Finanzen

Nach Brexit: Rumänen kehren in ihre Heimat zurück

Lesezeit: 1 min
24.07.2016 00:57
Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU scheinen viele dort lebenden Rumänen eine Rückkehr in ihre Heimat zu planen. Die Anfragen nach Wohnungen und Häusern in Rumänien sind beträchtlich gestiegen. Besonders der Niedriglohn-Bereich der britischen Wirtschaft könnte unter der Emigration leiden.
Nach Brexit: Rumänen kehren in ihre Heimat zurück

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Wegen des Austritts Großbritanniens aus der EU erwägen offenbar viele dort lebende Rumänen eine Rückkehr in die Heimat, berichtet Reuters. Seit dem Votum der Briten für einen Austritt aus der EU steigt die Nachfrage nach rumänischen Immobilien von Kunden aus dem Vereinigten Königreich: 63 Prozent mehr als ein Jahr zuvor waren es in den Monaten Juni und Juli dieses Jahres, wie das Immobilienportal imobiliare.ro am Freitag berichtete.

Mindestens 150 000 Rumänen leben und arbeiten in Großbritannien. Das Management von imobiliare.ro geht davon aus, dass die Mehrnachfrage vor allem aus diesem Personenkreis kommt. Nur 5,5 Prozent dieser Kunden suchen Räume zur Einrichtung von Geschäften, die meisten interessieren sich für Wohnungen. Eine Rückkehr zahlreicher Rumänen in ihre alte Heimat dürfte sich negativ auf den Niedriglohn-Sektor der britischen Wirtschaft auswirken. Viele Rumänen verrichten eher schlecht bezahlte Tätigkeiten – etwa auf Baustellen oder im Gasgewerbe.

Auch aus anderen EU-Ländern, wo viele Rumänen leben, wuchs nach dem Brexit-Votum die Nachfrage nach rumänischen Immobilien. Der Anstieg aus Großbritannien war aber mehr als doppelt so hoch wie der Gesamtzuwachs von 25 Prozent.

Schätzungen zufolge leben und arbeiten mindestens zwei Millionen Rumänen im Ausland. Der künftige Status der Rumänen im Vereinigten Königreich gehört zu den größten Sorgen der Regierung Rumäniens im Zusammenhang mit dem Brexit.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Deutschland
Deutschland Verfassungsgericht stimmt Erhöhung des Rundfunkbeitrags zu – Ein Sieg für Schäubles Tochter, die ARD-Programmdirektorin ist

Die ARD und das ZDF haben im Streit um die Erhöhung des Rundfunkbeitrags mit ihrer umstrittenen Verfassungsbeschwerde einen Erfolg...

DWN
Deutschland
Deutschland Nächster Schock: Bundesregierung hält neuen Lockdown für möglich

Die Bundesregierung will in der Coronavirus-Pandemie einen neuen Lockdown trotz fortschreitender Impfkampagne nicht ausschließen. Der...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Energiewende zum Trotz: Die Nachfrage nach Kohle boomt weltweit

Trotz der von vielen Staaten eingeleiteten Wende hin zu einer fossilfreien Energieerzeugung boomt die Nachfrage nach Kohle auf der Welt.

DWN
Finanzen
Finanzen Gold als Inflationsschutz? Dieses Jahr ist alles anders

Deutlich besser als Gold haben sich 2021 Industriemetalle wie Kupfer und Nickel entwickelt. Ist das der Beginn des nächsten Superzyklus...

DWN
Politik
Politik PEI meldet 10.578 Verdachtsfälle: 1.028 Personen in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung sind tot

Das Paul-Ehrlich-Institut meldet im Zusammenhang mit den Impfungen in Deutschland: „In 10.578 Verdachtsfällen wurden schwerwiegende...

DWN
Politik
Politik Neuer Akt im Schattenkrieg: Sonderbare Schiffsentführung im Golf von Oman ist plötzlich beendet

Keine 24 Stunden, nachdem angeblich ein Tanker im Golf von Oman entführt wurde, hat sich die Lage wieder entspannt.

DWN
Deutschland
Deutschland Wirtschaft kritisiert weitreichende Klima-Forderungen der Grünen

Wirtschaftsverbände reagieren mit Kritik auf die weitreichenden Klima-Forderungen der Grünen. Auch von konservativen Parteien kommt...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Russland rüstet bei Atom-Energie auf - und steckt weitere Milliarden in neue Kernkraftwerke

Russland setzt auf Atomkraft. Und pumpt weitere Milliarden Euro in sein laufendes Programm.