Deutschland

Tausende Deutsche demonstrieren für Frieden und gegen die US-Notenbank

Lesezeit: 1 min
23.04.2014 00:32
Etwa 4.000 Bürger haben in Berlin an einer Mahnwache für den Frieden teilgenommen. Sie fordern eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts. Insgesamt hat die Neuauflage der Montagsdemos bereits Ableger in 26 deutschen Städten gefunden.
Tausende Deutsche demonstrieren für Frieden und gegen die US-Notenbank

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Tausende Deutsche kamen am Ostermontag zu Demonstrationen zusammen, um für den Frieden in Europa und gegen die Anheizung der kriegerischen Töne um die Ukraine zu demonstrieren.

In Berlin folgten am Ostermontag rund 4.000 Menschen dem Aufruf zum friedlichen Widerstand. Auf einer sogenannten „Mahnwache für den Frieden“ appellierten Teilnehmer und Redner an Politiker und Medien, eine friedliche Lösung der Krise in der Ukraine anzustreben. Sie kritisierten unter anderem die Berichterstattung der Medien in dem Konflikt, weil die Russland pauschal als den Aggressor darstellt und die Rolle der EU und der Nato-Staaten nicht hinterfragt werde.

Der Initiator der „Mahnwachen für den Frieden“ ist der Berliner Lars Mährholz. Die Lage in der Ukraine hat ihn dazu bewogen, auf die Straße zu gehen und zum friedlichen Widerstand aufzurufen. Er versteht die Veranstaltung mehr als Kundgebung und nicht als Demonstration, denn Letztere werde häufig mit einer destruktiven Anti-Haltung verbunden. Die Mahnwachen stehen dagegen unter dem Motto „Für Frieden auf der Welt, für eine ehrliche Presse und gegen die tödliche Politik der Federal Reserve Bank“. Mährholz strebt den gesamt-gesellschaftlichen Schulterschluss an und richtet sich deshalb mit seinem Aufruf an alle Bevölkerungsschichten, Glaubensrichtungen, Ethnien und politische Richtungen, die um ein friedliches Zusammenleben bemüht sind.

Die Mahnwachen finden in Erinnerung an die Volksaufstände 1989 in der DDR immer montags statt. In Berlin fand die erste Mahnwache mit 100 spontanen Teilnehmern am 17. März am Brandenburger Tor statt. In der ersten Woche waren es bereits 400 Teilnehmer, die sich über die Facebook-Seite vernetzten. Schließlich versammelten sich am 31. März mehr als 2.000 Menschen am Brandenburger Tor.

Die Initiatoren distanzierten sich ganz klar von Rechts- und Linksextremismus, Antisemitismus und Gewalt in jeder Form. Allerdings versuchen rechte und linke Gruppen, die Demonstrationen zu unterwandern bzw. für ihre Zwecke zu missbrauchen: So waren am Montag am Potsdamer Platz sowohl Vertreter der NPD als auch Antifa-Aktivisten zu beobachten. 

Mittlerweile rufen die Menschen in 26 Städten zum friedlichen Widerstand auf, darunter in Aachen, Berlin, Bonn, Bremen, Bremerhaven, Dortmund, Dresden, Erfurt, Essen, Frankfurt a.M., Gronau, Hamburg, Hannover, Ingolstadt, Köln, Leipzig, Magdeburg, Nürnberg, München, Regensburg, Rheine, Saarbrücken, Uelzen und Wilhelmshaven.

Impressionen der Montagsdemo am Potsdamer Platz:

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber 5 Immobilienweisheiten – oder wie Sie den Wert Ihrer Immobilie steigern können

Aufgrund der hohen Nachfrage zeigen Immobilien eine äußerst positive Wertentwicklung. Mit ein paar Maßnahmen lässt sich der Preis der...

DWN
Finanzen
DWN
Finanzen
Finanzen Die USA brechen die Regeln des internationalen Finanzsystems

Wegen kurzfristiger Vorteile verspielt Amerika seinen guten Ruf.

DWN
Technologie
Technologie Energiewende führt zu Strommangel-Wirtschaft, De-Industrialisierung und Verarmung

So, wie die Energiewende derzeit geplant ist, gefährdet sie den Wirtschaftsstandort Deutschland und unseren Sozialstaat. DWN-Autor Henrik...

DWN
Politik
Politik Einflussreicher US-Stratege sagt, der Westen trage Mitschuld am Krieg: Hat er Recht?

Stellt der Ukraine-Krieg nur die logische Folge eines erneut aufkeimenden russischen Imperialismus dar? Nein, so der berühmte US-Stratege...

DWN
Finanzen
Finanzen Kommt die Vermögensabgabe – und wie schützen sich Anleger?

Immer mehr Stimmen fordern einen Corona- oder Ukraine-Lastenausgleich – also eine verpflichtende Vermögensabgabe, die die exorbitanten...

DWN
Technologie
Technologie „Die Debatte um die Atomkraft wird nahezu faktenfrei geführt“

Fluch oder Segen? Der Analyst für Energie- und Atom-Politik, Mycle Schneider, empfiehlt einen nüchternen Blick auf die Kernenergie. Und...

DWN
Finanzen
Finanzen Zinswende: Mit Vorsatz in den nächsten Crash

Die Fed befindet sich in einem Teufelskreis: Lässt sie die Zinsen unangetastet, steigt die Inflation. Erhöht sie die Zinsen, brechen die...

DWN
Technologie
Technologie Wenn Russland den Hahn zudreht: "Dann gnade uns Gott"

Kernenergie, sagt der Diplomingenieur für Kernenergetik, Manfred Haferburg, ist sicher. Die deutsche Energiewende hingegen sieht er...