Cameron rudert zurück: Großbritannien soll in EU bleiben

Der britische Premier Cameron ist davon überzeugt, dass sein Land EU-Mitglied bleibt. Allerdings müsse sich die EU nach den Wünschen Großbritanniens reformieren. Er verlangt mehr Kompetenzen auf nationaler Ebene.

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Der britische Premierminister David Cameron gibt sich zuversichtlich, dass Großbritannien in der EU bleiben wird. Er sei überzeugt davon, dass die EU so reformiert werde, dass sein Land Mitglied bleiben könne. „Ich bin zuversichtlich, dass dies machbar ist“, sagte er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.

Nach Meinungsumfragen würde derzeit eine knappe Mehrheit der Briten aber dafür votieren, aus der EU auszutreten. Cameron hat drastische Reformen in der EU wie etwa eine Rückverlagerung von Kompetenzen auf die nationale Ebene verlangt.

Auch andere EU-Staaten wie die Niederlande oder auch Deutschland fordern eine Refokussierung der Arbeit der EU-Kommission, lehnen aber eine EU-Vertragsreform mit dem Ziel einer Rückverlagerung von Kompetenzen ab. Diese Haltung wird von der großen Mehrheit der 28 EU-Staaten geteilt.

Cameron hat den Briten ein Referendum über die weitere EU-Mitgliedschaft nach der von ihm geforderten EU-Reform versprochen, dafür aber noch kein Datum festgesetzt.

Am 18. September 2014 stimmen die Schotten darüber ab, ob sie sich ihrerseits von England trennen und unabhängig werden wollen (mehr hier). In der Vergangenheit waren die Schotten laut Meinungsumfragen wesentlich EU-freundlicher eingestellt als die Engländer.

Große Unternehmen hatten mehrfach gewarnt, dass Großbritannien als Wirtschaftsstandort an Attraktivität verlieren könnte, wenn es aus der EU austritt (hier).

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