Verfassungsschutz warnt vor Radikalisierung von Flüchtlingen

Der Verfassungsschutz sieht die Gefahr, dass Flüchtlinge nach ihrer Ankunft in Deutschland von Islamisten radikalisiert werden. Die Berliner Polizei hat am Dienstag in Berlin eine Razzia gegen Islamisten durchgeführt.

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Reuters meldet:

Der Verfassungsschutz warnt vor eine Radikalisierung von Flüchtlingen durch in Deutschland lebende Islamisten. „Es bereitet uns große Sorge, dass Islamisten in Deutschland unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe versuchen, die Situation der Flüchtlinge gezielt für ihre Zwecke zu missbrauchen, Asylbewerber zu missionieren und zu rekrutieren“, sagt Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen in Berlin.

Warum diese Islamisten überhaupt in Deutschland so aktiv sind und offenbar von den Behörden offenbar nicht an ihren Aktionen gehindert wurde, sagte Maaßen nicht.

Die Berliner Polizei ist am Dienstagmorgen mit einer Razzia gegen mutmaßliche Unterstützer von Islamisten in Syrien vorgegangen. Auch hier geht es darum, dass die Islamisten-Szene Deutschland offenbar gezielt nutzt, um im Krieg um Syrien mitzumischen. Zum Hintergrund teilt die Berliner Polizei mit:

Seit heute früh 6.30 Uhr durchsuchen Polizeibeamte acht Objekte in Berlin. Die Ermittlungen werden seit Monaten durch die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wegen des Verdachts der Vorbereitung sowie der Anstiftung zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat geführt. Unter anderem wird ein Moscheeverein im Bezirk Tempelhof-Schöneberg durchsucht. Die Ermittlungen betreffen einen 51-jährigen Marokkaner, der im Verdacht steht, Dritte dazu angestiftet zu haben, sich in Syrien auf Seiten militant-jihadistischer Gruppen am bewaffneten Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen. Weiterhin laufen die Ermittlungen auch gegen einen 19-jährigen Mazedonier, der im Verdacht steht, sich derzeit in Syrien am bewaffneten Kampf militant-jihadistischer Gruppen zu beteiligen.

Es liegen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschuldigten Anschläge in Deutschland geplant haben, schreibt die dpa allerdings ohne Angabe genauer Quellen.

Es gebe laut dpa keinen Zusammenhang mit dem Fall eines verurteilten Terroristen, der in der vergangenen Woche in Berlin erschossen worden war, nachdem er auf der Heerstraße mehrere Passanten bedroht und schließlich eine Polizistin mit Messerstichen schwer verletzt hatte.


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