Politik

Auch ohne Zuckersteuer: Industrie produziert weniger Zuckergetränke

Weniger zuckerhaltige Cola und Limonade, mehr Light-Getränke: Die Produktion verschiebt sich. Was die Zahlen über den Durst der Menschen in Deutschland verraten.
04.11.2026 07:18
Lesezeit: 1 min
Auch ohne Zuckersteuer: Industrie produziert weniger Zuckergetränke
Die Bundesregierung hat die Einführung einer Zuckersteuer im kommenden Jahr für Deutschland verabredet. (Foto: dpa)

Auch ohne Zuckersteuer: Industrie produziert weniger Zuckergetränke

Auch ohne Zuckersteuer ist die Produktion zuckerhaltiger Getränke in Deutschland im vergangenen Jahr zurückgegangen. Es wurden 7,42 Milliarden Liter zuckerhaltige Cola, Limonaden und andere Erfrischungsgetränke hergestellt, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

Das waren 4,1 Prozent weniger als 2024 und entsprach einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von rund 89 Litern. Im Jahr zuvor waren es knapp vier Liter mehr gewesen.

Gleichzeitig stieg die Produktion sogenannter Light-Erfrischungsgetränke. 2025 wurden 1,61 Milliarden Liter Cola und Limonaden mit Süßstoff hergestellt. Das waren 5,1 Prozent mehr als 2024 und eine rechnerische Pro-Kopf-Produktion von 19 Litern, rund ein Liter mehr als im Jahr zuvor.

Zuckersteuer in Deutschland für 2027 geplant

Die Bundesregierung hat die Einführung einer Zuckersteuer im kommenden Jahr verabredet. Das entsprechende Gesetz ist aber noch nicht verabschiedet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde 2024 in 116 Staaten der Erde eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke erhoben. Befürworter erhoffen sich eine Reduzierung des Konsums mit positiven gesundheitlichen Folgen für die Bevölkerung. Hoher Zuckerkonsum erhöht das Risiko für Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Noch vor den zuckerhaltigen und Light-Erfrischungsgetränken kommen laut destatis Wassergetränke: 13,07 Milliarden Liter Mineral-, Tafel- und Heilwasser bedeuteten 157 Liter Jahresproduktion pro Kopf und eine Zunahme um 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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