Panorama

EU sagt Ministertreffen ab: Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern

EU sagt Ministertreffen ab: Eine Drohne soll den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern getroffen haben. Sirenen heulen, Verletzte gibt es laut ersten Angaben nicht. Was über den Vorfall bekannt ist.
02.03.2026 10:43
Lesezeit: 1 min

EU sagt nach mutmaßlichem Drohnenangriff Ministertreffen ab

Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt in Zypern ist ein dort geplantes EU-Ministertreffen kurzfristig abgesagt worden. Die unvorhergesehene Entwicklung beeinträchtige leider die Flüge nach Zypern, teilte die derzeitige zyprische EU-Ratspräsidentschaft mit. Deswegen sei beschlossen worden, das informelle Europaministertreffen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Es hätte eigentlich an diesem Montagnachmittag beginnen und bis Dienstagabend dauern sollen.

Mutmaßlicher Drohnenangriff auf Militärstützpunkt im EU-Staat Zypern

Der britische Luftwaffenstützpunkt Akrotiri im EU-Land Zypern ist in der Nacht zum Montag mutmaßlich von einer Drohne getroffen worden. Es handelte sich um ein unbemanntes Fluggerät vom Typ "Shahed", teilte der zyprische Präsident Nikos Christodoulidis im zyprischen Fernsehen mit. Das britische Verteidigungsministerium in London bestätigte den Vorfall. Verletzt wurde nach Angaben des Präsidenten niemand. Unklar war zunächst, wer die Drohne abgefeuert hat.

Britischer Einsatz im Nahen Osten

Das Vereinigte Königreich beteiligt sich nach eigenen Angaben im Nahen Osten an einem defensiven Militäreinsatz gegen den Iran. Verteidigungsminister John Healey zufolge schießen britische Flugzeuge Drohnen und Raketen ab, wenn sie diese entdecken. Die Einsätze starten demnach unter anderem in Bahrain und auf Zypern. Großbritannien unterhält dort zwei Militärstützpunkte.

Einschlag auf dem Flugfeld

Nach einem Bericht des Nachrichtenportals Cyprus Mail schlug eine "kleine Drohne" auf dem Flugfeld des Stützpunktes ein. Das Portal Politis veröffentlichte Videos, auf denen Alarmsirenen zu hören sind. Explosionen und Sirenen seien auch in der nahegelegenen Stadt wahrgenommen worden, berichteten mehrere zyprische Medien. Aus Sicherheitsgründen blieben am Montag die Schulen in der Region des Stützpunktes westlich der Hafenstadt Limassol geschlossen, wie der zyprische Rundfunk berichtete.

Regierung weist Raketenberichte zurück

Zyperns Regierung hatte am Wochenende Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Insel abgefeuert worden seien. Der britische Verteidigungsminister John Healey hatte zuvor vor "zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen" gewarnt. Dem Sender Sky News sagte er, zwei iranische Raketen seien in Richtung Zypern abgefeuert worden.

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