Bondmarkt weiter nervös: Zinssätze für spanische Papiere steigen

Das erste Mal nach dem Downgrade wagte sich Spanien mit längerfristigen Anleihen an den Markt. Der Trend der letzten Tage setzt sich fort. Die Zinssätze legen weiter zu.

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Die Stimmung in Spanien ist angesichts der Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes und der spanischen Banken nicht gerade entspannt. Am Donnerstag testete sich das spanische Finanzministerium nun an den Anleihenmarkt heran. In drei verschiedenen Auktionen wurden Bonds im Wert von 2,5 Milliarden Euro emittiert.

Wie erwartet zogen die Zinssätze am heutigen Tag deutlich an. Für 3-Jahres-Anleihen wurde eine Rendite von 4,037 Prozent fällig – bei der letzten Auktion dieser Art waren es noch 2,617 Prozent. Darüber hinaus verkaufte Spanien in zwei unterschiedlichen Auktionen auch 5-Jahres-Anleihen, die einmal für 4,96 Prozent und 4,752 Prozent über den Tisch gingen und damit auch deutlich mehr als ein Prozent zulegten.

Doch nicht nur die Skepsis der Investoren über den wirklichen Zustand der spanischen Wirtschaft und der Banken des Landes werden die Rendite weiter nach oben treiben. Die spanischen Banken selbst, die bisher sehr stark an den Käufen der Schulden ihres eigenen Landes beteiligt waren, haben fast kein Geld mehr, um sich weiter am Anleihenmarkt zu engagieren (mehr hier). Dies dürfte in naher Zukunft zu einem weiteren Anziehen der Rendite führen.

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