USA schicken Fallschirmjäger-Bataillon in die Ukraine

Die USA entsenden ein Bataillon von Fallschirmjägern in die Ukraine. Die Soldaten sollen zunächst die ukrainische Artillerie-Einheiten ausbilden. Später könnten die Amerikaner die Ukraine beim Einsatz von US-Waffen unterstützen. Russland hatte bereits vor Monaten angekündigt, den Einsatz von US-Soldaten oder Waffen in der Ukraine als Provokation zu klassifizieren.

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Der US-Befehlshaber des 173rd Airborne Brigade Combat Teams hat am Montag die Entsendung Fallschirm-Jäger in die Ukraine angekündigt. Dort sollen sie ukrainische Armee-Einheiten ausbilden und trainieren. Ein Kampfeinsatz ist vorerst nicht vorgesehen.

Bis zum 8. März sollen die ersten US-Fallschirmjäger in die Ukraine entsendet werden, so der Befehlshaber des 173rd Airborne Brigade Combat Teams, Michael Foster, am Montag am Center for Strategic and International Studies in Washington. Dort sollen die Soldaten des ukrainischen Militärs trainieren.

„Vor Ende dieser Woche formieren wir ein Bataillon … das vor Ort ukrainische Truppen für den Kampf, der dort stattfindet, trainieren wird“, so Foster (Video am Anfang des Artikels). „Geplant ist, dass im Sommer sechs US-Kompanien sechs ukrainische Kompanien ausbilden werden“.

Zuvor hatte bereits der Oberkommandeur der US-Streitkräfte in Europa, Ben Hodges, angekündigt, dass 600 Fallschirmjäger des 173rd Airborne Brigade Combat Teams der US-Armee Soldaten in der Ukraine ausbilden sollen. Die Ukrainer sollen lernen, sich gegen „Artillerie- und Raketenangriffe“ zu schützen.

Das Bataillon soll zunächst nur zu Ausbildungs-Zwecken in die Ukraine. Langfristig könnten die Truppen jedoch auch dazu verwendet werden, die ukrainische im Gebrauch von US-Waffen zu unterweisen. Die USA haben in einem Gesetz beschlossen, Waffen in die Ukraine zu schicken. Hardliner in Washington drängen den noch zögernden Präsidenten, diese Waffen nun zu liefern. Militär-Experten warnen jedoch davor, Waffen ohne  die entsprechende Fachkenntnis zu schicken. Diese Lücke könnten die Fallschirmjäger schließen.

Auch Großbritannien wird in den nächsten Wochen Soldaten in die Ukraine schicken, um Regierungstruppen mit Beratung und Ausbildung zu unterstützen. Das hatte Premierminister David Cameron vergangene Woche in London bekanntgegeben.

Der Entschluss kam nach dem London-Besuch von Außenminister John Kerry, bei dem Kerry schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert hatte.

Russland hat vorab bereits klargemacht, dass US-Waffen für Kiew den Konflikt in der Ukraine dramatisch verschärfen würden. Sollten die USA Waffen liefern, werde Moskau eine Reaktion zeigen.


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