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Einstieg in die Rüstungsindustrie: Laserspezialist Trumpf entwickelt System zur Drohnenabwehr

Nach einem Rückgang von Umsatz und Gewinn will der Laser-Spezialist wieder wachsen – und hofft auf die Verteidigungsindustrie: Zusammen mit dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz wollen die Schwaben Laserwaffen zur Abwehr von Drohnen entwickeln.
23.10.2025 09:18
Lesezeit: 2 min
Einstieg in die Rüstungsindustrie: Laserspezialist Trumpf entwickelt System zur Drohnenabwehr
Trumpf-Laser kommen vielfältig zum Einsatz: Sie schneiden Blech, schweißen Batterien, schmelzen Metallpulver in 3D-Druckern und belichten Chips. (Foto: dpa) Foto: Marijan Murat

Laserspezialist Trumpf entwickelt System zur Drohnenabwehr

Maschinenbauer Trumpf entwickelt in Zukunft auch Laserwaffen gegen Drohnen. Dazu geht der schwäbische Mittelständler eine strategische Partnerschaft mit dem Elektronikkonzern Rohde & Schwarz ein. Allein könne man das in der nötigen Zeit nicht leisten, sagte Trumpf-Vorstand Hagen Zimer. Das Ziel der Partnerschaft ist die Entwicklung und Bereitstellung einer national produzierten Drohnenabwehrlösung. Aufträge gebe es bislang aber nicht.

Die Zusammenarbeit kombiniert den Angaben zufolge die Kompetenzen von Rohde & Schwarz im Bereich Elektromagnetik und Radar-Sensorik sowie die Lasertechnologie von Trumpf. „Damit werden eine Erkennung, Verfolgung und Verteidigung gegen die wachsende Bedrohung durch Drohnen auf diversen Plattformen möglich“, hieß es. Das Hochenergielasersystem von Trumpf werde in ein komplettes Drohnenabwehr-System der Münchner integriert. Für die Entwicklung haben die Firmen drei Jahre veranschlagt.

Das System der Unternehmen soll sowohl zivile Infrastruktur schützen, aber auch vom Militär eingesetzt werden können. Zuletzt hatten immer wieder Drohnen über Flughäfen und kritischer Infrastruktur in Deutschland und anderen europäischen Ländern für Aufsehen gesorgt. Außerdem spielen im Ukraine-Krieg Kampfdrohnen und deren Abwehr eine immense Rolle.

Umsatzrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr

Hinter den Schwaben liegt ein schwieriges Geschäftsjahr: 2024/25 hatte Trumpf deutlich weniger Umsatz gemacht. Nach Steuern stand ein Verlust von gut 23 Millionen Euro. Man wolle mit solchen Systemen zwar Geld verdienen, sagte Zimer. Man betrachte das aber nicht opportunistisch als „Business Case“. Man tue das „aus einer Verantwortung gegenüber der Gesellschaft, weil wir zu der Erkenntnis gelangt sind, dass alle anderen Programme, die momentan in diesem Land laufen, zu langsam sind.“

Einstieg in Rüstung bereits länger Thema

Der Maschinenbauer und Laserspezialist aus Ditzingen bei Stuttgart hatte bereits im Sommer mitgeteilt, grundsätzlich Technologien für defensive Verteidigungslösungen zur Verfügung zu stellen. Sie dürfen demnach nicht gegen Menschen gerichtet und nur zur Abwehr von Objekten eingesetzt werden. Dieser Entscheidung seien intensive Diskussionen vorausgegangen.

Rohde & Schwarz ist unter anderem Spezialist für Kommunikation und bietet auch militärische Elektronik an. Auf Komponenten des Unternehmens greift auch die Bundeswehr zurück.

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