Panorama

Aktivrente: Warum viele Ältere weiterarbeiten wollen

Immer mehr ältere Menschen wollen auch im Ruhestand nicht auf Arbeit verzichten. Viele Rentner bleiben beruflich aktiv – aus Freude, Routine oder finanzieller Notwendigkeit. Die Bundesregierung plant nun mit der "Aktivrente" zusätzliche Anreize, doch die Realität zeigt: Für viele ist der Schritt in den dauerhaften Ruhestand längst keine Selbstverständlichkeit mehr.
29.10.2025 07:44
Lesezeit: 1 min

Jüngere Rentner häufig noch beruflich aktiv

Die Bundesregierung will ältere Menschen mit der "Aktivrente" zu einem längeren Berufsleben motivieren. Schon ohne steuerlichen Anreiz bleiben viele Rentnerinnen und Rentner im Job.

Viele Rentner arbeiten weiter

In Deutschland sind zahlreiche Menschen auch im Rentenalter noch berufstätig. In der Gruppe zwischen 65 und 75 Jahren arbeiten rund 13 Prozent der Rentnerinnen und Rentner, wie das Statistische Bundesamt auf Basis des Mikrozensus 2024 mitteilte. Männer mit Altersrente sind mit einem Anteil von 16 Prozent häufiger beschäftigt als Frauen, bei denen der Anteil bei 10 Prozent liegt.

Mit dem Alter sinkt die Erwerbstätigkeit

Mit zunehmendem Alter geht die Berufstätigkeit der Rentenbezieher jedoch stetig zurück. Beträgt sie im Alter von 65 bis 66 Jahren noch 18 Prozent, liegt sie bei den 73- bis 74-Jährigen nur noch bei 8 Prozent, wie die Befragungen ergaben. Ein höheres Bildungsniveau führt offenbar ebenfalls dazu, dass Menschen länger arbeiten.

Meist kürzere Arbeitszeiten

Etwa die Hälfte der arbeitenden Seniorinnen und Senioren ist nach eigenen Angaben geringfügig beschäftigt. Die Arbeitszeit von 39 Prozent liegt bei höchstens zehn Stunden. Weitere 26 Prozent arbeiten zwischen zehn und 20 Wochenstunden. 14 Prozent berichten von mehr als 40 Arbeitsstunden, die sie pro Woche leisten.

Viele Selbstständige unter den Älteren

In dieser Gruppe finden sich besonders viele Selbstständige, die insgesamt 29 Prozent aller erwerbstätigen Rentnerinnen und Rentner ausmachen. Für sie soll der Aktivrenten-Anreiz von monatlich 2000 Euro freigestelltem Einkommen im Unterschied zu Arbeitnehmern jedoch nicht gelten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Glücksspielregulierung 2026: Wie OASIS und LUGAS den Wirtschaftsstandort prägen

Wer die Entwicklung des deutschen Glücksspielmarktes über die vergangenen zwei Jahrzehnte verfolgt, erkennt eine Branche im radikalen...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Ukraine greift Putin an: Drohnen schlagen tief in Moskau ein
18.06.2026

Mitten während eines internationalen Gipfels trifft die Ukraine eine der wichtigsten Ölraffinerien Moskaus und setzt damit ein deutliches...

DWN
Politik
Politik Pistorius zu Hormus-Mission: "Wir sind jedenfalls ready"
18.06.2026

Zwei Schiffe der Deutschen Marine haben den Suezkanal passiert. Im Roten Meer sollen sie sich bereithalten, um bei Bedarf schnell in der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Evonik-Aktie: Chemiekonzern streicht weitere 3.200 Jobs und schließt Werk
18.06.2026

Evonik verschärft seinen Sparkurs und streicht bis Ende 2029 weitere 3.200 Stellen. Gleichzeitig zieht das Unternehmen die Reißleine bei...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kann Slowenien Strom-Sharing?
18.06.2026

Die slowenische Firma SunContract hat einen neuen Marktplatz für Strom-Sharing eröffnet: Das Unternehmen übernimmt die mit dem...

DWN
Politik
Politik Ärger um Entgelttransparenz: Deutschland setzt EU-Richtlinie nicht um
18.06.2026

Die EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz, die die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen verkleinern soll, gilt bereits. Doch Deutschland...

DWN
Unternehmen
Unternehmen VW verschärft Sparkurs: 28.000 Jobaustritte bereits vereinbart
18.06.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und treibt den Stellenabbau trotz erster Erfolge weiter voran. Konzernchef Oliver Blume sieht das...

DWN
Technologie
Technologie KI treibt die Energiewende voran und erhöht den Druck auf Netzbetreiber
18.06.2026

Millionen neue Stromquellen machen die Steuerung der Netze komplexer denn je – Künstliche Intelligenz soll den Umbau bewältigen und den...

DWN
Panorama
Panorama Elektronische Gesundheitskarte: Gericht stoppt Kassen-Sperre
18.06.2026

Wer seine Krankenkassenbeiträge nicht zahlt, muss Einschränkungen hinnehmen – den Entzug der elektronischen Gesundheitskarte aber...