Technologie

Nvidia holt die Wall Street ins KI-Geschäft

Hunderte Milliarden Dollar fließen in den Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz. Der Chipriese Nvidia, der davon profitiert, holt die Wall Street ins Boot, um noch mehr Geld zu mobilisieren.
11.08.2026 17:33
Lesezeit: 1 min
Nvidia holt die Wall Street ins KI-Geschäft
Nvidia und Wall-Street-Größen wollen mindestens eine halbe Billion Dollar für KI-Infrastruktur und Rechenzentren mobilisieren. (Foto: dpa) Foto: Andrej Sokolow

Nvidia und Wall Street sammeln halbe Billion Dollar für KI

Der Chipkonzern Nvidia und Finanz-Schwergewichte der Wall Street wollen mindestens eine halbe Billion Dollar für Investitionen in KI-Infrastruktur mobilisieren. Dazu wollen sie in großem Stil Investorengelder für Fonds einwerben, die den Ausbau von Rechenzentren mit Chipsystemen von Nvidia finanzieren. An der Partnerschaft beteiligen sich unter anderem Goldman Sachs sowie die Investmentfirmen Apollo, Blackrock und KKR. Zunächst gab es keine Angaben dazu, in welchem Zeitraum die mehr als 500 Milliarden Dollar (433 Mrd. Euro) eingesammelt werden sollen.

Nvidia profitiert

Nvidia ist mit Abstand der führende Anbieter von Chipsystemen für das Training und den Betrieb Künstlicher Intelligenz. Vor allem Cloud-Schwergewichte wie Amazon, Google, Microsoft und Meta stecken derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau von KI-Rechenzentren. Von den neuen Fonds sollen unter anderem KI-Labore und Start-ups profitieren, sagte Nvidia-Chef Jensen Huang im US-Wirtschaftssender CNBC. Nvidia kaufte sich in den vergangenen Monaten teilweise selbst bei KI-Firmen ein, die im Gegenzug die Erlöse in Technik des Chipkonzerns investieren. Diese Kreislauf-Deals wurden am Markt teilweise mit Sorge betrachtet.

Ausbau wird teuer

Huang verwies darauf, dass man für den Aufbau von Rechenzentren pro Gigawatt Stromverbrauch etwa 50 bis 60 Milliarden Dollar ausgeben müsse. Blackrock-Chef Larry Fink betonte, dass allein die USA nach aktuellen Schätzungen KI-Rechenzentren mit einer Leistung von mehr als 70 Gigawatt benötigen würden. Goldman-Sachs-Chef David Solomon räumte ein, dass es im KI-Wettbewerb Gewinner und Verlierer geben werde. Die Partner gehen jedoch davon aus, dass sich Computer-Kapazität als Investment-Kategorie durchsetzen werde.

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