Ukraine will Separatisten-Hochburg einkesseln

Ukrainische Spezialeinheiten versuchen die ost-ukrainische Stadt Slawjansk einzukesseln, um sie von der Versorgung abzuschneiden. Zuvor wurde ein ukrainischer Hubschrauber beschossen und geriet in Brand. Der ukrainische Premier Jazenjuk warf Russlands Präsident Putin vor, einen „dritten Weltkrieg“ beginnen zu wollen.

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Ukrainische Sondereinheiten versuchen nach Angaben aus dem Präsidialamt, die Separatisten-Hochburg Slawjansk in der Ostukraine abzuriegeln. Damit solle verhindert werden, dass die pro-russischen Kräfte Verstärkung in die Stadt bringen könnten.

Zuvor wurde ein Mi-8-Transporthubschrauber der ukrainischen Streitkräfte auf einem Flugplatz nahe der ostukrainischen Stadt Slawjansk in Brand geschossen. Der Pilot wird nach ukrainischen Angaben durch das Feuer verletzt.

Russische Einheiten haben sich nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums bei ihrem Manöver bis auf einen Kilometer der gemeinsamen Grenze genähert. Russische Soldaten hätten die Grenze aber nicht überschritten.

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk wirft Russland vor, einen dritten Weltkrieg beginnen zu wollen. Die Versuche Russlands, einen Konflikt in seinem Nachbarland vom Zaun zu brechen, werde zu einer militärischen Auseinandersetzung in Europa führen. Russland wolle sein Land militärisch und politisch besetzen, sagte Jazenjuk.

Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert von Russlands Präsidenten Wladimir Putin die Einhaltung der Genfer Absprachen zur Beilegung der Ukraine-Krise. Regierungssprecher Steffen Seibert erklärt, Merkel habe am Vormittag telefonisch an Putin appelliert, sich zu den Vereinbarungen zu bekennen, die unter anderem die Entwaffnung der Separatisten vorsehen.

Vor einer Woche hatten sich Russland, die USA, die EU und die Ukraine auf einen Kurs zur Beilegung der Krise geeinigt (mehr hier). Demnach sollen die von pro-russischen Separatisten besetzten Regierungsgebäude in den östlichen Landesteilen geräumt und alle illegalen Gruppen entwaffnet werden. Auch im Westen der Ukraine sollen die von Gegnern Russlands besetzen öffentlichen Plätze – insbesondere der Maidan in Kiew – freigegeben werden.

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