Politik

Kreml: Nato-Truppen in der Ukraine sind eine Gefahr für Moskau

Die Diskussion über Nato-Truppen in der Ukraine sorgt erneut für Spannung zwischen Russland und dem Westen. Während Moskau klare rote Linien zieht, drängen Nato-Staaten auf Sicherheitsgarantien.
05.09.2025 13:27
Lesezeit: 1 min

Kreml: Nato-Truppen in Ukraine Gefahr für Moskau

Moskau lehnt auch nach einer möglichen Friedensvereinbarung mit Kiew Nato-Truppen in der Ukraine strikt ab. "Wir betrachten dies als eine Gefahr für uns - die Präsenz internationaler oder ausländischer Streitkräfte, von Streitkräften aus Ländern der Nato auf ukrainischem Boden in der Nähe unserer Grenzen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Agentur Interfax zufolge in Wladiwostok am Rande des Wirtschaftsforums.

Kremlchef Wladimir Putin bekräftigte in einer Fragerunde auf dem Podium seine Ablehnung von Nato-Truppen. "Wenn da irgendwelche Streitkräfte auftauchen - besonders jetzt während der Kampfhandlungen, dann gehen wir davon aus, dass sie gesetzmäßige Ziele sind", sagte er. Zudem betonte er, dass bei einer langfristigen Friedensregelung überhaupt keine ausländischen Truppen in der Ukraine gebraucht würden. Niemand solle daran zweifeln, dass Russland eine solche Vereinbarung einhalte, erklärte er.

Die Nato sehe Russland als Gegner und habe dies in offiziellen Dokumenten festgeschrieben. "Das ist gefährlich für unser Land", sagte Peskow. In der Diskussion über Sicherheitsgarantien könne es nicht nur um die Ukraine gehen. Auch Russland brauche Schutz für seine Sicherheit. Peskow erinnerte daran, dass der seit mehr als dreieinhalb Jahren andauernde Krieg gegen die Ukraine seine Ursachen auch in der Erweiterung der Nato bis an die Grenzen Russlands habe.

Kreml: Sicherheit der Ukraine nicht gegen Russland

Die Sicherheit der Ukraine, die in die Nato drängt, dürfe nicht auf Kosten Russlands gewährleistet werden, sagte Peskow mit Blick auf das Treffen der sogenannten Koalition der Willigen am Donnerstag in Paris. Bei den Beratungen hatten mehrere Nato-Staaten ihre Bereitschaft erklärt, Nato-Truppen in der Ukraine zu stationieren, um das Land nach einem möglichen Waffenstillstand oder Friedensschluss mit Russland vor erneuter Aggression zu bewahren.

"Man kann nicht die Sicherheit eines Landes auf Kosten der Zerstörung der Sicherheit eines anderen Landes gewährleisten. Das wird uns nicht dabei helfen, einer Lösung des Ukraine-Konflikts näherzukommen", sagte Peskow. Ein Kriegsziel Russlands sei nach Kremlangaben, eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine zu verhindern.

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