Wirtschaft

Waffenruhe im Nahen Osten: Exporteure schöpfen neue Hoffnung

Der Start ins Jahr verlief schwach, die Folgen des Iran-Krieges sind noch nicht verarbeitet. Dennoch rechnen Deutschlands Exporteure bislang mit einem Plus für 2026. Derweil tritt die Industrie weiter auf der Stelle.
09.04.2026 08:33
Lesezeit: 2 min

Hoffnungsschimmer: Waffenruhe zwischen USA und Iran

Die Waffenruhe zwischen den USA und Iran gibt Deutschlands Exporteuren neue Hoffnung. Allerdings geht der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) davon aus, dass die wirtschaftlichen Folgen des Krieges, der am 28. Februar begonnen hatte, den europäischen Groß- und Außenhandel noch längere Zeit belasten werden.

Februar-Daten: Statistisches Bundesamt legt Zahlen vor

Wie Deutschlands Exporteure im Februar abgeschnitten haben, darüber informiert an diesem Donnerstag (8.00 Uhr) das Statistische Bundesamt. Das Jahr 2026 begann mit einem Dämpfer: Im Januar wurden Waren "Made in Germany" im Gesamtwert von 130,5 Milliarden Euro ins Ausland verkauft und damit 2,3 Prozent weniger als im Vormonat Dezember. Im Februar wurden Waren im Gesamtwert von 135,2 Milliarden Euro ins Ausland verkauft - 3,6 Prozent mehr als im Januar dieses Jahres. Auch im Vergleich zum Februar 2025 gab es ein Plus, wie das Statistische Bundesamt mitteilte: Die Ausfuhren lagen anhand vorläufiger Daten um 2,9 Prozent höher.

Jahresbilanz 2025: Europa trägt das Wachstum

Im Gesamtjahr 2025 wuchsen die deutschen Exporte dank eines starken Dezembers erstmals seit zwei Jahren wieder leicht – trotz des Zollstreits mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump. Zwar brachen die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten ebenso ein wie nach China, doch das Europageschäft legte kräftig zu. Für das laufende Jahr erwartet der Außenhandelsverband BGA bisher ein Plus von 0,6 Prozent.

Industrie: Produktion tritt weiter auf der Stelle

Im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland zeichnet sich allerdings weiterhin keine Trendwende ab. Im Februar sank die Fertigung in den Unternehmen im Monatsvergleich überraschend um 0,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Analysten hatten dagegen eine leichte Belebung erwartet und waren im Schnitt von einem Produktionsanstieg um 0,7 Prozent ausgegangen.

Januar-Zahlen: Leichte Korrektur nach oben

Im Januar startete der für die deutsche Wirtschaft wichtige Bereich allerdings nicht ganz so schwach ins Jahr wie zunächst gemeldet. Die Fertigung stagnierte nach revidierten Zahlen und fiel nicht, wie zuerst berichtet, um 0,5 Prozent. Im Jahresvergleich meldete das Statistikamt für Februar kalenderbereinigt ebenfalls eine Stagnation.

Aufträge: Dämpfer setzt sich fort

Bereits am Vortag hatten Auftragsdaten enttäuscht. Das Wachstum blieb im Februar nach dem Einbruch zum Jahresstart hinter den Erwartungen zurück.

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