Finanzen

US-Märkte im Überblick: Tech-Ausverkauf setzt sich fort, während der Ölpreis nachgibt

Spannung an der Wall Street: Welche Sektoren jetzt unter Druck geraten und wo sich neue Chancen auftun.
24.06.2026 22:14
Aktualisiert: 24.06.2026 22:14
Lesezeit: 2 min
US-Märkte im Überblick: Tech-Ausverkauf setzt sich fort, während der Ölpreis nachgibt
An den US-Börsen spiegeln sich wirtschaftliche Erwartungen und geopolitische Trends. (Foto: stockinasia/iStock) Foto: stockinasia/iStock

Unerwartete Kursbewegungen und nachgebende Ölpreise

Die Wall Street schloss am Mittwoch überwiegend im Minus, da der Ölpreis in Richtung Vorkriegsniveau abrutschte und Chip-Aktien nach dem gestrigen Ausverkauf weiterhin unter Druck standen.

Der breit gefasste S&P 500 gab um 0,1 Prozent auf 7.358,22 Punkte nach, während der technologielastige Nasdaq um 0,43 Prozent fiel und bei 25.476,64 Punkten schloss. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0,35 Prozent auf 51.848,90 Punkte.

Die Ölpreise sanken um mehr als 4 Prozent, da die Sorge vor Störungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus nachließ. Rohöl der Sorte Brent pendelte im späten handel um 73 US-Dollar pro Barrel und erreichte damit den tiefsten Stand seit Beginn des Konflikts Ende Februar.

Unterdessen wertete der Dollar gegenüber mehreren Hauptwährungen weiter auf, da die Märkte zukünftige Zinserhöhungen der US-Notenbank (Fed) erwarteten. Der japanische Yen näherte sich gegenüber dem Greenback historischen Tiefständen.

Technologieaktien und Chiphersteller bleiben unter Druck

Die Aktien von Micron Technology gaben am Mittwoch erneut nach und fielen um 0,37 Prozent, während die Anleger auf die neuesten Geschäftszahlen des Chipherstellers warteten, die nach Börsenschluss veröffentlicht werden sollten.

Auch andere Halbleiteraktien notierten schwächer, da die Angst vor einer KI-Blase den Sektor weiterhin belastete.

Cerebras Systems stürzte um 19,54 Prozent ab, nachdem das Unternehmen die Anleger vor einem erwarteten Betriebsverlust gewarnt hatte. Die Speicherhersteller Sandisk und Seagate Technology verloren 2,15 Prozent bzw. 4,28 Prozent, während Advanced Micro Devices um 0,15 Prozent nachgab.

Auch Tech-Aktien außerhalb des Chip-Sektors standen unter Druck: Die Google-Muttergesellschaft Alphabet gab leicht um 0,3 Prozent nach, während Microsoft um 2,27 Prozent fiel.

Kontraste am Markt: Verluste bei Energie, Gewinne im Reisesektor

Der Energiesektor trug die Hauptlast der sinkenden Ölpreise, wobei die Aktien von Exxon Mobil und Chevron um 2,03 Prozent bzw. 2,57 Prozent fielen.

Reiseaktien verzeichneten hingegen Kursanstiege: Expedia und Booking Holdings legten um 7 Prozent bzw. 7,3 Prozent zu. United Airlines kletterte um 7,4 Prozent, während der Kreuzfahrtbetreiber Royal Caribbean ein Plus von 3,69 Prozent verbuchte.

Andernorts stiegen die Aktien des in Dublin ansässigen klinischen Forschungsunternehmens Icon um 10,86 Prozent, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal 2026 einen Umsatzanstieg von 0,9 Prozent auf 2,03 Milliarden US-Dollar (1,78 Milliarden Euro) gemeldet hatte.

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