Ex-Pimco-Chef El Erian setzt auf Peer-to-Peer Banking

 

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23.10.2014 00:44
Der ehemalige Pimco-Vorstandschef Mohamed El Erian steigt in das Peer-to-Peer-Kreditgeschäft ein. Zu El Erians Kollegen gehört unter anderem der ehemalige US-Finanzminister Lawrence Summers. Die Abkehr vom traditionellen Banking durch einen prominenten Investor wie El Erian zeigt, dass es um die Branche alles andere als gut bestellt ist.

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Der ehemalige Pimco-Chef Mohamed El Erian steigt in das Peer-to-Peer-Geschäft (P2P) ein. P2P Kreditgeber, die auch als direkte oder Markt-Kreditgeber bekannt sind, nutzen neue Technologien, um Online-Kredite effizienter als traditionelle Banken zu vergeben. Die traditionellen Banken arbeiten nach Angaben von P2P-Managern mit veraltete IT-Systeme, die sich gleichzeitig an neue Regularien halten müssen.

El Erian agiert als Hauptinvestor bei Payoff. Dort trifft er andere hochkarätige hochkarätige Namen, wie den Ex-Chef von Morgan Stanley John Mack oder den ehemaligen US-Finanzminister Lawrence Summers. Beide sitzen bei Lending Club im Vorstand, der zu den größten Kreditnetzwerken der Welt gehört.

Payoff-Gründer und Chief Executive ist Scott Saunders. Die Financial Times zitiert El Erian:

„Scott hat ein unglaubliches Team zusammengestellt, welches sich der Frage gewidmet hat, warum sich Menschen in lähmende Schulden stürzen und wie man ihnen helfen kann, damit sie finanziell wieder lebensfähig werden schneller montiert gewidmet.“

Doch Kritiker des P2P-Geschäfts sagen, dass die Branche auch ein Teil des Schattenbanken- Systems sei. Diese bankähnlichen Finanzvermittler müssten durch eine strenge Regulierungs-Aufsicht unter Kontrolle gehalten werden. Die Schattenbanken umfassen weltweit einen Markt in Höhe von 60 Billionen US-Dollar.

Faktisch lässt sich keine Trennung zwischen den Schattenbanken und Geschäftsbanken vornehmen. Über Schattenbanken läuft der größte Teil des Derivatehandels, die „over the counter“, also außerbörslich gehandelt werden. Dabei werden Schattenbanken oftmals von den regulären Banken finanziert oder sind deren Töchter.

Befürworter des Geschäfts sagen dagegen, dass das P2P-Geschäft neue Möglichkeiten der Geldanlage bietet, weil die Makler-Funktion der klassischen Banken ausgeschaltet ist. Mit der Vermittlung von Produkten haben die Banken in den vergangenen Jahren Milliarden verdient - und die Kunden nicht immer objektiv beraten: Viele gefährliche Finanzprodukte waren Eigenproduktionen der Banken und wurden als solche nicht ausreichend gekennzeichnet.

Im P2P-Banking können Anleger dagegen unmittelbarer entscheiden, wie sie ihr Geld anlegen und von wem sie Kredite erhalten. Mithilfe der Internet-Technologie bieten sich in diesem Segment Möglichkeiten, die im klassischen Banking nicht gegeben waren.

Noch haben die meisten großen Institute keine Innovationen in diesem Segment aufzuweisen. Es ist jedoch zu erwarten, dass Banken neue Player, wenn sie sich etabliert haben, aufkaufen werden. El Erians Ziel könnte also der Exit sein, wenn sein Start-Up erfolgreich läuft.

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