Finanzen

Die drei größten Tops und Flops im Dax 2025

Das Börsenjahr 2025 war abermals ein starkes für den Dax. Der deutsche Leitindex erreichte mit 24.490,41 Punkten einen Jahresgewinn von gut 23 Prozent. Es war das stärkste Dax-Jahr seit 2019.
31.12.2025 07:30
Lesezeit: 2 min
Die drei größten Tops und Flops im Dax 2025
Ein Börsenhändler sitzt im Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse vor seinen Monitoren. (Foto: dpa) Foto: Arne Dedert

In der Übersicht die größten Gewinner und Verlierer des Jahres:

Die Top-Gewinner

1. Rheinmetall plus 153,99 Prozent – Der Vorjahreszweite schaffte es diesmal auf Platz eins und tauschte mit dem Vorjahressieger Siemens Energy die Ränge. Das Fortdauern des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die damit verbundenen Verteidigungsausgaben westlicher Länder trieben den Kurs nach oben. Ende Februar knackte die Aktie die Hürde bei 1.000 Euro, schon Anfang Oktober fiel auch die Marke von 2.000 Euro. Anschließend strichen Investoren allerdings Kursgewinne ein.

2. Siemens Energy plus 138,98 Prozent – Der Energietechnikkonzern erlebt weiter einen Boom. Die Geschäfte mit Gasturbinen laufen ebenso rund wie die Netztechnik. Das Unternehmen erhöhte daher im November nach einem Umsatz- und Gewinnsprung seine mittelfristigen Ziele erneut. Zudem zahlt der Konzern erstmals seit vier Jahren wieder eine Dividende. Im Dezember erreichten die Papiere bei knapp 125 Euro ein Rekordhoch.

3. Commerzbank plus 129,57 Prozent – Die Spekulation auf eine Übernahme durch Italiens Großbank Unicredit verlieh dem Kurs kontinuierlichen Auftrieb. Doch auch operativ lieferte das deutsche Geldhaus positive Nachrichten: Die Frankfurter schraubten im August im Abwehrkampf gegen Unicredit ihr Gewinnziel für 2025 nach oben. Ein Stellenabbau soll dazu beitragen, dass die Commerzbank in den kommenden Jahren mehr Geld verdient – und ihre Aktionäre ihr treu bleiben, statt Anteile an Unicredit zu veräußern.

Die größten Verlierer

38. Beiersdorf minus 24,45 Prozent – Der Konsumgüterkonzern spürte eine deutliche Abschwächung der Nachfrage im Hautpflegegeschäft. Vor allem die Kernmarke Nivea ließen Verbraucher häufiger in den Regalen stehen. Auch das Luxussegment ging weiter zurück, das Geschäft in China schwächelte. Zwar zeigten sich zur Jahresmitte erste Lichtblicke, doch die Hamburger senkten die Umsatzprognose für das laufende Jahr. Im September fiel der Kurs auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren.

39. Adidas minus 28,61 Prozent – Im April sorgten die von den USA angekündigten Zölle für Kursstürze in der Sportartikelbranche, von denen auch die Adidas-Aktie nicht verschont blieb. Im Juli blieb eine höhere Gewinnprognose aus, auf die viele Anleger gehofft hatten. Im Oktober reagierten Investoren nervös darauf, dass US-Einzelhändler bei ihren Bestellungen vorsichtig agierten, wie Händler berichteten. Der Kurs rutschte auf ein Tief seit mehr als zwei Jahren.

40. Symrise minus 32,90 Prozent – Der Hersteller von Duft- und Geschmacksstoffen senkte im Sommer und im Herbst jeweils die Wachstumsprognose. Das Umfeld bleibt von Zurückhaltung der Verbraucher geprägt. Gerade in Nordamerika, wo Konsumenten die Zollpolitik der Trump-Regierung spüren, sank der Umsatz. Zudem wuchs das Geschäft in Asien nur leicht. Im Dezember rutschte der Kurs auf ein Tief seit Anfang 2019.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gestiegene Betriebskosten: Wachsender Druck auf Produktionsbetriebe

Die deutsche Wirtschaft steht im Jahr 2026 vor enormen Herausforderungen, welche die Gewinnspannen der Betriebe spürbar verringern. Laut...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Onboarding neuer Mitarbeiter: Darauf kommt es an
22.09.2026

Die Vorstellungsgespräche sind geschafft, es wurde sich für einen passenden Bewerber entschieden und dieser hat ebenfalls zugesagt. Damit...

DWN
Politik
Politik Folge der Zerstörung: Saudis liefern kein Öl mehr nach Europa
22.09.2026

Saudi Aramco liefert im Oktober kein Öl an europäische Partner. Huthi-Angriffe auf eine wichtige Pipeline haben die Versorgung des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quereinstieg wird zum Karrieremodell: Wo Quereinsteiger gefragt sind
22.09.2026

Ein neuer Job, ein anderer Berufsweg, neue Perspektiven: Für immer mehr Menschen in Deutschland ist der Quereinstieg eine attraktive...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Zölle treiben Stahlkunden zurück nach Europa
22.09.2026

Nachdem die EU die Bedingungen für Stahlimporte verschärft hat, hat sie einen Teil der Kunden zu europäischen Herstellern...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Tesla FSD im Test: Wenn das Auto versteht, was um es herum geschieht
22.09.2026

Tesla bringt sein Full-Self-Driving-System nach Europa und zeigt auf einer Testfahrt, wie weit automatisiertes Fahren inzwischen ist. Der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Mercedes GLC im Test: Elektrisch ist er endlich so, wie er sein muss
21.09.2026

Der elektrische Mercedes GLC 400 4Matic bringt fast 500 PS, viel Komfort, hohe Ladeleistung und einen überraschend moderaten Verbrauch. Im...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien steigen kräftig, während die Ölpreise sinken
21.09.2026

Ein ereignisreicher Handelstag bringt überraschende Bewegungen in die globalen Finanzmärkte.

DWN
Politik
Politik Blackrock-Vize: Europa braucht vier Schlüssel gegen die USA-Abhängigkeit
21.09.2026

Philipp Hildebrand, Vizechef von Blackrock und früherer Schweizer Notenbankchef, sieht in der KI-Entwicklung eine historische Chance. Der...