Großrazzia nach 105 Jahren: Italienische Polizei klärt Mafia-Mord auf

 

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24.06.2014 10:48
Die italienische Polizei hat bei einer Razzia auf Sizilien einen im Jahr 1909 begangenen Mord aufgeklärt. Damals hatte die Mafia einen US-Polizisten in Palermo getötet. Unter den Festgenommenen befindet sich der Enkel des Mörders. Der hatte sich mehrmals mit seinem Attentäter-Onkel gerühmt.
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Die italienische Polizei hat am Montag bei einer Großrazzia in Sizilien einen 105 Jahre zurückliegenden Mord aufgeklärt. Etwa 91 Mafiosi wurden festgenommen. Ihnen wird Erpressung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation vorgeworfen.

Die Cosa Nostra hatte im Jahr 1909 den US-amerikanischen Polizist Giuseppe Petrosino in Sizilien getötet. Petrosino befand sich zu Ermittlungs-Zwecken auf der Insel. Er war auf der Spur nach Mafia-Verbindungen zwischen den USA und Italien, berichtet The Local. Zum Zeitpunkt des Attentats wartete er auf der Piazza Marina in Palermo auf einen angeblichen Informanten.

Der Mörder des US-Polizisten war Paolo Palazzotto, der 1958 verstarb. Er soll im Auftrag des Mafia-Bosses Vito Cascio Ferro gehandelt haben. Das gilt als erwiesen, da sich der 29-jährige Neffe des Mörders mehrmals mit dem Verbrechen gebrüstet hatte und über Details verfügt, berichtet die Zeitung La Repubblica. Auch er wurde bei der Razzia aufgrund anderer Delikte festgenommen.

Der ermordete Giuseppe Petrosino stammt aus einer italienischen Familie aus Salerno. Diese wanderte 1873 in die USA aus. Petrosino wurde 1883 Polizei-Beamter bei der Polizei-Behörde in New York (NYPD). Zum Zeitpunkt seines Tods war er 49 Jahre alt.

Vergangene Woche hatte der Papst deutliche Worte gegen das organisierte Verbrechen in Italien gefunden. Er exkommunizierte alle Mafia-Bosse des Landes (mehr hier).

Doch diese sind schon längst zu einem europaweiten Problem geworden. Nach Angaben der europäische Anti-Betrugs-Behörde (OLAF) sind bei einem Straßenbauprojekt in Nord-Italien Millionen an EU-Subventionen in die dunklen Kanäle der Mafia geflossen (mehr hier).

Zwischen 2007 und 2013 versickerten über 360 Millionen Euro im Rahmen eines Straßenbau-Projekts bei der kalabrischen `Ndrangheta Mafia (mehr hier).


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