Zeichen für Intervention: Eurogruppen-Chef nimmt an EZB-Ratssitzung teil

Lesezeit: 1 min
05.09.2012 11:45
Normaler Weise nehmen an den regelmäßigen Ratssitzung der EZB nur die entsprechenden Mitglieder teil. Doch in dieser Woche ist nun alles anders. Jean-Claude Juncker, der Chef der Eurogruppe, wird an der Sitzung teilnehmen. Das könnte ein Anzeichen für eine bevorstehende Intervention der EZB sein.
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Am Donnerstag trifft sich der EZB-Rat zu seiner üblichen Sitzung in Frankfurt. Ein mit Spannung erwartetes Treffen, da die Investoren damit rechnen, dass EZB-Chef Draghi im Anschluss daran nun die in Aussicht gestellte Intervention der Zentralbank ankündigen wird. Wie der Chef der Eurogruppe, Jean-Claude Juncker, am Mittwoch mitteilte, wird er ebenfalls an dem Treffen teilnehmen. Er soll dem EZB-Rat als Vorsitzender der Gruppe der Finanzminister der Eurozone über die Lage der Eurozone unterrichten.

Normalerweise lädt die EZB für solche Sitzungen keine Gäste ein. Dass ausgerechnet der Eurogruppen-Chef nun anwesend sein wird, um über die Eurozone zu sprechen, deutet darauf hin, dass der EZB-Rat tatsächlich kurz vor einer Intervention steht. Erst am Montag im Europäischen Parlament hatte Mario Draghi gesagt, dass etwa der Kauf von Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren nicht den Rechtsrahmen der EZB überschreiten würde (hier). Francois Hollande und Mario Monti hatten zudem nach ihrem Treffen in Rom noch einmal ausführlich die EZB und die EU aufgefordert, die Zinskosten für Staaten wie Italien und Spanien durch Anleihenkäufe zu senken (hier).

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