Technologie

Deutschland baut 5000 Kampfdrohnen für die Ukraine

Deutschland startet die Serienproduktion Tausender Kampfdrohnen für die Ukraine. Die Waffen sollen weitreichend sein, elektronischen Gegenmaßnahmen widerstehen und bereits Mitte 2027 vollständig geliefert werden.
03.09.2026 13:26
Lesezeit: 2 min
Deutschland baut 5000 Kampfdrohnen für die Ukraine
14.04.2026, Berlin: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU, M) besichtigt neben Wolodymyr Selenskyj (3.v.r.), Präsident der Ukraine, eine Drohne bei einer Ausstellung von deutsch-ukrainischen Co-Produktionen im Bundeskanzleramt anlässlich der deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen. (Bild: dpa)

Deutsche Serienproduktion von 5000 Drohnen für Kiew startet

Die Massenproduktion von mehr als 5000 weitreichenden Kampfdrohnen für die Ukraine hat im Großraum München begonnen. Wie das deutsch-amerikanische Rüstungsunternehmen Auterion und sein ukrainischer Joint-Venture-Partner Airlogix mitteilten, sind die ersten Flugkörper bereits gefertigt worden. Mitte 2027 soll die Bundesregierung ihren Auftrag abgearbeitet haben. Industriekreisen zufolge hat er einen Wert von etwa 300 Millionen Euro.

Die Drohnen sind Teil der deutschen Unterstützung für die Ukraine, das 2022 völkerrechtswidrig von Russland angegriffen wurde und seither einen Abwehrkampf führt. Man erwarte Folgeaufträge und eine langfristige Beauftragung, hieß es bei dem erst im Februar gegründeten Gemeinschaftsunternehmen.

Neben dem namentlich nicht genannten Standort bei München soll noch an einem weiteren Standort in Ostdeutschland produziert werden. Es geht um zwei verschiedene Modelle: eins hat eine mittlere Reichweite, das andere eine größere Reichweite von bis zu 1500 Kilometern.

KI soll Zielerreichung auch bei elektronischer Abwehr sichern

Bei den Drohnen liefert Auterion die Software samt Betriebssystem, Airlogix die Hardware. Umgangssprachlich spricht man auch von Kamikaze-Drohnen, da die mit Sprengstoff beladenen Flugkörper nicht zurückkommen sollen: Ihr Ziel ist es, beim Feind zu explodieren und diesem größtmöglichen Schaden zuzufügen.

Dabei kommt auch Künstliche Intelligenz zum Einsatz, damit die Drohne nicht durch elektronische Gegenmaßnahmen gestört wird.

"Deutschland hat jetzt eine Produktionslinie für bezahlbare Präzisionswaffen in großer Stückzahl", sagt Auterion-Chef Lorenz Meier. "Wir liefern noch in diesem Jahr bereits erprobte und bewährte Systeme - zu Kosten und in einem Herstellungstempo, die große Bestände zur Abschreckung tatsächlich ermöglichen."

"Diese Partnerschaft bringt zusammen, was keins der Unternehmen allein schaffen könnte: unsere kampferprobten Flugkörper, Auterions autonome Software und Deutschlands industriellen Kapazitäten", sagte Airlogix-Chef Witalij Kolesnitschenko anlässlich des Starts der Massenproduktion.

Auterion sitzt inzwischen in den USA

Der Deutsche Lorenz Meier hat Auterion in der Schweiz gegründet. Inzwischen befindet sich der Firmensitz in den USA, der Deutschlandsitz in München. Das Unternehmen hat eigenen Angaben zufolge rund 300 Beschäftigte. Hinzu kommen die Beschäftigten von Partnerfirmen.

Zum Jahresumsatz macht Auterion keine Angaben. Ein Unternehmenssprecher sagt lediglich, dass das Unternehmen profitabel sei.

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