Politik

Gut vorbereitet: Bundesamt gibt neuen Ratgeber zur Krisenvorsorge heraus

Wie kann man sich besser auf Stromausfälle, Desinformation oder andere Notlagen vorbereiten? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat mit seinem neuen Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ praktische Tipps zusammengestellt – von Vorräten über Powerbanks bis hin zum Umgang mit psychischer Belastung.
13.10.2025 11:46
Lesezeit: 2 min
Gut vorbereitet: Bundesamt gibt neuen Ratgeber zur Krisenvorsorge heraus
Ein Notfallpaket aus der Krisenvorsorge mit typischen Bestandteilen wie Wasser, Radio, Taschenlampe, Konserven, Erste-Hilfe-Set, Streichhölzern, Feuerzeug, Hygieneartikeln, Handschuhen, Akkus und Batterien liegt beim Deutschen Roten Kreuz DRK (Foto: dpa). Foto: Jens Kalaene

Wie bisher schon enthält die Broschüre, die es online gibt oder in Papierform, Hinweise zur Bewältigung von Stromausfällen oder Überflutungen. Neu hinzugekommen sind Hinweise zum Erkennen von Desinformation oder dem richtigen Verhalten bei Explosionen.

Was das Bundesamt rät:

  • Einen Vorrat mit Lebensmitteln und Wasser für mindestens drei, besser zehn Tage anlegen. Haltbare Nahrungsmittel wählen, die nicht gekühlt und nicht gekocht werden müssen - oder sich auch mit dem Campingkocher erhitzen ließen. Pro Person und Tag sollte man zwei Liter Wasser zuhause haben, davon sind 0,5 Liter zum Kochen gedacht. Auch wichtige Medikamente und Material zur Wundversorgung sollte man zu Hause haben.
  • Sich über amtliche Warnwege informieren. Die Warn-App Nina bringt Hinweise direkt auf das Handy, auch über das Radio wird die Bevölkerung im Notfall gewarnt. Wenn öffentliche Sirenen eine Minute lang mit einem auf- und abschwellenden Ton warnen, bedeutet das Gefahr. Ein gleichmäßiger Dauerton von einer Minute heißt Entwarnung.
  • Bei großflächigen Stromausfällen, ob wegen eines Cyberangriffs, Sturms oder wegen Sabotage, können auch der Mobilfunk oder das Internet zusammenbrechen. In solchen Fällen kann es helfen, wichtige Nummern auf Papier zu haben und auch Straßenkarten. Auch eine Orientierung dazu, wo das Rathaus, die nächste Polizeiwache oder ein Krankenhaus sind, ist sinnvoll. Mit einer Powerbank lassen sich elektrische Geräte wie Handy oder Laptop aufladen. Über Autoradios oder batteriebetriebene oder Kurbelradios kann man sich informieren.
  • Bei Explosionen sollte man innenliegende Räume aufsuchen mit möglichst wenig Außenwänden, Türen und ohne Fenster. Fensterlose Kellerräume sind geeignet, das Dachgeschoss bietet hingegen wenig Schutz. Grundsätzlich sollten zwei Wände zwischen einem selbst und dem Außenbereich liegen.
  • Um gezielte Falschinformationen (Desinformation) zu erkennen, lohnt ein Blick auf den Urheber. Wer hat ein Video, Bild oder eine Nachricht zuerst veröffentlicht? War es eine seriöse Nachrichtenquelle? Ein Klarname kann ein Indiz für Echtheit sein oder auf einer Website ein vollständiges Impressum mit Anschrift. Und finden sich online ähnliche Berichte von vertrauenswürdigen Quellen?
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt verwies auf den Pakt für Bevölkerungsschutz, der zehn Milliarden Euro an öffentlichem Geld bis 2029 für die Modernisierung im Bevölkerungsschutz vorsieht, also für Ausrüstung, Fahrzeuge, Gebäude, Ausstattung und Fortbildung. Der CSU-Politiker sieht aber auch die Menschen im Land in der Pflicht. „Vorsorge betrifft aber jeden Einzelnen zuhause: kluge Vorbereitung kann Leben retten“, sagte er

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