Wirtschaft

Chip-Lieferkrise belastet Deutschland – Reiche sieht weiter ungelösten Streit um Nexperia

Der Streit um den Chip-Hersteller Nexperia und die anhaltenden Lieferprobleme, die insbesondere die deutsche Autoindustrie belasten, ist nach Angaben von Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche weiterhin nicht beigelegt. „Die Situation ist derzeit noch nicht gelöst, aber wir arbeiten intensiv an einer Lösung“, erklärte die CDU-Politikerin während eines Besuchs in der Ukraine.
24.10.2025 09:15
Lesezeit: 1 min

Im Kontakt mit China

Zusammen mit der Europäischen Kommission sei man in Kontakt mit der chinesischen Regierung. Die Bundesregierung habe sich an den chinesischen Handelsminister gewandt, damit die Chip-Exporte wieder möglich werden. Die deutsche Wirtschaft, zum Beispiel die deutsche Autoindustrie, sei auf diese Chips angewiesen und von der Mangellage betroffen.

Niederlande übernahm zuletzt Kontrolle

Bei Nexperia gibt es Lieferprobleme, nachdem die niederländische Regierung die Kontrolle über die von einer chinesischen Konzernmutter geführte Firma übernommen hatte. China stoppte daraufhin die Ausfuhr von Nexperia-Produkten wie Halbleitern für die Autoindustrie. Dies bedroht die Autoproduktion in Deutschland, die Hersteller loten Alternativen aus. Hintergrund ist der Handelsstreit zwischen den USA und China.

Mit Wirtschaftsdelegation in die Ukraine eingetroffen

Reiche ist heute zu einem Besuch in die Ukraine eingetroffen. Im Mittelpunkt der Reise bis einschließlich Sonntag stehen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums die deutsch-ukrainische Zusammenarbeit im Energiesektor und in der Verteidigungswirtschaft sowie politische Gespräche. Reiche wird auf ihrer Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet.

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