Wirtschaft

BDI begrüßt Industriestrompreis: Entlastung für energieintensive Unternehmen

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sieht in der Einigung auf einen Industriestrompreis einen entscheidenden Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Unternehmen. Holger Lösch, stellvertretender Hauptgeschäftsführer, betonte, dass der Schritt zwar viele Fragen offenlasse, aber zugleich die Grundlage dafür schaffe, die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu sichern.
14.11.2025 13:02
Aktualisiert: 14.11.2025 14:00
Lesezeit: 1 min

„Jetzt kommt es jedoch darauf an, dass die EU der Bundesregierung ausreichend Spielraum in der Ausgestaltung des Industriestrompreises lässt, damit dieser für eine möglichst große Zahl energieintensiver Unternehmen auch tatsächlich die Kosten senkt“, sagte Lösch. Gleichzeitig sollten weitere Unternehmen Zugang zur Strompreiskompensation bekommen.

BDI: Industriestrompreis kann nur eine Brücke sein

Lösch sagte zudem, es sei richtig, dass die Bundesregierung die Kraftwerksstrategie nun priorisiere. Denn der Industriestrompreis und andere Entlastungen könnten nur eine Brücke sein. „Um die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, braucht es darüber hinaus Verlässlichkeit in der Stromversorgung.“ Entschlossene Reformen im Energiesystem seien dringend notwendig, um die Energiewende möglichst effizient umzusetzen. „Sie kann um viele Milliarden günstiger werden, als es derzeit erscheint.“

Die schwarz-rote Koalition hatte sich am Abend auf mehrere wirtschaftspolitische Projekte verständigt, darunter eine Kraftwerkstrategie, eine Senkung der Ticketsteuer sowie den Industriestrompreis. Zum 1. Januar 2026 soll ein staatlich subventionierter, niedrigerer Industriestrompreis eingeführt werden, und zwar bis 2028. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einem Zielpreis von 5 Cent pro Kilowattstunde. Er soll für stromintensive Unternehmen gelten, die im internationalen Wettbewerb stehen - etwa in der Stahl- und Chemieindustrie.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Aktien 2026: Nvidia, SAP und Co. sind laut Experten noch zu günstig
10.09.2026

Der KI-Boom hat viele Technologieaktien teuer gemacht. Doch ausgerechnet jetzt sieht Morningstar bei zwölf bekannten Unternehmen noch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Elon Musk: Was ist Mythos, was ist wahr?
10.09.2026

Eric Jorgenson, Autor von „Der Almanach von Elon Musk“, über den Mann hinter dem Mythos: Wie denkt Musk wirklich? Was treibt ihn an...

DWN
Technologie
Technologie KI-Arbeitsmarkt: Warum die große Jobangst falsch sein könnte
10.09.2026

Künstliche Intelligenz bedroht Millionen Jobs, so lautet die große Sorge. Googles Chefökonom Fabien Curto Millet hält dagegen und...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Aktien unter Druck und Renditen steigen an turbulentem Handelstag
09.09.2026

Erfahren Sie, welche geopolitischen Ereignisse und überraschenden Kursbewegungen die Wall Street heute in Atem hielten.

DWN
Politik
Politik Chinas plötzliche Ölwende nach ungewöhnlichem Preisgefälle
09.09.2026

Der Ölpreis steigt nach neuen Spannungen am Persischen Golf. Gleichzeitig erhöht China wieder seine Rohölimporte und exportiert mehr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzins-Prognose: Lagarde droht der Fehler von 2011
09.09.2026

Die nächste Zinserhöhung der EZB gilt beinahe als ausgemacht. Doch ausgerechnet die Erfahrung von 2011 zeigt, wie riskant ein solcher...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Ist Axelera AI Europas Antwort auf Nvidia? Gründer Fabrizio Del Maffeo fürchtet, dass der Kontinent wieder denselben Fehler macht
09.09.2026

Europa mangelt es weder an Forschern, Ingenieuren noch an guten Ideen, meint Fabrizio Del Maffeo. Das Problem entsteht, wenn daraus große...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Carlsberg setzt auf Pepsi: Bier allein reicht nicht mehr
09.09.2026

Bei Carlsberg steht ausgerechnet eine amerikanische Limonade inzwischen vor der eigenen Kernmarke. Pepsi ist zum zweitgrößten Brand des...