Panorama

Yom Kippur: Zwei Todesopfer bei Angriff vor Synagoge in Manchester

Am höchsten jüdischen Feiertag, Yom Kippur, ereignet sich in Manchester ein brutaler Angriff: Ein Auto fährt gezielt in eine Menschengruppe vor einer Synagoge, anschließend sticht der Täter mit einem Messer zu. Mindestens vier Personen werden verletzt. Polizei und Rettungskräfte sind vor Ort, die Hintergründe des Vorfalls werden untersucht.
02.10.2025 14:42
Lesezeit: 1 min

Anschlag an Yom Kippur? Manchester und die Erkenntnisse zu den Folgen der Tat

Bei einem Angriff am höchsten jüdischen Feiertag, Yom Kippur, an einer Synagoge in Manchester sind zwei Todesopfer zu beklagen. Das teilte die Greater Manchester Police mit. Auch der mutmaßliche Angreifer sei vermutlich tot, nachdem er von Schüssen der Polizei getroffen wurde. Eine Bestätigung dafür stehe aber aus Sicherheitsgründen noch aus, hieß es in der Mitteilung weiter. Ein Bombenentschärfungsteam sei vor Ort.

Wie die Polizei zuvor mitgeteilt hatte, wurde ein Auto in eine Gruppe von Menschen gelenkt, ein Mann wurde zudem durch ein Messer verletzt. Insgesamt war zunächst von vier Verletzten die Rede. Auf Bildern vom Ort des Geschehens waren zahlreiche Rettungswagen und schwer bewaffnete Polizisten zu sehen. Die Polizei leitete die sogenannte Operation Plato ein - die Reaktion auf einen Terrorangriff. Zum mutmaßlichen Hintergrund der Tat gab es zunächst aber keine konkreten Angaben.

Premierminister Starmer zeigte sich entsetzt

Der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich entsetzt. „Die Tatsache, dass sich dies am Jom Kippur ereignete, dem heiligsten Tag im jüdischen Kalender, macht es umso furchtbarer“, sagte der Labour-Politiker einer Mitteilung zufolge. Er reiste vorzeitig vom Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPC) in Kopenhagen ab, um eine Sitzung des nationalen Krisenstabs Cobra zu leiten. Starmer sagte zusätzlichen Polizeischutz für Synagogen im ganzen Land zu. „Wir werden alles tun, um unsere jüdische Gemeinschaft zu schützen“, sagte er am Flughafen in Kopenhagen.

Angriff am höchsten jüdischen Feiertag

Jom Kippur ist der höchste jüdische Feiertag. In Israel kommt das öffentliche Leben nahezu vollständig zum Stillstand: Geschäfte, Restaurants und Behörden bleiben geschlossen, der Flug- und Straßenverkehr ruht weitgehend. Gläubige verbringen den Tag mit Fasten, Gebeten und der Bitte um Vergebung. Auch säkulare Israelis schätzen die Ruhe, viele nutzen die leeren Straßen zum Radfahren und Spazierengehen. Auch in Großbritannien sind Synagogen an dem Tag gut besucht.

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