Foto: dpa) Foto: Hans-Jürgen Wiedl

Erbschaft- und Schenkungsteuer erreicht Rekordwert

Die Finanzämter in Deutschland haben im vergangenen Jahr so viel Erbschaft- und Schenkungsteuer festgesetzt wie nie zuvor. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, wurden 2024 Erbschaft- und Schenkungsteuern in Höhe von 13,3 Milliarden Euro festgesetzt.

Die Summe lag um 12,3 Prozent höher als im Jahr davor und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Die Statistik sagt nichts über die tatsächlichen Vermögensübergänge aus - diese werden in einer anderen Statistik erfasst.

Bei den festgesetzten Steuern entfielen 8,5 Milliarden Euro auf Erbschaften - 9,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Nachdem die Erbschaftsteuer im Jahr 2021 einen Spitzenwert von 9,0 Milliarden erreicht hatte, sank sie in den folgenden Jahren und stieg 2024 erstmals wieder an.

Festgesetzte Schenkungssteuer seit 2021 verdoppelt

Die festgesetzte Schenkungsteuer erreichte 2024 mit 4,8 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert. Sie stieg gegenüber dem Vorjahr um 17,8 Prozent an. «Sie steigt somit seit 2019 kontinuierlich an und hat sich seit 2021 mehr als verdoppel», wie die Statistiker berichten.

Den Steuerfestsetzungen lagen Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 113,2 Milliarden Euro zugrunde. Diese Summe lag um 6,8 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Laut Statistischem Bundesamt liegt das unter anderem an geringeren Vermögensübertragungen von Betriebsvermögen, die um fast ein Viertel niedriger lagen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Die Ökonomie der App-Stores: Welche Branchen das größte Wachstum im mobilen Sektor verzeichnen

Das rasante Wachstum mobiler Apps ist eines der prägenden Merkmale der heutigen digitalen Wirtschaft. Menschen kaufen darüber ein,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Britische Wirtschaft: Die Heimat des Kapitalismus steckt in der Wachstumsfalle
26.07.2026

Großbritannien wechselt seine Regierungschefs, doch die Wirtschaft bleibt stehen. Seit der Finanzkrise wächst die Heimat des Kapitalismus...

DWN
Politik
Politik Russische Atomtechnik in Deutschland: Was hinter der umstrittenen Kooperation in Lingen steckt
25.07.2026

Die Genehmigung für eine Brennelementefertigung mit russischer Technologie in Niedersachsen wirft weitreichende Fragen auf. Während...

DWN
Finanzen
Finanzen KI und Geldpolitik: Warum die Fed vor einem Zinsdilemma steht
25.07.2026

Künstliche Intelligenz soll die Produktivität steigern und die Inflation bremsen. Doch ausgerechnet der milliardenschwere KI-Boom könnte...

DWN
Politik
Politik Milliardäre besteuern: Die Buchwert-Falle
25.07.2026

Berlin streitet über das Erbe und das Geld der Reichsten. Doch die vermeintliche Lösung des Fiskus entpuppt sich als Sprengsatz für die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Renault Clio im Test: Fast nicht wiederzuerkennen, aber deutlich teurer
25.07.2026

Der neue Clio ist größer, eleganter, technologisch fortschrittlicher und auch teurer als früher. In der bestausgestatteten Version...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dieselknappheit: Der Welt geht der Treibstoff aus
25.07.2026

Nicht nur Rohöl wird zum geopolitischen Druckmittel. Zerstörte Raffinerien, leere Lager und neue Drohungen der Huthi gefährden zunehmend...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
25.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Panorama
Panorama Sinkende Geburtenrate: Wie Smartphones die Menschheit schrumpfen lassen
25.07.2026

Je stärker sich Smartphones verbreiten, desto weniger Kinder werden geboren. Eine neue Untersuchung zeigt, wie digitale Kontakte...