Panorama

Artenschutz-Gipfel eröffnet: 185 Staaten verhandeln über das Überleben bedrohter Arten

In Usbekistan hat eine internationale Artenschutzkonferenz begonnen, bei der Vertreter aus 185 Staaten über strengere Regeln für den globalen Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten beraten. Denn der weltweite Warenstrom beeinflusst Ökosysteme weit über Landesgrenzen hinaus. Auch für europäische Arten könnten die Beschlüsse weitreichende Folgen haben.
24.11.2025 11:32
Lesezeit: 1 min

Die internationale Artenschutzkonferenz hat in der usbekischen Großstadt Samarkand begonnen. Dort ringen nun gut zwei Wochen lang 185 Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens um Regeln für den Handel gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.

Arten im Fokus

Im Blick hat die Konferenz etwa den Schutz von Haien und Rochen. Weitere Anträge betreffen den Handel mit Elfenbein, Nashörnern und ihrem Horn sowie Giraffen. Aber es geht auch um europäische Arten. Die deutsche Delegation bei der Konferenz erwartet etwa Diskussionen bei dem Antrag, den Handel mit sämtlichen Aalarten einzuschränken.

Außerdem sollten Frösche in den Artenschutz aufgenommen werden, heißt es in einem Antrag der Europäischen Union, Israels und Nordmazedoniens. „Da ist auch die EU in der Verantwortung als Konsument und Zielort des Handels“, sagte Inka Gnittke von der deutschen Delegationsleitung vorab. Laut Daniela Freyer von der Organisation Pro Wildlife ist die EU der weltweit größte Importeur von Froschschenkeln.

Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (Cites) regelt den globalen Handel mit gefährdeten Arten. Bislang ist dadurch der Handel mit mehr als 40.000 Tier- und Pflanzenarten beschränkt oder verboten worden.

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