Finanzen

Geopolitik treibt die Ölpreise aktuell weiter nach oben – Brent-Öl auf dem höchsten Niveau seit Oktober

Die Ölpreise stehen erneut im Fokus der Märkte, nachdem geopolitische Spannungen und politische Signale die Notierungen antreiben. Anleger beobachten aufmerksam, ob die jüngsten Impulse nachhaltig sind oder neue Risiken für Nachfrage, Handel und Versorgung entstehen.
13.01.2026 17:40
Lesezeit: 1 min
Geopolitik treibt die Ölpreise aktuell weiter nach oben – Brent-Öl auf dem höchsten Niveau seit Oktober
Geopolitische Spannungen, mögliche US-Zölle und die Lage im Iran treiben die Ölpreise aktuell an (Foto: iStockphoto.com/studio-fi). Foto: studio-fi

Ölpreise legen weiter kräftig zu: Brent-Öl auf Hoch seit Oktober

Die Ölpreise haben am Dienstag erneut angezogen und den höchsten Stand seit mehreren Monaten markiert. Bis zum Nachmittag bauten sie die nur kleinen Gewinne aus dem frühen Handel deutlich aus. Als Preistreiber gilt die angespannte Lage im Iran sowie die Sorge, dass das Angebot sinken könnte.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März kostete 65,47 US-Dollar. Das waren 1,60 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Februar stieg um 1,57 Dollar auf 61,07 Dollar.

Mit dem aktuellen Sprung bei den Ölpreise ist Brent-Öl aus der Nordsee so teuer wie seit dem vergangenen Oktober nicht mehr. Auch der Preis für WTI-Öl erreichte den höchsten Stand seit Anfang November.

Trump droht mit Strafzöllen: Ölpreise reagieren nervös auf Iran-Spannungen

Im Zentrum steht vor allem die jüngste Entwicklung im Iran, wo die Staatsführung Massenproteste mit Gewalt niederschlägt. US-Präsident Donald Trump kündigte neue Zölle an, um die Führung in Teheran unter Druck zu setzen. Für alle Länder, die Geschäfte mit dem Iran machen, sollen mit sofortiger Wirkung Strafzölle auf Einfuhren in die USA in Höhe von 25 Prozent gelten, wie Trump auf seiner Plattform Truth Social erklärte.

Die angekündigten Maßnahmen hätten einen Aufschlag bei den Ölpreise ausgelöst, sagte Öl-Analyst Charu Chanana von Saxo Markets in Singapur. Welche Richtung die Ölpreise am Ende einschlagen, hänge jedoch davon ab, ob die Zoll-Rhetorik tatsächlich in realen Zöllen mündet. Entscheidend sei, ob es zu Engpässen bei der Versorgung oder zu neuen Handelsstreitigkeiten komme.

Schon in den vergangenen Handelstagen waren die Ölpreise teils deutlich gestiegen. Auch die Lage in Venezuela, das über die weltweit größten Ölreserven verfügt, wird von Öl-Investoren verfolgt.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Rechnungen digitalisieren: Wie Unternehmen Liquidität und Cashflow smarter steuern

Umsatz bedeutet noch keine gesicherte Liquidität. Zwischen der erbrachten Leistung und dem tatsächlichen Eingang des Geldes können...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Milliardäre besteuern: Die Buchwert-Falle
25.07.2026

Berlin streitet über das Erbe und das Geld der Reichsten. Doch die vermeintliche Lösung des Fiskus entpuppt sich als Sprengsatz für die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Renault Clio im Test: Fast nicht wiederzuerkennen, aber deutlich teurer
25.07.2026

Der neue Clio ist größer, eleganter, technologisch fortschrittlicher und auch teurer als früher. In der bestausgestatteten Version...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dieselknappheit: Der Welt geht der Treibstoff aus
25.07.2026

Nicht nur Rohöl wird zum geopolitischen Druckmittel. Zerstörte Raffinerien, leere Lager und neue Drohungen der Huthi gefährden zunehmend...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditkarten vor dem Aus: Mastercard plant den radikalen Umbau
25.07.2026

Kreditkartennummern könnten beim Onlinekauf schon bald der Vergangenheit angehören. Mastercard will Europas digitale Zahlungen bis 2030...

DWN
Panorama
Panorama Sinkende Geburtenrate: Wie Smartphones die Menschheit schrumpfen lassen
25.07.2026

Je stärker sich Smartphones verbreiten, desto weniger Kinder werden geboren. Eine neue Untersuchung zeigt, wie digitale Kontakte...

DWN
Immobilien
Immobilien Neues Heizungsgesetz: Was das Gebäudemodernisierungsgesetz für Eigentümer und Mieter bedeutet
25.07.2026

Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz hat eines der umstrittensten Gesetzesvorhaben der jüngeren deutschen Geschichte...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: SpaceX verzeichnet Rekordtief; Aktien legen bei sinkendem Ölpreis leicht zu
24.07.2026

Ein turbulenter Handelstag an den US-Börsen bringt überraschende Wendungen und herbe Verluste für ein bekanntes Imperium.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Digitale Barrieren als Geschäftsrisiko: Wie Accessiway den klassischen Audit-Zyklus ergänzen will
24.07.2026

Trotz gesetzlicher Vorgaben bleibt digitale Barrierefreiheit für viele Anbieter ein ungelöstes Problem. Accessiway will mit einer neuen...