Draghi resigniert: Die große Bazooka kann Euro-Zone nicht retten

 

Mehr zum Thema.

Benachrichtigung über neue Artikel:  
 
Lesezeit: 1 min
04.06.2013 10:04
Die EZB nimmt Abstand von Plänen, den Banken die faulen Kredite abzukaufen. Das Haupthindernis bei der Kreditvergabe an die Unternehmen seien die schwachen Bilanzen. Daher will die EZB die Aufsicht über die größten 140 Banken der Eurozone übernehmen.
Draghi resigniert: Die große Bazooka kann Euro-Zone nicht retten

Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die EZB schließt eine massive Geldschwemme derzeit aus. Für kleine und mittlere Unternehmen, die das Rückgrat der spanischen und italienischen Wirtschaft ausmachen, sind die Zinskosten während der Krise auf untragbare Höhen angestiegen. Deutsche Unternehmen zahlen deutlich geringere Zinsen. Die Kreditklemme ist das sichtbarste Beispiel der finanziellen Spaltung der Eurozone.

Die Bewertung durch die EZB legt nahe, dass die Blockade bei der Kreditvergabe eine Folge der geschwächten Bankbilanzen ist, berichtet die FT. Dies rechtfertige keine direkte Intervention der Zentralbank. Vielmehr sollten die Bankbilanzen in Ordnung gebracht werden. Denn fünf Jahre nach der Finanzkrise stehe die Eurozone erneut vor einem Banken-Crash, so die EZB (hier).

Die Bewertung der Bankbilanzen durch die EZB soll im September oder Oktober beginnen. Vorausgesetzt, die nötigen Gesetze werden vom EU-Parlament bis dahin auf den Weg gebracht. Die EZB würde dann die 140 größten Banken der Eurozone beaufsichtigen.

Die EZB hatte Anfang Mai angekündigt, mit der Europäischen Investitionsbank zusammenzuarbeiten, um kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Krediten zu vereinfachen, indem sie den Banken faule Kredite abkauft und praktisch zur Bad-Bank wird (hier). Aber: „Das ist nicht die neue Bazooka“, sagte ein Insider.

Mit ihrer angekündigten Zurückhaltung im Hinblick auf die geldpolitische Bazooka nähert sich die EZB der Haltung der Deutschen Bundesbank an. Diese argumentiert seit langem, dass es nicht die Aufgabe einer Zentralbank sei, kleinen Unternehmen den Zugang zu Krediten zu gewähren.

Finanzminister Wolfgang Schäuble will die Kreditanstalt für Wiederaufbau nutzen, um Unternehmen in den Krisenstaaten zu helfen. Diese könnten dann von den niedrigen Zinssätzen in Deutschland profitieren. Es geht um Kredite in Höhe von 1 Milliarde Euro (mehr hier).



DWN
Deutschland
Deutschland DWN aktuell: Polnische LOT rettet den bankrottreifen Ferienflieger Condor

Der finanziell angeschlagene Ferienflieger Condor hatte noch bis Ende März Zeit, einen neuen Investor zu finden - ansonsten hätte ein...

DWN
Finanzen
Finanzen Das Zeitalter der entfesselten Spekulation in der Altersvorsorge hat begonnen

Weil die privaten Altersvorsorge-Systeme keine Rendite mehr erwirtschaften können, erwägt die EU eine komplette Öffnung – auch und...

DWN
Deutschland
Deutschland Baden-Württemberg: Mann erschießt sechs Familienmitglieder

Nach Schüssen in Rot am See im Nordosten Baden-Württembergs hat die Polizei bestätigt, dass sechs Menschen ums Leben gekommen sind.

DWN
Finanzen
Finanzen Sigmar Gabriel soll Aufsichtsrat bei der Deutschen Bank werden

SPD-Politiker Sigmar Gabriel soll in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Das Geldinstitut hat ihn für einen Sitz im Kontrollgremium...

DWN
Politik
Politik SPD schließt Sarrazin aus - weil sie keine besseren Argumente hat

Die SPD wirft Thilo Sarrazin aus der Partei. Mit den Thesen des umstrittenen Autors setzt sich die Parteiführung nicht auseinander -...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldman Sachs beendet Zusammenarbeit mit rein „weißen und männlichen“ Vorständen

Um die Vielfalt zu fördern, will die US-Investmentbank Goldman Sachs keine Börsengänge von Unternehmen mehr begleiten, deren...

DWN
Deutschland
Deutschland Umweltschützer fordern Erhöhung von Diesel-Preis um 53 Cent, Behörde um 70 Cent

Nach Vorstellungen des Umweltverbands BUND soll sich der Literpreis für Diesel bis 2030 um 53 Cent verteuern. Das Umweltbundesamt fordert...

DWN
Politik
Politik Nach Berliner Libyen-Konferenz: Wird die deutsche Außenpolitik ein Opfer ihres eigenen Erfolges?

Die von Deutschland initiierte Libyen-Konferenz war ein Erfolg. Doch hat sich die Bundesregierung damit selbst unter Zugzwang gesetzt. Denn...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutscher Ökonom appelliert an Europas Machthaber: Niedrigzinsen stoppen, Haushalts-Disziplin einhalten

Der deutsche Ökonom und Denkfabrik-Chef Daniel Gros richtet einen dringenden Appell an Europas Entscheider: Stoppt endlich die...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Corona-Virus lässt Öl- und Rohstoffpreise auf tiefste Stände seit zwei Monaten fallen

Das Corona-Virus zieht immer weitere Kreise. Nun schürt es auch die Angst der Rohstoffanleger. So fallen die Preise für Öl, Kupfer und...

DWN
Politik
Politik Russland und Syrien führen gemeinsames Manöver im Mittelmeer durch

Im östlichen Mittelmeer haben Russland und Syrien ein Seemanöver durchgeführt.

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Geringes Wirtschaftswachstum treibt Arbeitslosenzahlen weltweit in die Höhe

Die Konjunktur kühlt sich global immer mehr ab und wirkt sich in vielen Bereichen negativ aus. Die Weltarbeitsorganisation (ILO) rechnet...

DWN
Technologie
Technologie 5G: Großbritannien spielt immer noch mit dem Gedanken, Huawei ins Land zu holen

Huawei könnte nun doch einen Zugang zum britischen 5G-Netz erhalten. Zumindest planen dies einige Regierungsbeamte in London. Die USA sind...

DWN
Deutschland
Deutschland Daimler dementiert Pressebericht: Keine Kürzung des Absatzziels für Elektro-SUV

Die Ereignisse beim deutschen Autobauer Daimler überschlagen sich derzeit: Erst verkündete der Vorstand eine weitere Gewinnwarnung, dann...

celtra_fin_Interscroller